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Havelland Geld für neue Brücke über die Dosse
Lokales Havelland Geld für neue Brücke über die Dosse
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16:01 19.03.2018
Die alte marode Dossebrücke bei Rübehorst soll in diesem Jahr durch einen Neubau ersetzt werden. Quelle: Norbert Stein
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Rathenow

Die Dossebrücke bei Rübehorst hat in absehbarer Zeit ausgedient. Die Gemeinde Großderschau als Eigentümerin beabsichtigt, das marode Bauwerk durch einen Brückenneubau zu ersetzten. Sie bemüht sich schon seit Jahren um eine Lösung für eine neue Überquerung, die Teil der Straße ist, die Rübehorst als Ortsteil der Gemeinde Großderschau mit Buchhorst und Rhinow verbindet. Gescheitert ist das Vorhaben bisher am Geld.

Doch nun ist die Finanzierung gesichert. Die Gemeinde wird für den Brückenneubau vom Land aus dem europäischen Leader-Topf Fördermittel bekommen. Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Havelland hat dem Förderantrag bereits zugestimmt. Die Bauverwaltung des Amtes Rhinow wird nun die Planungsleistungen für den Brückenneubau zur Vergabe ausschreiben. Liegt die Planung vor, wird das Amt Rhinow die Unterlagen beim Landesamt für Ländliche Entwicklung einreichen und damit die Bewilligung und Auszahlung der EU- Fördermittel beantragen.

„Den Antrag werden wir bis spätestens Mitte dieses Jahres beim Landesamt einreichen“, erklärt die Rhinower Bauamtsleiterin Birgit Schmidtke. Möglichst noch im Sommer sollen die Bauarbeiten für die neue Brücke beginnen. Bis Jahresende sollen sie weitestgehend abgeschlossen sein. Alles wird 2018 aber wohl nicht zu schaffen sein. Einige Restarbeiten könnten sich bis in das Jahr 2019 hineinziehen.

Für den Brückenneubau sind rund 943 000 Euro veranschlagt 708 000 Euro sind als Förderung eingeplant. Die Gemeinde muss 235 000 Euro aufbringen. Stemmen wird Großderschau die Eigenmittel mit Hilfe des gemeinsamen Investitionsfonds der Gemeinden des Amtes Rhinow. Aus diesem Gemeinschaftstopf wurden 2017 bereits vorsorglich 107 000 Euro für den Brückenneubau eingestellt. 2018 wird Großderschau nun noch eine weitere finanzielle Unterstützung aus dem Gemeinschaftsfonds für den Brückenbau bekommen.

Der Neubau ersetzt eine marode Brücke über die Dosse. Gebaut wurde diese 1984 als Behelfsbrücke zur militärischen Nutzung für die Dauer von drei Jahren. Zivilen Fahrzeugen mit einem Gesamtgewicht von bis zu 15 Tonnen wurde die Nutzung der Brücke für 20 Jahre gestattet, wenn sie regelmäßig technisch überprüft wird. Die begrenze Nutzungsfrist ist nun schon über ein Jahrzehnt abgelaufen. Weil die Brücke immer nur als Behelf diente und eine Grundsanierung unrentabel wäre, ist nun ein Neubau erforderlich. Benötigt wird die Brücke für die Ortsverbindungsstraße, für den Schulbusverkehr in die Dörfer sowie zur Erschließung der Weide- und Ackerflächen nördlich und südlich der Dosse. Die Brücke dient zudem als Zufahrt für die beiderseitig der Dosse verlaufenden Dammwege und der Deichsicherung bei Hochwasser. Bei weitem nicht zuletzt ist sie Teil überregionaler Radwege und hat damit auch für den Tourismus Bedeutung.

Von Norbert Stein

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