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Havelland Gastronom für Terrasse auf Weinberg gesucht
Lokales Havelland Gastronom für Terrasse auf Weinberg gesucht
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18:11 20.03.2017
Zur Zeit der Bundesgartenschau war das Café unterhalb des Bismarckturmes gut frequentiert. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Vor zwei Jahren, als die Bundesgartenschau Besucher ins Havelland spülte, gab es Zeiten, da war in dem Café am Fuß des Bismarckturms auf dem Rathenower Weinberg kein freier Platz mehr zu bekommen. Für die Besucher der Blumenschau war die große Panorama-Terrasse unter dem Rathenower Wahrzeichen ein willkommener Anlauf- und Ruhepunkt, um nach den Wanderungen über das weitläufige Gelände zu verschnaufen und Kraft zu tanken.

Doch die Bundesgartenschau mit ihren Besucherströmen war ein singuläres Ereignis. Schon im Jahr darauf war klar, dass es auf dem Weinbergelände merklich ruhiger zugehen würde. Dennoch hegte die Stadt die Hoffnung, im Frühjahr und Sommer einen dauerhaften Cafébetreiber für den attraktiven Platz im Schatten des Bismarckturmes zu gewinnen. Sie startete ein Interessebekundungsverfahren, doch das Ergebnis war ernüchternd. Nicht ein einziger Gastronom meldete sich auf diesen Aufruf im Rathaus. Und das, obwohl das Anforderungsprofil bewusst sehr offen gehalten worden war. Einzige Einschränkung: Eine ganzjährige Bewirtschaftung werde man aus technischen Gründen nicht erlauben, sondern nur einen Saisonbetrieb von April bis Oktober.

Weil niemand sich auf die Ausschreibung meldete, hat die Stadt ihre Anforderungen nun weiter zurückgeschraubt. Nach einem jüngst veröffentlichten Aufruf, muss das Grundstück nun nicht mehr durchgehend gepachtet werden. Vielmehr soll es fortan auch möglich sein, das Grundstück nur tageweise zu pachten. Sollte jemand beispielsweise ein Interesse daran haben, am langen Herrentagswochenende einen Imbiss- oder Getränkestand aufzustellen, dann wäre das durchaus möglich. „Wir sind für alle Angebote offen“, sagt Rathenows Wirtschaftsamtsleiter Alexander Goldmann. Weil es für eine dauerhafte Pacht offenbar keine Interessenten gebe, wolle man wenigstens eine temporäre gastronomische Versorgung möglich machen. Auch bei der Festsetzung des Pachtzinses sei man flexibel. Dieser sei abhängig von dem eingereichten Konzept.

Mit dem Grundstück wird übrigens auch die Sanitäranlage am Bismarckturm verpachtet. Der Betreiber habe zu gewährleisten, dass diese während seines Engagements öffentlich zugänglich bleibe, so Goldmann. Außerdem habe er sämtliche Kosten, die mit der Ausführung der Gastronomie und der Betreibung der Sanitäranlage in Zusammenhang stehen, zu tragen.

Das Grundstück auf der Südseite des Bismarckturms gehört der Stadt Rathenow und ist als Sondergebiet Gastronomie ausgewiesen. Es ist rund 800 Quadratmeter groß (22 mal 38 Meter). Von der Terrasse blickt man ins Havelland und auf den darunter liegenden Spielplatz Echsenland.

Nach Auskunft von Alexander Goldmann sind auf dem Gelände Wasser- und Stromanschluss vorhanden. Außerdem sei es möglich, einem potenziellen Betreiber Mobiliar zur Verfügung zu stellen – Stühle, Tische, Schirme und ein Zelt seien vorhanden. Über die Modalitäten werde man sich dann mit dem jeweiligen Interessenten auseinander setzen.

Auf dem rund 13 Hektar großen Weinberggelände gibt es keine gastronomische Einrichtung. Ausflügler, die etwas essen und trinken wollen, müssen sich in die Stadt begeben. Oder sie nehmen den Weg über die Weinbergbrücke zum Optikpark. Dort gibt es während der Saison (17. April bis 3. Oktober) zwei Anlaufstellen: das Blaue Café und das Café Speicher. Außerdem befindet sich nebenan das Restaurant Schwedendamm, das ganzjährig geöffnet hat.

Von Markus Kniebeler

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