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Havelland Gemeinde erarbeitet neue Kita-Satzung
Lokales Havelland Gemeinde erarbeitet neue Kita-Satzung
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09:57 28.02.2018
Die neue Kita-Satzung für das Milower Land soll unter anderem auch eine Qualitätssteigerung bringen, so wünscht es sich der Bürgermeister. Quelle: DPA
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Milower Land

Gut 17 Jahre alt ist die Kita-Satzung der Gemeinde Milower Land. Nun soll das Papier überarbeitet werden. Das hatte Bürgermeister Felix Menzel (SPD) bereits Ende letzten Jahres angekündigt. „Wir haben eine recht alte Satzung, die wir regelmäßig geprüft, aber nicht geändert haben“, erklärt Menzel und spricht von einer langen Phase in der es rechtliche Unsicherheiten gab.

„Mit dem Urteil zu Rathenow ist nun klar, was in eine solche Berechnung reingehört und was nicht“, so der Bürgermeister. Beste Voraussetzungen also, für eine neue Berechnung der Beiträge.

Es soll aber keine Satzung werden, die die Verwaltung im Hinterzimmer erarbeitet und die Gemeindeverwaltung beschließt. „Wir wollen das transparent machen, die Einrichtungen einbeziehen und zudem prüfen, ob wir die Qualität verbessern können und inwiefern wir die pädagogischen Konzepte anfassen“, betont der Bürgermeister.

Eltern sollen nicht über Gebühr belastet werden

Eine Elternvollversammlung, in der unterschiedliche Modelle vorgestellt werden, sei denkbar. Insbesondere beim Thema Essensversorgung gebe es verschiedene Möglichkeiten, die zur Diskussion stehen.

„Unsere geltende Satzung ist nicht die gerechteste, allerdings liegen die Kosten im Vergleich zu unseren Nachbarn in einem erträglichen Maß, in der Regel sind wir günstiger“, so Menzel. Ob das so bleibt, kann er noch nicht sagen. Das sei letztendlich eine politische Entscheidung.

Angesichts der Tatsache, dass seit der letzten Satzung im Jahr 2000 die Preise gestiegen sind, ist eine Preissteigerung allerdings kaum auszuschließen. Zugleich dürfen sich die Eltern über das gebührenfreie letzte Kita-Jahr freuen, das ab August in Brandenburg eingeführt wird.

„Uns ist es wichtig, die Eltern nicht über Gebühr zu belasten. Zudem wollen wir unsere Kita-Leistung qualitativ verbessern“, hebt der Bürgermeister hervor. Die Verwaltung ist bereits dabei die Kalkulation zu erstellen. Menzel wird nun Gespräche mit den Kita-Leitern führen. „Wir brechen nichts übers Knie. Es soll eine vernünftige Satzung werden mit der alle Leben können.“

Drei Kita gibt es derzeit im Milower Land

Letztendlich sei eine solche Satzung auch immer ein Kompromiss, deshalb will der Verwaltungschef ein transparentes Verfahren, in das die Eltern einbezogen werden: „Mir ist wichtig, dass sich die Eltern mitgenommen fühlen, denn es ist ein schwieriges Thema, das emotional diskutiert wird.“

Noch in diesem Jahr soll die Satzung verabschieden werden. Wie lange es letztendlich dauert, hängt aber auch davon ab, wie viel Gegenstimmen es geben wird. „Im besten Fall ist das Thema in drei Monaten erledigt“, sagt Menzel.

Drei Kitas gibt es derzeit im Milower Land, davon zwei in kommunaler Trägerschaft. Die größte ist die Zwergenburg in Milow mit 150 Plätzen. Die Kita in Großwudicke hat 92 Plätze und die Kita in Bahnitz, die von einem Förderverein betrieben wird, bietet Platz für 24 Kinder.

Anders als vor wenigen Jahren, sind die Einrichtungen aktuell voll ausgelastet. Zuletzt war sogar ein Kita-Neubau im Gespräch. Der ist aber erst einmal vom Tisch.

Stattdessen werden die räumlichen Kapazitäten in der Grundschule Milow, in der auch die Kita untergebracht ist, zunächst über eine veränderte Raumnutzung ausgeschöpft. Wenn der Springberg wie erhofft weitere junge Familien anzieht, soll das Thema noch einmal auf den Tisch, so Menzel.

Von Christin Schmidt

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