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Havelland Gefriertruhe für Nauener Tafel
Lokales Havelland Gefriertruhe für Nauener Tafel
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15:26 27.11.2015
Eileen Schröder (ehrenamtliche Mitarbeiterin, l. und Zaneta Zawer (Bundesfreiwilligendienst) sortieren Obst und Gemüse. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Nauen

Vor der Tür der Nauener Tafel in der Ritterstraße stehen schon ab halb zehn, 30 Minuten vor Öffnung, die ersten Kunden. Einige kommen aus Elstal, andere sogar aus Rathenow, die meisten aus Nauen oder den Ortsteilen. Immer mehr Rentner sind unter den Bedürftigen, die auf Lebensmittel von der Tafel angewiesen sind. „Erstens ist die Not vieler älterer Menschen größer geworden, weil die Rente nicht mehr ausreicht. Zweitens ist auch die Hemmschwelle überwunden“, weiß die Leiterin der Nauener Tafel Marina Sult.

Damit die Bedürftigen die Lebensmittel auch weiter in guter Qualität erhalten können, braucht der Verein Nauener Tafel dringend eine zusätzliche Gefriertruhe. „Eine ältere ist kaputt gegangen. Eine Reparatur lohnt nicht“, sagt die Leiterin. Also bleibt zum Kühlen der gespendeten Lebensmittel nur eine Kühlzelle auf dem Hof in der Ritterstraße, die aber nicht ausreicht.

Deshalb will die MAZ-Lokalredaktion helfen und ruft ihre Leser zu Spenden für eine neue Truhe auf. „Etwa 1000 Euro kostet so ein Gerät in entsprechender Größe“, sagt Volker Mueller, Vorsitzender des Humanistischen Freidenkerbundes Havelland, zu dem die Nauener Tafel gehört. Er hofft auf die Spendenkraft der Havelländer oder von Firmen im Sinne der finanziell nicht so gut gestellten Menschen, nicht nur im Raum Nauen. Denn in Nauen werden zwar alle Lebensmittel, die der Verein Nauener Tafel täglich von Supermärkten, vom Großhandel oder von Gewerbetreibenden abholen darf, gesammelt und sortiert, aber dann an die sieben Ausgabestellen im Osthavelland verteilt.

Sonnabends werden in Nauen generell die meisten Lebensmittel ausgegeben. Bis zu 150 Menschen kommen pro Tag in die Ritterstraße. Tendenz steigend. Obwohl drei Mitarbeiter ab 6 Uhr im Einsatz sind, schaffen sie es oft kaum , alles so vorzubereiten, dass um 10 Uhr die Türen aufgehen können. Die gesamte Ware muss sortiert, das Obst geputzt und in die Regale der Ausgabestelle einsortiert werden. „Eine Mammutaufgabe, Tag für Tag“, sagt Marina Sult. Entschädigt werden die Mitarbeiter, von denen viele ehrenamtlich mit einer geringen Aufwandsentschädigung arbeiten, dann, wenn sie den Kunden die Körbe vollpacken und ihnen ein Lächeln entlocken können. Schwierig ist es, die Menge der Lebensmittel und vor allem der zu kühlenden Waren zu kalkulieren, weil sich das innerhalb einer Stunde alles ändern könne. „Erst kürzlich rief ein Discounter aus Berlin bei uns an und sagte, wir könnten sofort Speiseeis und gefrorenen Lachs abholen, weil deren Kühlung ausgefallen ist. Dann fahren wir sofort los, holen die Sachen nach Nauen“, erklärt Marina Sult. Zeit spielt eine große Rolle, weil die Kühlkette nicht unterbrochen werden darf, sonst verdirbt alles. Deshalb sind möglichst viele Kühlgeräte nötig.

Wer sich an der MAZ-Weihnachtsaktion beteiligen möchte, kann ab sofort auf das unten stehende Konto der Nauener Tafel einzahlen. Der Verein stellt bei Bedarf Spendenquittungen aus, versichert Marina Sult. Liebe Leser, es wäre schön, wenn mit Ihrer Hilfe das Geld für die Gefriertruhe zusammenkommt und am 24. Dezember unter dem Weihnachtsbaum der Tafel liegt.

Die Kontoverbindung: Mittelbrandenburgische Sparkasse (MBS), Kontonummer: 38 10 01 08 97, Bankleitzzahl: 1605 0000, Kennwort: Tiefkühltruhe.

Von Jens Wegener

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