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Gemeinde behält 100 Jahre altes Mietshaus

Strodehne Gemeinde behält 100 Jahre altes Mietshaus

Die Gemeindevertreter von Havelaue hätten das Haus in Strodehne (Havelland), das der Kommune gehört, gerne verkauft. Doch der Ortsbeirat des Dorfes plädiert dafür, die Immobilie für soziales Wohnen zu behalten. Nun muss das Gebäude schrittweise saniert werden.

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Dieses Haus soll schrittweise saniert werden.

Quelle: Norbert Stein

Strodehne. Rund 100 Jahre alt ist das Haus Kleindorf 11 in Strodehne. Eigentümerin ist die Gemeinde Havelaue, zu der neben Strodehne die Ortsteile Parey, Spaatz, Gülpe und Wolsier gehören. Von den drei Wohnungen im Haus ist derzeit eine vermietet.

Noch mit Ofenheizung

Die beiden leer stehenden Wohnungen sind nur schwer zu vermieten. Zu tun hat das mit dem Zustand der Immobilie insgesamt. So befindet sich in den Wohnungen noch eine Ofenheizung. Eigentlich müsste das Gebäude umfassend saniert werden – von Grund auf. Diese umfassende und notwendige Gesamtsanierung des Hauses würde die Gemeinde 245 000 Euro kosten. Die Gemeinde hat das Geld nicht.

Geld reicht nicht

Selbst für eine Teilsanierung würde es nicht reichen, auch die kostet immer noch 118 000 Euro. Wie soll es also weitergehen mit dem Haus und sollte die Gemeinde überhaupt Eigentümerin bleiben oder besser das Mietshaus verkaufen? Darüber diskutieren die Gemeindevertreter von Havelaue schon eine ganze Weile und zeitweilig sehr kontrovers. Nun haben die Abgeordneten sich entschieden und sind dem Wusch des Ortsbeirates von Strodehne gefolgt. Das Haus wird nicht verkauft. Rein wirtschaftlich betrachtet wäre ein Verkauf allerdings sinnvoll gewesen.

Gemeinde will „Soziales Wohnen“

Die Kommune sollte aber das Haus für soziales Wohnen behalten, plädierten die Ortsbeiratsmitglieder Edeltraud Massow, Marko Paproth und Christian Freitag vor der Abstimmung auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung. 48 000 Euro liegen derzeit auf einem Verwalterkonto. Das Geld entstammt den Mieteinnahmen. Dieser Betrag soll für die notwendigsten Arbeiten eingesetzt werden, war ein weiterer Vorschlag des Ortsbeirates, der nach dem Einbau einer neuen Heizung Chancen sieht, eine weitere Wohnung vermieten zu können.

Vorerst neue Therme

Sollte sich in einigen Jahren wieder Geld auf dem Verwalterkonto befinden, könnten weitere Sanierungsschritte im Haus erfolgen, schlug der Ortsbeirat zur Perspektive vor. Der Minimalsanierung hat die Gemeindevertretung zugestimmt. Das auf dem derzeit vom Verwalterkonto zu Verfügung stehende Geld soll für die Umstellung der Heizung auf Gasthermen, einen Gasanschluss und neue Elektroinstallationen eingesetzt werden.

Ein Kompromiss

Bürgermeister Guido Quadfasel sieht den einstimmig gefassten Beschluss als eine Kompromissentscheidung der Gemeindevertretung gegenüber dem Strodehner Ortsbeirat. Auch für weitere Sanierungsarbeiten können nur Einnahmen aus Mieten eingesetzt werden. „Die Gemeinde kann und wird aus ihrem eigenen Haushalt kein Geld für das Haus im Ortsteil Strodehne geben“, so Quadfasel abschließend.

Von Norbert Stein

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