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Gelände am Springberg wird Bauland

Milow (Havelland) Gelände am Springberg wird Bauland

Seit Jahren versucht die Gemeinde Milower Land (Havelland), das Gelände am Springberg zu einem Baugebiet zu entwickeln. Seit Donnerstag ist nun ein rund zwei Hektar großes Areal zum Verkauf ausgeschrieben. Gesucht wird ein Investor, der sich um die Erschließung des Gebietes und die Vermarktung der Grundstücke kümmert.

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Der Mann hat einen Plan: Gemeindebürgermeister Felix Menzel vor dem Springberg-Gelände, das bebaut werden soll.

Quelle: Christin Schmidt

Milow. Das nennt man einen langen Atem. Seit mehr als 20 Jahren versucht die Gemeinde Milower Land, das Gelände am Springberg zu einem Baugebiet zu entwickeln. Und tatsächlich kann nun ein erster Teilerfolg vermeldet werden. Seit Donnerstag ist ein rund zwei Hektar großes Areal zum Verkauf ausgeschrieben. Gesucht wird ein Investor, der sich um die Erschließung des Gebietes und die Vermarktung der Grundstücke kümmert.

Nach Auskunft von Felix Menzel, Bürgermeister der Gemeinde Milower Land, teilt sich das zum Verkauf stehende Grundstück in 0,7 Hektar Wohnbauflächen (Allgemeines Wohngebiet mit zwei zulässigen Vollgeschossen) und 1,3 Hektar gemischte Bauflächen (Mischgebiet mit einem zulässigem Vollgeschoss) auf. Bei einer durchschnittlichen Grundstücksgröße von rund 550 Quadratmetern könnten nach Auskunft des Bürgermeisters 36 Eigenheim-Parzellen neu entstehen.

Zwar sind die Vermarktungspläne, wie eingangs erwähnt, gut zwei Jahrzehnte alt. Wegen schwieriger Eigentumsverhältnisse lagen sie aber zwischenzeitlich lange auf Eis. In einem mühseligen Prozess, in dessen Zuge Grundstücke getauscht und umgelegt wurde, erwarb die Gemeinde das nun zum Verkauf stehende Areal. Und schaffte so die Voraussetzung für eine einheitliche Entwicklung.

Auch in anderer Hinsicht ebnete die Gemeinde den Weg für die Aktivierung der Brachfläche. Nach Beschluss der Gemeindevertretung soll die unbefestigte Kreuzstraße, über die man zum Springberg gelangt, ausgebaut werden. Auch den Kreuzungsbereich zur Bahnhofstraße wird die Kommune herrichten lassen. Die innere Erschließung hingegen soll auf Kosten und in Regie des Investors erfolgen – so steht es in dem Ausschreibungstext.

Damit die Brache nach dem Verkauf keine Brache bleibt, wird der künftige Investor verpflichtet, das Gebiet spätestens zwei Jahre nach dem Kauf zu bebauen und auch die Straßen nach den Vorgaben des B-Plans anzulegen.

Felix Menzel ist anzumerken, dass er sich darüber freut, in Sachen Springberg endlich etwas erreicht zu haben. Seit einiger Zeit werde er von Bürgern, die ein Eigenheim errichten wollen, gefragt, wann die Grundstücke am Springberg in den Verkauf gehen. Bauwillige können sich nun bei der Gemeinde vormerken lassen. Diese Listen würden dem künftigen Investor zugestellt.

Die Befürchtung, auf dem Gelände sitzen zu bleiben, hat Menzel nicht. Im gesamten Westhavelland entwickele sich so etwas wie ein Bauboom. Viele Gemeinden allerdings könnten die Nachfrage nicht befriedigen, weil sie schlicht nicht über entsprechende Baugrundstücke verfügten. Milow dagegen sei in der glücklichen Lage mit dem Springberg ein Gelände zu besitzen, das sich hervorragend für eine Bebauung eigne – zentral gelegen und gleichzeitig sehr ruhig. Mit dem 2001 in Kraft getretenen B-Plan seien außerdem die rechtlichen Voraussetzungen für eine Bebauung geschaffen worden.

Der Verkauf der Fläche soll erst der Anfang sei. Der gesamte Springberg ist über 11 Hektar groß. Felix Menzel hofft, dass die Erschließung des genannten Teilbereichs ein Signal ist für die Entwicklung des gesamten Areals. Allerdings befindet sich dieses nicht im Besitz der Gemeinde.

Aufruf an Investoren

Die Ausschreibung ist ein zweistufiges Verfahren. In der laufenden Phase wird um Interessenbekundung gebeten. Interessierte Investoren finden alle benötigten Informationen unter www.bund.de, Ausschreibung, Suchbegriff Wo: 14715.

Umfassende Unterlagen (B-Plan, Umfang der Bauverpflichtung u.s.w.) können bei der Gemeinde unter tiefbau@milowerland.de kosten abgefordert werden. (Mail oder postalischer Versand).

Von Markus Kniebeler

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