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Gefahr am dunklen Schulweg

Falkensee Gefahr am dunklen Schulweg

Die Anwohner der Beethovenallee und der Haydnallee fordern mehr Licht,

mehr Rad- und Gehwege und mehr Tempo-30-Bereiche. Immer mehr Autofahrer werden vor allem für Schulkinder zur Gefahr. Ohne Geh- oder Radweg und Beleuchtung ist vor allem die Haydnallee gefährlich.

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Immer mehr Anwohner, immer mehr Durchgangsverkehr: Auf der Beethovenallee von Falkensee wird es oft eng.

Quelle: Marlies Schnaibel

Falkensee. Für manche Falkenseer Kinder ist es ein waghalsiges Unterfangen, zur Schule zu kommen. Wer nördlich des Falkenhagener Sees wohnt und zur Geschwister-Scholl-Grundschule will, braucht starke Nerven. Egal, ob er über die Haydnallee oder die Pestalozzistraße unterwegs ist. Einige Kinder trauen sich, mit dem Rad zu fahren. Wie gefährlich das ist, wird morgens in der Haydnallee sichtbar.

Gefahr am Morgen

Gefahr am Morgen: Dies ist ein Schulweg mit Radfahrer.

Quelle: Marlies Schnaibel

Die Straße ist schmal und führt durch ein Waldgebiet; einen Geh- oder Radweg gibt es nicht; eine Beleuchtung ist nur in Resten vorhanden und diese Reste geben kein Licht mehr von sich. So fahren die Schulkinder wie auch andere Radfahrer auf der dunklen, engen Straße. Unter Lebensgefahr, wie besorgte Eltern und Anwohner jetzt lautstark anmerken.

Verschärft wird das Problem durch die Bauarbeiten am Spandauer Kreisel. Um die dortige Stausituation zu umgehen, auch um die ebenfalls belastete Rathauskreuzung zu meiden, nutzen immer mehr Autofahrer den Bereich von Beethovenallee, Haydnallee und Humboldtallee. „Der Verkehr hat dadurch massiv zugenommen“, fasst Anwohner Jörg Breidsprecher die Situation zusammen. Bisher ist immer mit Zahlen von 2010 operiert worden. Damals waren in den Straßen etwa 1200 Fahrzeuge am Tag unterwegs. Für eine Anliegerstraße ein recht hoher Wert, auch wenn es in Falkensee längst kein Spitzenwert ist. Nun sind aber deutlich mehr Fahrzeuge hinzugekommen. Die Stadt hat im November eine weitere Woche zählen lassen. Sie ergab eine Zunahme von einigen hundert Autos gegenüber dem Wert von vor sechs Jahren. „Deshalb muss gehandelt werden“, fordert auch Nicole von Hacht.

450 Unterschriften haben die Anwohner wurden bereits gesammelt. Dabei richten sich die Forderungen der Anwohner vor allem auf zwei Themen: Sie wollen einen Geh-Rad-Weg an der Haydnallee und sie wollen Tempo 30 in der gesamten Beethovenallee und darüber hinaus. Dort ist bisher an der Kindertagesstätte ein kleines Stück als 30er-Zone ausgestattet.

Um ihre Forderungen öffentlich zu machen, suchten die Bürger den Kontakt zu den Abgeordneten. Sie sprachen bereits in der Einwohnerversammlung. Sie haben offene Briefe geschrieben, haben den Abgeordneten per Fotos die Situation vor Augen geführt. Am Montag wollten sie im Bauausschuss zu dem Thema reden, als es um die Prioritätenliste in Sachen Geh- und Radwege ging. Aber die Abgeordneten hatten sich zuvor an anderen auch wichtigen Themen festdiskutiert, so dass es am späten Abend nicht mehr zu einer Beratung über das Gehwegthema kam. Enttäuscht waren die Anwohner abgezogen. „Wir wollen unser Anliegen auf der nächsten Beratung vortragen“, sagte Erhard Rönspieß von der Anwohnergemeinschaft, „wir lassen nicht locker.“

Handlungsbedarf sieht auch Bürgermeister Heiko Müller (SPD). „Seit Jahren nimmt der Verkehr in dem Bereich zu“, wertet er die Situation. Das Problem des fehlenden Gehwegs an der Haydnallee lässt sich aber nicht auf die Schnelle lösen, auch schon deshalb, weil der Stadt nicht alle Grundstücke gehören und weil solche Maßnahmen eine großen zeitlichen Aufwand mit sich bringen.

Das Anschrauben eines Tempo-30-Schildes geht da fixer. Aber so leicht wie gefordert geht es eben auch wieder nicht. „Es dürfte schwierig sein, die Beethovenallee auf der ganzen Länge mit Tempo 30 auszuweisen“, sagte der Bürgermeister mit Blick auf die Entscheidungen der Verkehrsbehörden. Aber über die Einschränkung in bestimmten Abschnitten muss jetzt diskutiert werden, entsprechende Anträge könne die Stadt dann stellen.

Von Marlies Schnaibel

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