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Havelland Angeklagter verweigert die Aussage
Lokales Havelland Angeklagter verweigert die Aussage
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18:38 12.02.2014
Quelle: dpa
Rathenow

Vor dem Rathenower Amtsgericht musste sich am Mittwoch ein 20-Jähriger wegen Sachbeschädigung in fünf Fällen und versuchter gefährlicher Brandstiftung verantworten. Der Rathenower wird beschuldigt, am 10.Juni 2012 einen Papiercontainer in Berlin-Kladow in Brand gesteckt zu haben. Knapp zwei Wochen später soll er im Keller eines Mehrfamilienhauses am Dunckerplatz in Rathenow, in dem auch der Angeklagte zum Tatzeitpunkt mit seinen Eltern und zwei Geschwistern lebte, ein Feuer gelegt haben. Des Weiteren wird der 20-Jährige verdächtigt im selben Haus am 28. Juli 2013 mehrere Brandherde gezündet zu haben.

Seit August befindet sich der Angeklagte in der Justizvollzugsanstalt in Wriezen. In Handschellen wurde er vor den Augen zahlreicher Gäste dem Richter vorgeführt. Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr, die Eltern des Angeklagten sowie Bewohner des Hauses am Dunckerplatz waren zugegen. Zu den Vorwürfen äußerte sich der 20-Jährige nicht. Um die Tathergänge zu rekonstruieren, waren mehrere Zeugen erschienen, darunter Nachbarn sowie ein Freund des Angeklagten.

Im Fall der Brände in Rathenow hatte keiner der Zeugen den Angeklagten direkt am Tatort gesehen. Beim Brand im Juni 2012 war eine Kellerparzelle in Brand gesteckt worden. Der Angeklagte will an diesem Abend auf einer Bank vor dem Haus gesessen haben, als er die Flammen im Keller bemerkte und etwa um 1.15 Uhr die Bewohner alarmierte. Zum Vorfall im Juli 2013 sagte eine Bewohnerin aus, ihr Mann habe zunächst bemerkt, dass ein Müllcontainer auf dem Hof brennt. Kurz darauf hörte sie, wie jemand in der oberen Etage am Fenster aufgeregt telefonierte und erklärte: „Sie müssen kommen und meine Familie retten mit Atemschutzmasken.“ Ein Polizeibeamter bestätigte diese Aussage. Ein Freund des Angeklagten erklärte, der 20-Jährige habe zuvor mit ihm gefeiert und sei um 1.30 Uhr angetrunken nach Hause gegangen. Um 1.52 Uhr rief er den Angeklagten an, der ihm aufgebracht mittelte, der Hausflur brennt. Kurz zuvor – um 1.50 Uhr – hatte ein Bewohner den Notruf abgesetzt.

Laut psychiatrischem Gutachten liegt beim Angeklagtem eine geminderte Intelligenz vor. Seine Eltern hatten starke Alkoholprobleme. Er selbst war bereits zweimal in psychiatrischer Behandlung. Halt und Anerkennung habe ihm der Dienst bei der Feuerwehr gegeben. Allerdings war er 2011 wegen Brandstiftung vom Dienst suspendiert worden. Eine Alkoholsucht liegt beim Angeklagten nicht vor, so der Facharzt für Psychiatrie. Allerdings führe Alkohol bei ihm zu einer erheblichen Minderung der Steuerungsfähigkeit. Eine Blutentnahme gegen 4.30 Uhr am 28. Juli 2013 ergab 1,6 Promille. Auch nach den Taten im Juni 2012 konnte ihm jeweils Alkoholgenuss nachgewiesen werden.

Nach einem vierstündigen Sitzungsmarathon beschloss der Richter, die Verhandlung zu vertagen und am 4. März fortzusetzen. Dann wird sich das Gericht die Aussagen einer Kriminalbeamtin sowie des Brandsachverständigen anhören. Zu Wort kommt auch die Jugendgerichtshilfe, bevor ein Urteil gesprochen wird.

Von Christin Schmidt

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