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Havelland Gastronomen spüren den Buga-Effekt
Lokales Havelland Gastronomen spüren den Buga-Effekt
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19:45 11.11.2016
Die Buga-Brücke in Rathenow. Quelle: Archiv
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Rathenow

In der Region gibt es viele „Wiederholer“. Wer die Plakette einmal hat, der möchte sie nicht wieder hergeben. Dort, wo das Schild „Havelländer Gastlichkeit“ an der Türe hängt, weiß der Gast, dass er gut aufgehoben ist. Denn die Restaurants, Gasthöfe und Hotels sind auf besondere Weise getestet worden.

Unangemeldet, anonym und nicht zu erkennen: wenn ein Tester eine Gaststätte betritt, dann weiß niemand vom Personal oder der Leitung des Restaurants, wer da am Tisch Platz nimmt. Und dann kommt es darauf an, dass die Leistung stimmt. Das Essen soll nicht nur schmecken, auch der Service muss in Ordnung sein – vom Betreten des Restaurants bis zur Rechnung.

Für den Tourismusverband Havelland ist der Wettbewerb ein wichtiges Merkmal, um Gastronomie- und Tourismusanbieter gut vermarkten zu können. Ines Kias, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Havelland ist zufrieden. „Mit der erfolgreichen Teilnahme an dem Wettbewerb zeigen die Gastronomen, dass sie sich mit Fragen der Qualität intensiv auseinandergesetzt haben und die Hinweise in den Auswertungen annehmen.“ Inzwischen gibt es allerdings noch weitere Themen, die für die Gastronomen wichtig sind, so Kias. „Es geht nicht nur darum, die Erwartungen der Gäste zu erfüllen. Die Nachfrage nach regionalen Produkten muss ebenso gestillt werden.“

Insgesamt haben 27 Unternehmen aus dem Havelland die blau-weiße Plakette „Gastliches Havelland“ erhalten. Zu den ersten Gratulanten gehörte Olaf Lücke, Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes Brandenburg. Ilka Schönberg hat mit dem Hotel Sonnidyll in Rathenow erst kurz vor der Bundesgartenschau drei Sterne bekommen. Zur Bundesgartenschau war das Hotel – wie fast alle anderen in Rathenow und Umgebung – voll besetzt. Doch der Boom hält an. Im Sonnidyll hat man sich auf Radtouristen spezialisiert. Zu den Sternen hat Ilka Schönberg nun die blaue Plakette und darf damit für die kommenden zwei Jahre werben.

Den Titel verteidigt hat beispielsweise das Restaurant Harlekin im Kulturzentrum. Oder das Land- und Golfhotel in Semlin. Einen Extrabonus haben Häuser, wie das Golfhotel bei so einem Wettbewerb übrigens nicht. Auch hierher kamen die Tester unangemeldet. In ganz legerer Kleidung ließen sie sich bedienen und erkundigten sich, was man rund um das Golfhotel alles erleben kann. Martina Wendt ist die Hoteldirektorin und weiß, dass diese Auszeichnung das Ergebnis einer guten Teamleistung ist. „Darauf können wir schon stolz sein.“

Ähnlich sieht das Klaus Dieter Aretz vom Gasthof Milow. Aretz hat sich zur Bundesgartenschau ebenfalls mächtig ins Zeug gelegt und für die Region geworben. Mit ihm freuten sich auch die Inhaber des Cafés Pur-Pur und die Familie Friedrich, die in der Gaststätte „Zur Stadtmauer“ ebenfalls den Titel verteidigt hat. Zu den Gewinnern gehört schließlich auch die Gaststätte „Schwedendamm“.

Die Testerinnen und Tester haben die Unternehmen nach vielen Kriterien bewertet. Ihr Testbogen umfasste 120 bis 160 Fragen. Unter die Lupe genommen wurden bei dem sogenannten Mystery Check der äußere Eindruck, Begrüßung / Empfang, Ambiente, Servicequalität, Speisen und Getränke, telefonische Reservierung, Bezahlen / Verabschiedung sowie Sauberkeit. Höher bewertet wird der Einsatz regionaler Produkte.

Ein in jeder Kategorie ermittelter Vergleichswert zeigt dem Hotelier oder Gastronomen das Ergebnis im Vergleich zum durchschnittlichen Ergebnis sowie dem besten Ergebnis in seiner Kategorie. Das Qualitätssiegel erhalten nur Betriebe, die eine Mindestpunktzahl von 76 Prozent erreicht haben.

Inzwischen zeigt sich, dass der Bundesgartenschau-Effekt auf die Gastronomie nachhaltig wirkt, sagt Olaf Lücke vom Hotel- und Gaststättenverband. „Bei der Buga im letzten Jahr hat sich das Havelland als professioneller Gastgeber und wirksamer Werbeträger der Region gezeigt. Von vielen Besuchern hörte man den Satz: Wir kommen wieder.“ Essen zu gehen, der Genuss (regional)typischer Speisen und Getränke zähle zu den fünf beliebtesten Aktivitäten von Urlaubsgästen. Die ausgezeichneten Unternehmen kennen nun ihre Stärken aber auch Schwächen.

Das Interesse am Wettbewerb ist groß. Nicht nur Restaurants sondern auch Landgasthöfe oder Ausflugslokale stellen sich dem Mystery Check.

Für die Ausgezeichneten aus der Region Rathenow bedeutet die Plakette vor allem Ansporn. Schließlich möchten alle, die Auszeichnung in zwei Jahren erneut erhalten.

Von Joachim Wilisch

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