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Havelland Geldschalter: Landrat will bei MBS nachhaken
Lokales Havelland Geldschalter: Landrat will bei MBS nachhaken
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18:00 22.11.2017
Eine Mitarbeiterin erklärt, wie der Auszahlungsschalter funktioniert. Quelle: Joachim Wilisch
Rathenow

Nachdem die Mittelbrandenburgische Sparkasse in den Filialen auch im Landkreis Havelland Aus- und Einzahlungen am Geldschalter abgeschafft hat, regt sich im Westhavelland Protest. Zunächst trat der Seniorenrat der Stadt Rathenow mit einem offenen Brief an den Vorstand der MBS heran. Insbesondere ältere Kunden seien verunsichert, wenn sie den Geldauszahlungsautomaten benutzen sollen. Auch die Partei Die Linke forderte, die Geldschalter wieder zu öffnen.

Matthias Kremer ist dort Marktdirektor der MBS und kann die Ängste verstehen und hat bereits Kontakt zum Seniorenrat gesucht. „Wir haben volles Verständnis dafür, wissen aber aus Erfahrung, dass diese Vorbehalte unbegründet sind“, sagt er. Es sei in erster Linie eine Sicherheitsentscheidung, das Geld nur noch im Automaten zu lagern. Wenn ein Kunde seine Geheimzahl nicht wisse, dann könne ein Mitarbeiter die Auszahlung am Schalter mit einer Extrakarte ohne PIN auslösen.

Kremer erinnert: „Die Umstellungen verlaufen abschnittsweise seit dem Jahr 2014.“ Begonnen wurde im Landkreis Potsdam-Mittelmark. In den Jahren 2015-2017 waren Teltow-Fläming, Dahme-Spreewald sowie die Städte Potsdam und Brandenburg an der Havel an der Reihe. „In all diesen Gebieten hat sich gezeigt, dass der Umgang mit dem Geldautomaten eine Gewöhnungssache ist“, sagt Kremer. Bereits vor dieser Veränderung wurden weit über 90 Prozent aller Geldauszahlungen über die Automaten in den MBS-Filialen abgewickelt, so Kremer. „Nun haben wir das Angebot ausgeweitet. Die Automaten sind für Ein- und Auszahlungen ausgerüstet und nehmen sowohl Hart- als auch Papiergeld.“

Der Hinweis des Seniorenrates, Geldautomaten seien für ältere Leute schwer zu bedienen, werde ernst genommen, so Kremer. „Bei Berührungsängsten mit der Technik oder bei eingeschränkter Mobilität helfen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gern und erklären alle Vorgänge.“Wenn gewünscht kommen die Mitarbeiter mit den Kunden zu dem Automaten.

Keineswegs sei die Umstellung ein Zeichen, dass man die Kunden nicht in der Geschäftsstelle sehen wolle. „Aber“, so Matthias Kremer, „wir müssen auf Sicherheitsaspekte achten. Zudem erledigen Kunden ihre Bankgeschäfte verstärkt online. Insgesamt halte die MBS ein flächendeckendes Geschäftsstellen- und Automatennetz vor mit über 150 Geschäfts- und Selbstbedienungsstellen sowie 230 Geldautomaten und zwei Geschäftsstellen auf Rädern.

Landrat Roger Lewandowski (CDU) sitzt im Verwaltungsrat der Mittelbrandenburgischen Sparkasse. „Der Wunsch des Seniorenrates ist verständlich und nachvollziehbar.“ Die Sparkasse indes stehe vor der Herausforderung, sich in Zeiten von Veränderungsprozessen, geändertem Kundenverhalten und neuen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen neu aufzustellen. „Alle Betroffenen müssen jedoch in diesem Veränderungsprozess mitgenommen werden“, so Lewandowski.

Er werde das Thema noch einmal ansprechen und sich für einen Dialog zwischen dem Seniorenrat und der Sparkasse stark machen.

Von Joachim Wilisch

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