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Havelland Gedenken an die Pogromnacht vor 80 Jahren
Lokales Havelland Gedenken an die Pogromnacht vor 80 Jahren
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19:04 06.11.2018
Das Mahnmal am Lindenufer in Spandau erinnert an die zerstörte Synagoge. Quelle: Kirchengemeinde
Havelland/Spandau

Vor 80 Jahren, am 9. November 1938, brannten in Deutschland Synagogen, wurden Geschäfte und viele weitere jüdische Einrichtungen geplündert und zerstört, Juden misshandelt und ins Konzentrationslager gesteckt. An die verhängnisvolle Reichspogromnacht wird auch in der Region an diesem Wochenende bei verschiedenen Gedenkveranstaltungen erinnert.

Gottesdienste in Nauen und Brieselang

So findet unter anderem in der Kirche St.Jacobi in Nauen um 18 Uhr ein Gedenkgottesdienst statt. In der Brieselanger Kirche, Karl-Marx-Straße 139, hält Pfarrer Delbrück um 19.30 Uhr eine Andacht.

Auch in Spandau wird an das Ereignis erinnert. Dort wurde vor 80 Jahren die Synagoge am Lindenufer/Kammerstraße zerstört. Am Mahnmal am Lindenufer lädt daher das Bezirksamt Spandau für Sonntag um 15 Uhr zu einer zentralen Gedenkstunde ein. Diese beginnt mit einer ökumenischen Andacht um 14 Uhr in der St. Nikolai-Kirche, Reformationsplatz 1, an der auch der Rabbinerstudent Akiva Weingarten vom Abraham Geiger Kolleg mitwirken wird.

Zentrales Gedenken am Mahnmal

Anschließend ist ein gemeinsamer Gedenkgang zum Mahnmal für die ermordeten Juden an der Sternbergpromenade/Lindenufer geplant. Neben Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde zu Berlin werden auch Vertreter aus Politik und Wirtschaft teilnehmen. Die inhaltliche Gestaltung hat der Evangelische Kirchenkreis Spandau übernommen. „Mit diesem Gedenken bezieht Spandau deutlich Stellung gegen den Antisemitismus. Gerade in der jetzigen Zeit ist es unerlässlich für Toleranz, Respekt und Menschenwürde einzustehen. Dies tun wir Spandauer gemeinsam und setzen damit ein wichtiges Zeichen“, erklärt Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank.

Mit zwei Höhepunkten musiklaischer Art trägt die Luthergemeinde zum Gedenken bei. Das Konzert „Gegen das Vergessen“ mit Chor, Orchester und Orgel beginnt am Freitag um 19 Uhr. Auf dem Programm stehen Werke jüdischer und französischer Komponisten sowie Lieder gegen den Krieg von Hans Eisler. Mit der Musik von Mendelssohn-Bartholdy und Eisler wird der Beitrag gewürdigt, den jüdische Künstler zur deutschen Kultur beigetragen haben.

Ausstellung zur Pogromnacht

Die Jugendgeschichtswerkstatt Spandau (JGW) erinnert mit mehreren Projekten an die Pogromnacht. Die JGW erarbeitete mit Schülern der Martin-Buber-Oberschule die Ausstellung „Unvergessen – Die Pogromnacht in Spandau vor 80 Jahren“, die in einem Bus präsentiert wird.

Schwerpunkt der Ausstellung sind die Biografien jüdischer Gewerbetreibender und ihrer Familien in Spandau. Ergänzt werden sie mit vielen Zeitzeugenaussagen über die Pogromnacht. Der Bus wird die Ausstellung bis Ende November zu verschiedenen Spandauer Oberschulen bringen. Die Eröffnung, der einzige öffentliche Termin, ist am Freitag um 17 Uhr auf dem Spandauer Marktplatz.

Von Danilo Hafer

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