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Geburtstagslieder nur auf Antrag

Strenger Datenschutz Geburtstagslieder nur auf Antrag

Jahrelang war es gute Tradition, dann kam ein neues Bundesmeldegesetz und zerstörte die Gewohnheit: Weil es gegen den Datenschutz verstößt, durften seit Ende 2015 im Amt Nennhausen keine Kinder mehr Senioren kommen und ihnen ein Geburtstagslied singen. Jetzt hat die Amtsdirektorin eine neue Möglichkeit dafür gefunden.

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Jetzt gibt es zu dem Kuchen auch ein Lied.

Quelle: Köster

Nennhausen. Die Kinder aus den kommunalen Kitas Nennhausen, Garlitz und Stechow dürfen in den Dörfern Senioren zum Geburtstag, Jubiläen und anderen besonderen Anlässen wieder ein musikalisches Ständchen singen. Das Amt Nennhausen hat ein Ende 2015 ausgesprochenes Singeverbot für Kitas bei Senioren zu privaten Feierlichkeiten wieder aufgehoben. „Ich glaube, wir haben eine für alle Seiten vernünftige und akzeptable Lösung gefunden“, erklärte Amtsdirektorin Angelika Thielicke in Stechow-Ferchesar den Gemeindevertreten.

Formular unterschreiben

Einfach losgehen und ein Ständchen singen, ist den Kitas aber weiterhin untersagt. Ein musikalisches Ständchen dürfen sie nur Senioren bringen, die zuvor einen solchen Wunsch in Schriftform äußern. Dafür gibt es einfaches Formular. Das Formular müssen die Senioren unterschreiben und so ihren Wunsch für eine musikalisches Kita-Ständchen zum Ausdruck bringen. Ist die persönliche Unterschrift auf dem Stück Papier, dürfen die Mädchen und Jungen ihr Liedchen trillern.

„Viele Senioren wollen zu einem besonderen Anlass von Kita- Kindern mit einem Lied beglückt werden“, erläutert Gemeindevertreterin Bianca Eichler einen in letzter Zeit von älteren Einwohnern an sie herangetragenen Wusch.

Lange Tradition

Verbunden war damit immer wieder die Frage, warum dies auf einmal nicht mehr möglich ist, obwohl dies doch eine schöne und lange Tradition hat im Dorf. „Die Senioren erwarten auch, dass Bürgermeister und Ortsvorsteher zum gratulieren kommen“, sagte Bianca Eichler und wollte von der Amtsdirektorin wissen, wie es damit gesetzlich bestellt ist. Wünsche sollte man den Senioren erfüllen, antwortete Angelika Thielicke diplomatisch.

Nach Rücksprache mit dem Fachministerium hatte die Amtsdirektorin Ende letzten Jahres den Kitas das Singeverbot auferlegt. Grund dafür waren neue Bestimmungen im Bundesmeldegesetz zum Datenschutz, die öffentliche Gratulationen nur zu runden Geburtstagen zulassen, beginnend ab dem 70. Lebensjahr und jeden weiteten fünften Jahr. Erst ab dem 100. Geburtstag darf danach jedes Jahr gratuliert werden.

Von Norbert Stein

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