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Havelland Geliebt, geliebter, Sandmännchen
Lokales Havelland Geliebt, geliebter, Sandmännchen
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08:29 30.12.2015
Das Sandmännchen zog die meisten Besucher an. Quelle: Peter-Paul Weiler
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Falkensee

Das Sandmännchen ist unsterblich. Davon profitiert auch das Falkenseer Museum. Die Ausstellung „Sandmann im Märchenland“ erwies sich in diesem Jahr als Besuchermagnet. Insgesamt kamen seit Januar 7000 kleine und große Besucher ins Museum, das waren 1500 mehr als im Jahr zuvor.

Die steigende Zahl freut die Museumsmitarbeiter sehr, kam sie doch zustande, obwohl das Haus wegen notwendiger Renovierungsarbeiten eine Zeit geschlossen war. „Eine gute Saison“, schätzt Museumsleiterin Gabriele Helbig ein. Die erfolgreichste Ausstellung in der Museumsgeschichte, wenn es um den Verkauf von Kunstobjekten ging, war die Sammlung von Ottilie Ehlers-Kollwitz. „Die Kombination aus regionaler Geschichte und überregionaler Kunst erwies sich als besonders interessant“, sagt die Museumsfrau. Ottilie Ehlers war Zeichnerin und Illustratorin, sie stammte aus Finkenkrug und war die Schwiegertochter von Käthe Kollwitz. „Die Ausstellung war eine Überraschung.“

Eine Überraschung war auch die Schau mit Arbeiten der Medienkünstlerin Monika Funke-Stern. Videokunst verkauft sich nicht so leicht, lockte aber mehr Besucher an als die Zeichungen von Ottilie Ehlers-Kollwitz. Auf solch spannende Mischung von Konventionellem und Ungewöhnlichem, von Städtischem und Überregionalem setzt das Museum auch mit seinem Programm für 2016. Ein Hingucker besonderer Art ist dabei für den 27. August angekündigt. Die 6. Open-Air-Kino-Sommernacht in Falkensee bietet den Defa-Klassiker „Die Legende von Paul und Paula“. Wie immer bei der Kinonacht führt eine Spur nach Falkensee. „Die Hauptrolle machte Angelica Domröse bekannt. Aber in dem Film spielt auch Eva-Maria Hagen mit, und die wohnte viele Jahre in Falkensee“, erklärt die Museumsleiterin.

Museum und Garten bilden eine Einheit. Quelle: MAZ

Künstlerisch wird der Bogen im kommenden Jahr weit gespannt. Noch bis Ende Februar läuft die Druckgrafik-Schau. Danach folgt Malerei der Falkenseer Malerin Vanessa von Wendt. Mit Rainer Gottemeier kommt ein Lichtkünstler ins Museum, der für jeden Raum des Hauses eine eigene Installation schaffen will, Gottemeier lebte lange in Schönwalde-Glien und ist deutschlandweit für seine originellen Arbeiten bekannt. Mit Ludvik Glazer-Naudé kommt zum Jahresende ein überegional geschätzter Maler und Illustrator zu Ehren. Gezeigt werden seine Originalbilder zu Märchenbüchern.

Einem ernsten Thema widmet sich die historische Ausstellung „Terror in der Provinz Brandenburg“, die über frühe Konzentrationslager in der Region berichtet, darunter Börnicke im Havelland.

Geschichtlich gesehen geht das Falkenseer Museum im nächsten Jahr weit zurück. Über den Beginn der Herrschaft der Hohenzollern über Brandenburg spricht im Februar Lutz Partenheimer, der an der Universität Potsdam eine Professur für Geschichte des Mittelalters innehat. Um „Falkensee: Flüchtlinge, Heimkehrer, Kriegsgefangene – der Aufbau nach 1945“ geht es bei den 5. Falkenseer Museumstagen am 21. und 22. Mai.

Fortgesetzt werden im nächsten Jahr bekannte Veranstaltungsreihen: die Neuzugänge des Museums werden vorgestellt, Klaus Sanders lädt zum Stadtspaziergang nach Berlin ein, der Museumslehrer ist aktiv, „Museum aus dem Koffer“ geht auf Reisen, ein Tag der brandenburgischen Orts- und Regionalgeschichte wird organisiert.

Von Marlies Schnaibel

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