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Havelland Gemalte Liebe zum Havelland
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06:40 18.08.2016
Christine Link im Garten der Galerie Schneeweiß von Falkensee Quelle: Marlies Schnaibel
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Falkensee

Havelland, Havelland, immer wieder Havelland. Es wird Christine Link nicht langweilig, die Landschaft zu malen, in der sie seit mehr als fünfzig Jahren lebt. Selbst die Wiese hinter ihrem Haus in Schönwalde, die hat sie wohl hundert Mal gemalt, wird immer wieder Motiv für die Künstlerin. „Das wird mir nicht über“, sagt sie, „ich bekomme immer wieder neue Eindrücke, treffe auf andere Lichtverhältnisse, andere Stimmungen.“ Von den Ergebnissen dieser Begegnung mit der Natur können sich die Besucher der Falkenseer Galerie „Schneeweiß“ überzeugen. In der Ausstellung „Mal Farbe – mal Ton“ zeigt Christine Link ihre neuen Arbeiten.

Schönwalde Wiesen, Perwenitz im Abendlicht, Gewitter über Havelwiesen, Landschaft bei Kriele – mit kräftigem Kolorit fängt Christine Link die Landschaft ein. Öffnet beim Betrachter den Blick für die Schönheit der Wiesen und Felder. „Wenn ich mit dem Fahrrad fahre, komme von Düttchenshöh nach Perwenitz, das ist herrlich“, schwärmt die Malerin, „da sehe ich die Weite, es ist vertraut und doch immer wieder neu.“

Sie selbst ist zwischen Staffelei und Bildern aufgewachsen. Ihr Vater war einer der ersten Studenten und sogar Meisterschüler, die es nach dem Krieg an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee gab. Oft ging er mit seiner kleinen Tochter in Ausstellungen, sie selbst malte früh. „Den Geruch von Ölfarbe mag ich bis heute“, erinnert sie sich an die Stunden in der Malstube des Vaters. Die Eltern hatte ein Wochenendgrundstück in Schönwalde, dorthin zog die Familie 1965. Nach der Schule schlug Christine Link den gleichen Berufsweg wie ihre Mutter ein: Sie wurde Kunsterziehungslehrerin, unterrichtete ein Vierteljahrhundert an der Schule in Staaken, später war sie in der Erwachsenenbildung tätig.

Neben der Arbeit füllte die Kunst immer auch ihre Freizeitstunden. Als im Falkenseer Kulturhaus in der Mainstraße ein Keramikzirkel gegründet wurde, war sie dabei. Das war in den 70er-Jahren. „Mich drängte es zur dreidimensionalen Arbeit“, erinnert sie sich, aber sie denkt auch an die Schwierigkeiten zurück, den passenden Ton und die Brennmöglichkeiten zu ergattern. Irgendwie zerbröselte der Kurs und Christine Link kam zum Malzirkel des Hennigsdorfer Stahlwerkes. Eine fast schicksalhafte Begegnung, denn die Freundschaft zum Dozenten Uwe Beckmann aus Bergfelde hält bis heute. Beckmann öffnete ihr den Weg zu ihrer ausdrucksstarken Landschaftsmalerei, über den Schönwalder Kreativ-Verein ist sie noch heute seine Schülerin.

Längst gibt Christine Link ihre Kenntnisse auch an andere weiter. In regelmäßigen Workshop sammelt sie Interessierte, die sich im westhavelländischen Kriele treffen. Frauen aus Falkensee, Schönwalde, Potsdam, Rathenow und Premnitz sind dazwischen und entdecken ihr kreatives Potenzial. In diesem Frühsommer wurde auch in Görne gemalt. Eines Tages kam ein Mann mit dem Fahrrad zu ihnen gefahren, der Ortsvorsteher hatte die malenden Frauen einige Tage beobachtet, nun fragte er, ob die Bilder in der Kirche gezeigt werden können. Dafür wird noch ein geeigneter Termin gesucht, sagt Christine Link. Auch im Fintelmannhaus Senzke waren die Bilder ihrer Malgruppe schon zu sehen.

Christine Link ist Lehrerin und Schülerin in einem. Vor allem bei der Aquarelltechnik sieht sie sich als Suchende, hat in diesem Jahr selbst einen Kurs bei einem renommierten Maler besucht. Nicht stehenbleiben, bei dem, was man kann, lautet ihr Credo. Das gilt auch für die Arbeiten mit dem Ton. Nach ihren Anfängen in den 70er-Jahren hatte sie sich lange nicht mit der Keramik beschäftigt. Als aber der Schönwalder Kreativ-Verein, zu dessen Gründern sie gehörte, einen Brennofen kaufte, entdeckte sie dieses Genre wieder. Wie in der Malerei ist auch hier Grün-blau ihre Lieblings-Farbkombination. Gerne arbeitet sie an der Grenze zwischen Gefäß und Plastik, baut ihre Schalen und Vasen wie Skulpturen. Und schon wieder hat sie Neues im Blick: Mit Keramik-Kollegen aus dem Kreativ-Verein wollen sie sich an einem Raku-Brand versuchen.

Die Ausstellung in der Galerie Schneeweiß, Poststraße 35 von Falkensee, wird bis Ende September gezeigt.

Von Marlies Schnaibel

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