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Gefahren für Havelland-Postboten

Gesundheitstag in Falkensee Gefahren für Havelland-Postboten

50 Mitarbeiter der Deutschen Post konnten sich am Mittwoch auf dem Gesundheitstag in Falkensee zu den Themen Stolperfallen und Fitness beraten lassen. Auch auch ein Sehtest und die Angebote des Betriebsarztes standen ihnen zu Verfügung. Und auch an der Feindschaft zwischen Hund und Postbote sei etwas dran, verrät ein Zusteller.

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Für Postboden ist vor allem regelmäßiges Rückentraining wichtig.

Quelle: Danilo Hafer

Falkensee. Bis zu 300 Mal steigt Postzustellerin Madeleine Schiller täglich aus ihrem Zustellfahrzeug ein und wieder aus. Welche Belastungen das für ihre Fuß- und Kniegelenke hat, konnte sie am Mittwoch auf dem Gesundheitstag im Zustellstützpunkt der Post in Falkensee untersuchen lassen. Dazu musste die 33-Jährige aus unterschiedlichen Höhen auf eine Messplatte springen, so wie sie es täglich auch aus dem Auto heraus macht. Die letzte Messung ergab eine Belastung von rund 260 Kilogramm.

Susanne Ides: Beruf des Zustellers ist witterungsabhängig

Neben der Belastung sei jeder Sprung auch eine mögliche Gefahrenquelle, vor allem, wenn das Wetter nicht mitspiele, sagte Stützpunktleiterin Susanne Iden. „Der Beruf des Zustellers ist einfach sehr witterungsabhängig und vor allem Glatteis und Matsch machen vielen zu schaffen“, sagte sie. Im Winter komme es daher auch immer wieder zu Glätteunfällen. „Wir rüsten die Fahrräder bei Schnee und Eis zwar mit Spikes aus, aber manchmal werden wir auch vom Wintereinbruch überrascht“, sagte Susanne Iden.

Madeleine Schiller meisterte den Stolperparcours ohne Probleme

Madeleine Schiller meisterte den Stolperparcours ohne Probleme.

Quelle: Danilo Hafer

Rund 220 000 Briefe werden pro Woche in Falkensee umgeschlagen und verteilt. Dazu kommen noch einmal bis zu 10 000 Pakete. Die Verteilung erfolgt sowohl mit dem Auto als auch mit dem Fahrrad. Vor allem Ablenkung führe immer wieder zu Stolperunfällen, sagte Eberhard Fenske, Fachkraft für Arbeitssicherheit. Um Unfälle im Alltag zu vermeiden, sei es vor allem wichtig, dass die Mitarbeiter immer aufmerksam seien. Insbesondere das gleichzeitige Laufen und Lesen der Adressen sei eine Stolperfalle. Denn so übersehe man schnell eine Wurzel und dann sei es schon zu spät, sagte Eberhard Fenske. Auf einem eigens aufgebauten Parcours konnten sich die 50 Mitarbeiter, die an diesem Tag in Falkensee tätig waren, für mögliche Stolperfallen sensibilisieren. „Viele Wege in Falkensee sind ja doch in einem bedenklichen Zustand“, sagte Eberhard Fenske. Daher riet er allen Zustellern, die den Parcours an diesem Tag absolvierten, die Adressen auf den Briefen möglichst noch am Zustellfahrzeug oder vor dem Haus zu lesen.

Mit der eigenen Gesundheit auseinandersetzen

Neben der Vermeidung von Unfällen ging es beim Gesundheitstag auch um die allgemeine Gesundheit der Mitarbeiter. „Wir möchten die Mitarbeiter motivieren, sich mit ihrer Gesundheit auseinanderzusetzen und sich aktiv dafür einzusetzen“, sagte Susanne Iden. Neben der Absolvierung des Stolperparcours konnten die Mitarbeiter daher auch ihren Blutdruck und Blutzucker messen lassen und einen Sehtest machen. Auch Fitnessübungen standen auf dem Programm.

Regelmäßiger Sport hilft

„Wie überall sind auch bei der Post viele Tätigkeiten einseitig“, sagt Stützpunktleiterin Susanne Iden. Durch das ständige Heben von Paketen und Kisten würden vor allem die vorderen Muskeln belast werden, erklärte Fitnesstrainer Stephan Golz. Daher sei es sinnvoll, zwei bis dreimal pro Woche Übungen für den Rücken zu machen. Für Daniel Dethloff gehört Sport schon lange zum Alltag. „Für diesen Beruf braucht man eine gewisse Grundfitness“, sagte er. Denn an einem Tag transportiere er mit seinem Fahrrad bis zu 120 Kilogramm Briefpost. „Ich bin damals auch gleich bei meiner ersten Fahrt umgekippt, weil ich es gar nicht gewohnt war, mit solch einem Fahrrad zu fahren“, sagt er.

Auch Hunde am Gartenzaun sind ein Problem

Aber auch das Klischee, Postboten und Hunde seien Erzfeinde, sei wahr. „Die wollen nur ihr Revier beschützen, aber wir kommen einfach jeden Tag wieder.“ Gebissen wurde er in all den Jahren zum Glück aber noch nicht.

Von Danilo Hafer

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