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Gefiederte Wintergäste in der Havelniederung

Singschwäne im Naturpark Westhavelland Gefiederte Wintergäste in der Havelniederung

Rund 400 Singschwäne halten sich derzeit auf überfluteten Wiesen in den Niederungen der unteren Havel zwischen Parey, Gülpe und Wolsier auf. Natur- und Landschaftsführer Martin Miethke beobachtet die Tiere und nimmt regelmäßig Besuchergruppen mit auf seine Erkundungstoruren. Dabei gibt es einen Einblick in die Klangvielfalt der Singschwäne.

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Singschwäne auf einer überfluteten Wiese in der unterren Havelniederung.

Quelle: Norbert Stein

Parey. Singschwäne gehören im norddeutschen Tiefland zu den regelmäßigen Wintergästen. Im Naturpark Westhavelland sind sie vor einigen Tagen eingetroffen. „Die Saison hat begonnen“, sagt Martin Miethke zu den aktuellen Naturereignissen an der unteren Havel. Miethke lebt in Gülpe und ist Natur- und Landschaftsführer für den Naturpark Westhavelland. Als solcher führt und begleitet er regelmäßig Besuchergruppen auf Beobachtungstouren zu den Singschwänen.

Etwa 400 Singschwäne halten sich derzeit in der Nacht auf überfluteten Wiesen in den Niederungen der unteren Havel auf, berichtet Martin Miethke von seinen Beobachtungen zwischen Parey, Gülpe und Wolsier. Tagsüber sind viele der Singschwäne auf Feldern und Wiesen in der Umgebung. Rund 100 bleiben aber auch am Tag auf den überfluteten Wiesen und bescheren ihren Beobachtern ein schönes Naturschauspiel. Singschwäne ernähren sich hauptsächlich von Wasserpflanzen. Wintergetreide steht nicht bevorzugt auf ihrem Speiseplan. Um an Land ihren Appetit zu stillen, suchen sie eher Rapsflächen auf.

Umfangreiches Stimmenrepertoire

Martin Miethke, Natur- und Landschaftsführer

Martin Miethke, Natur- und Landschaftsführer.

Quelle: Norbert Stein

Singschwäne sind sehr ruffreudige Vögel mit einem umfangreichen Stimmenrepertoire. Charakteristisch für ihren auch in den Niederungen der unteren Havel zu hörenden Ruf ist ein tiefer, nasaler Posaunenklang. Die Begrüßungs- und Triumphschreie erinnern mit ihrem „gigigi“ Flügelschlagen an die Laute von Gänsen. Ruhen sie in größeren Gruppen, ist ein ständig leises „ang“ oder ein kehliges „ga“ oder „go“ zu hören. Während des Fluges rufen sie „gra gekt“ oder ein weiches „ kü kü kü“.

„Sie singen eben“, erklärt Martin Miethke bei seinen Führungen, bei denen ab dem 2. Januar noch einige freie Plätze gebucht werden können. Ihre gelb-schwarzen Schnäbel unterscheiden die Singschwäne optisch gut von den im Naturpark Westhavelland häufiger anzutreffenden Höckerschwänen. Gänse, Silberreiher, Raufußbussarde und andere Vogelarten gehören derzeit ebenfalls zu den Wintergästen im Naturpark und machen eine Führung durch die untere Havelniederung für die Menschen erlebnisreich.

Von Norbert Stein

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