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Gehwege werden erneuert

Sanierung der Eisenbahnersiedlung geht weiter Gehwege werden erneuert

Die meisten Wohnungen in der Elstaler Eisenbahnsiedlung wurden bereits saniert. Jetzt will die Deutsche Wohnen AG die Nebenanlagen erneuern, obwohl die Straße noch nicht gemacht wird.

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Die Gehwege sind in einem schlechten Zustand.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Elstal. Noch immer sind viele Gebäude rings um den Karl-Liebknecht-Platz, dem Herzen von Elstal, eingehüllt. Die Dachgeschosse werden so vorbereitet, dass sie später als Wohnungen nutzbar sind. Schon einige Millionen Euro hat der Eigentümer – die Deutsche Wohnen Construction and Facilities GmbH – in die Sanierung der denkmalgeschützten Häuser in der Eisenbahnersiedlung investiert. Die Arbeiten dauern auch 2016 an.

Jetzt sollen bis zum Ende des zweiten Quartals 2016 auch die Nebenanlagen auf Vordermann gebracht werden. Sprich Gehwege, Grundstückszufahrten, Sicherheitsgrünstreifen zwischen Häusern und Straße, sowie die öffentlichen Grünanlagen werden neu hergerichtet. Für dieses Vorhaben bekommt die Deutsche Wohnen die Unterstützung der Gemeinde Wustermark. Die Gemeindevertreter stimmten dafür, sich an den Planungskosten mit 45 Prozent (etwa 15 000 Euro) zu beteiligen. Jedoch mit einigen Bauchschmerzen. Denn die Straße des Karl-Liebknecht-Platzes, die zu großen Teilen aus Kopfsteinpflaster besteht, wird aus Kostengründen vorerst wohl nicht erneuert. Was zur Folge hat, dass Teile der Gehwege gegebenenfalls bei einem späteren Straßenbau noch mal raus müssen, was die Sache unterm Strich teurer macht. Es steht zum jetzigen Zeitpunkt nicht fest, wie die Gefälle der Straße sind. Was im schlimmsten Fall bedeuten würde, dass einige Nebenanlagen noch mal komplett aufgenommen werden müssten. „Wir wissen im Moment nicht, wann die Straße an der Reihe sein wird. Aber wir können das Interesse der Deutschen Wohnen verstehen, im Zentrum von Elstal an ihren Wohnungen ein schönes Umfeld haben zu wollen,“ sagte Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos).

Die Kosten werden am Ende auf die drei Eigentümer des Areals – Deutsche Wohnen, Gemeinde Wustermark und Evangelische Kirchengemeinde Elstal – verteilt. Die Gemeinde Wustermark zahlt für die Nebenanlagen laut Straßenbaubeitragsatzung 40 Prozent der Gesamtsumme, allerdings geht die Deutsche Wohnen zunächst in Vorleistung, so dass die Gemeinde ihren Anteil erst bis Ende 2017 begleichen muss. Ob diese Konditionen auch für die Kirchengemeinde gelten, ist noch offen. Pfarrerin Heike Benzin: „Der Bürgermeister hatte mit mir schon mal über das Vorhaben gesprochen. Konkrete Absprachen oder Festlegungen mit der Deutschen Wohnen gibt es bisher nicht.“

In Abhängigkeit von der Wustermarker Haushaltslage wird Anfang 2016 entschieden, ob der Straßenbau im kommendem Jahr erledigt werden kann. „Aber wir sollten jetzt prüfen lassen, ob der aus Asphalt bestehende Teil der Fahrbahn des Karl-Liebknecht-Platzes im Zuge der Sanierung der Nebenanlagen mitgemacht werden kann“, sagte Tobias Bank (Linke). Vor allem, weil die neue Bürgerbegegnungsstätte Elstal in diesem Bereich liegt. Die Gemeindevertreter stimmten seinem Antrag zu. Sollte es auch grünes Licht für den Straßenbau geben, will die Gemeindeverwaltung die Bewohner der Eisenbahnersiedlung informieren.

Von Jens Wegener

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