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Havelland Geld für Sanierung der Dorfkirche bewilligt
Lokales Havelland Geld für Sanierung der Dorfkirche bewilligt
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18:20 04.07.2016
Akteure des Fördervereins zur Erhaltung der Kirche
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Ferchesar

Die Freude ist groß in Ferchesar: Für diesen Moment haben sich viele Einwohner, die Evangelische Reformationsgemeinde Westhavelland und der Förderverein zur Erhaltung der Dorfkirche Ferchesar viele Jahren engagiert. Nun ist er eingetroffen im Dorf, der Fördermittelbescheid zur Sanierung der Kirche Ferchesar. Das Land Brandenburg unterstützt das Vorhaben mit 287 000 Euro Fördermittel aus dem europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Die Sanierung der Dorfkirche Ferchesar ist ein Leader-Projekt. Die Förderung beträgt 75 Prozent. Die zur Förderung aufzubringenden 100 000 Euro Eigenmittel sichert die Kirchengemeinde. Somit stehen insgesamt rund 390 000 Euro für die Sanierung zu Verfügung. Baubeginn ist im August.

„Unsere ausdauernde Arbeit wurde belohnt“, sagt Matthes Mustroph, 2. Vorsitzender des Kirchenfördervereins, froh gelaunt, als er den Fördermittelbescheid bei einem gemeinsamen Treffen von Akteuren für den Erhalt der Dorfkirche präsentiert. Aber schon der Förderverein mit derzeit 40 Mitgliedern allein ist eine Erfolgsgeschichte.

Kirche als Ort der Begegnung

2006 gegründet organisiert er seither regelmäßig Konzerte, Buchlesungen und andere kulturelle Veranstaltungen in der Kirche. Das Ziel der Aktionen: Aufmerksamkeit zu wecken für die dringend notwendige Sanierung des Gotteshauses. So ist der erstmals 1735/37 errichtete barocke Fachwerkbau heute wie eh und je ein Ort kirchlicher Veranstaltungen, aber auch der kultureller Mittelpunkt von Ferchesar. Oder wie Matthes Mustroph sagt: „Die Kirche ist unser größter und oft genutzter Veranstaltungsraum im Dorf“ . Der Heimatverein Ferchesar habe daran einen erheblichen Anteil, hebt der Vorsitzende des Fördervereins, Ralf Kuberski, hervor.

Sanierung gesichert: Die Dorfkirche Ferchesar. Quelle: Norbert Stein

„Die Kirche steht nicht nur im Zentrum des Dorfes, sie ist auch zum gesellschaftlicher Mittelpunkt von Ferchesar“, betont Ortsvorsteher Lorenz Rauser bei dem Treffen in der Kirche, deren Außenhülle nun in absehbarer Zeit von einem Baugerüst umstellt wird. „Die in den kommenden Monaten zu erledigenden Arbeiten sind umfangreich“, erklärt Andreas Tutzschke, Vorsitzender der Evangelischen Kirchengemeinde Westhavelland, zu der Ferchesar gehört. Die Neueindeckung der Turmhaube, die Erneuerung der Gesimsverblechungen, Reparaturen am Holztragwerk, die Überarbeitung von Stuckelementen und Maßnahmen gegen Hylotxbelastung gehören zu den Sanierungsarbeiten am Kirchturm. Ebenfalls saniert wird das Kirchenschiff mit einer Erneuerung der Dacheindeckung, der Überarbeitung von Verputzen, Mauerwerksverfugungen, Sockelausbesserung und weiteren Bauarbeiten. Im Kirchenraum werden Reparaturen an hölzernen Einbauten vorgenommen und Hylotoxbelastungen beseitigt.

Im September 2017 sollen alle Sanierungsarbeiten erledigt sein. Doch danach gibt es noch mehr zu tun. Die Kirche muss im Inneren noch renoviert werden und einige weitere Arbeiten sind auch noch zu erledigen. Etwa 100 000 Euro sind dafür nochmals aufzubringen, schätzt der Vorsitzende der Kirchengemeinde und setzt bei der Beschaffung des Geldes auf die weitere tatkräftige Unterstützung des Fördervereins.

Dorffest am 5. und 6. August

Am ersten Wochenende im August findet das Dorffest Ferchersar statt.

Eröffnet wird das Dorffest am Freitag, dem 5. August, um 19 Uhr mit einem Konzert des Heimatchores Ferchesar in der Kirche. Am Samstag (6. August) wird ab 14 Uhr auf dem Platz vor der Kirche gefeiert, mit Aktionsständen und einer großen Kaffeetafel.

Organisiert wird das Dorffest gemeinsam vom Ferchesarer Ortsbeirat, dem Heimatchor, dem Förderverein zur Erhaltung der Kirche und weiteren Helfern.

Von Norbert Stein

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