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Geldregen für Rhinow und Nennhausen

Großderschau Geldregen für Rhinow und Nennhausen

Finanzminister Christian Görke hat den Ämtern Rhinow und Nennhausen bei einem Besuch in Großderschau Geld für die Sanierung von Schulen in Aussicht gestellt. Rhinow soll aus dem Konjunkturprogramm für finanzschwache Kommunen rund 190 000 Euro erhalten, Nennhausen kann mit fast 250 000 Euro rechnen.

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Finanzminister Christian Görke (2. v. li.) zu Besuch auf dem Kolonistenhof Großderschau.

Quelle: Foto: Norbert Stein

Großderschau. Großzügige Geschenke hatte Finanzminister Görke bei einem Besuch auf dem Kolonistenhof in Großderschau mitgebracht. Das Amt Rhinow hat gute Chancen, Fördergeld in Höhe von 192 000 Euro zu erhalten, das Amt Nennhausen kann sogar mit 245 000 Euro rechnen. Das Geld stammt aus dem Kommunalinvestionsfördergesetz II des Bundes für finanzschwache Kommunen. Es ist für die Sanierung der Schulinfrastruktur bestimmt. Als dritte Kommune im Westhavelland soll die Stadt Rathenow rund 2,6 Millionen Euro aus dem Programm erhalten (MAZ berichtete). Voraussetzung für den Geldsegen ist, dass das Landeskabinett am 12. Dezember einer entsprechenden Beschlussvorlage zustimmt.

Gefördert werden mit dem Kommunalinvestitionsfördergesetzes II in Brandenburg voraussichtlich sechs Landkreise, 64 Städte und Gemeinden, ein Schulverbund sowie fünf Ämter, zu denen Rhinow und Nennhausen gehören. Die Förderperiode endet 2022.

„Investitionen in die Bildung sind notwendig und wichtig“, sagte der Rhinower Amtsdirektor bei dem Treffen mit dem Finanzminister. Die Erneuerung der elektrischen Anlagen der Kleinen Grundschule Hohennauen und die Sanierung des Schulsportplatzes Rhinow nannte er als mögliche Projekte, die das Amt mit Hilfe der Förderung endlich realisieren könnte. Die zur Erlangung des Fördergeldes nötigen zehn Prozent Eigenanteile aufzubringen, sieht der Amtsdirektor nicht als unlösbares Problem. „Dafür haben wir den gemeinsamen Investitionsfonds der Gemeinden des Amtes“, sagte er. Dass die Gemeinden des Amtes Rhinow ihre Investitionsmittel in einen Topf geben, um daraus Infrastrukturprojekte und Vorhaben in den Dörfern zu finanzieren, ist für Görke ein gutes Beispiel kommunaler Zusammenarbeit.

Damit war Görkes freundliche Mission in Großderschau aber noch nicht beendet. Er nutzte den Besuch, um sich auf dem Gelände des Kolonistenhofs umzusehen. Jörg Dietrich Thiele vom Heimatverein Großderschau erinnerte an die Anfänge des Museumsprojekts. „Vor 17 Jahren haben wir das in Berlin-Steglitz abgebaute und eingelagerte Taubenhaus nach Großderschau geholt und auf dem Kolonistenhof aufgestellt“, erzählte er Brandenburgs Finanzminister. Das Taubenhaus und ein Ziehbrunnen gehörten zu den ersten Ausstellungstücken auf dem Außengelände. Pflüge, Erntemaschinen und andere Geräte kamen hinzu. Aus dem Außengelände wurde der Kolonistenhof mit altem Handwerk und landwirtschaftlicher Geschichte.

Bis zu 4000 Besucher besichtigen jedes Jahr den Kolonistenhof. Der Heimatverein Großderschau mit derzeit 54 Mitgliedern sorgt für Leben auf dem Museumsgelände, dessen Unterhaltung und Ausbau. Den Bauerngarten und die Remise nannte Heimatvereinsvorsitzende Helga Klein als Beispiele aus den letzten drei Jahren für eine kontinuierliche Entwicklung des Kolonistenhofes zum Touristenmagneten.

Doch die Zeit hinterlässt ihre Spuren. Das Taubenhaus und der Ziehbrunnen müssen restauriert werden. Zudem plant der Heimatverein eine Terrassenüberdachung, damit Besucher auch vor der Remise das Flair des Kolonistenhofes genießen können. Dafür ist Geld nötig. Finanzieren kann der Heimatverein die drei Vorhaben nun mit Hilfe einer Förderung aus Lottomitteln. Dafür übergab Christian Görke bei seinem Besuch einen 3600-Euro- Scheck an die Vorsitzende des Heimatvereins. Die zur Förderung notwendigen 400 Euro Eigenmittel sichern die Kolonistenakteure aus ihrer Vereinskasse.

Von Norbert Stein

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