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Gemeinde sucht Unterkünfte für Obdachlose

Wustermark Gemeinde sucht Unterkünfte für Obdachlose

In der Gemeinde Wustermark im Havelland müssen neue Unterkünfte für Menschen ohne Wohnsitz geschaffen werden. Das alte Gebäude wurde abgerissen. Die Verwaltung hat nun ihre Ideen geäußert – sie will zwei Wohncontainer im Ort aufstellen.

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Ähnliche Wohncontainer könnte es in Wustermark auch bald geben.

Quelle: dpa

Wustermark. Im Moment gibt es in Wustermark und den Ortsteilen keine Obdachlosen. Das allerdings befreit die Gemeinde nicht von der Pflicht, eine Unterkunft für Menschen, die unfreiwillig ohne eigenen Wohnraum sind, vorzuhalten. Weil die bisherigen Wohnungen für Obdachlose abgerissen werden mussten, sind nun Alternativen gefragt. Der Favorit der Gemeindeverwaltung sind Wohncontainer.

Wer an der Ecke Berliner Straße/Friedrich-Rumpf-Straße in Wustermark vorbei kommt, wundert sich über die Leere, über eine fast freie Fläche. Lediglich der Bauhof der Gemeinde ist dort noch untergebracht. Die Fast-Ruine, in der bis zuletzt obdachlose Personen untergebracht waren, gibt es nicht mehr. Diesen unzumutbaren Zustand hat die Gemeinde jetzt beseitigt, nachdem sie das Grundstück im August 2016 erworben hatte.

„Wir haben nach geeigneten gemeindeeigenen Grundstücken mit Wohnraum für Obdachlose gesucht, aber nichts gefunden“, erklärte Wustermarks Bauamtsleiter Wolfgang Scholz in der Wustermarker Ortsbeiratssitzung. Der Umbau von infrage kommenden leerstehenden oder anderweitig genutzten Gebäuden sei zu teuer. Deshalb liege jetzt der Vorschlag auf dem Tisch, zwei Wohncontainer zu kaufen und diese auf der Rückseite des Bauhofgebäudes an der Berliner Straße/Ecke Mühlenweg in Wustermark aufzustellen. Er sei vorgesehen, vom Mühlenweg aus einen separaten Zugang zu schaffen.

Weiteres

In Ketzin/Havel hatte man sich dafür entschieden, den leerstehenden alten Konsum im Ortsteil Zachow umzubauen. Dort gibt es jetzt zwei Wohnungen für Obdachlose.

In Nauen werden Menschen ohne Wohnung befristet in einem kommunalen Haus in einem Ortsteil untergebracht. Dort gibt es Platz für bis 13 Personen. Die Stadt hat sich für diese Einrichtung einen Betreiber gesucht.

In Rathenow gibt es ein von der Kommune geführtes Obdachlosenheim.

In Falkensee werden in Wohnungen an drei Standorten Obdachlose untergebracht. Alle Plätze für Männer sind derzeit belegt. Frauen können aufgenommen werden.

Allerdings wird die Gemeinde für die Container Geld in die Hand nehmen müssen. Mit 20 000 bis 40 000 Euro müsse man rechnen, dazu kommen später die Betriebskosten, so Scholz. Teuer wird es auch deshalb, weil man für nicht verwandte Personen eine getrennte Unterbringung gewährleisten müsse. Dazu gehört, dass es unterschiedliche sanitäre Anlagen für Männer und Frauen geben muss. „Trotzdem machen wir keine Luxuslösung“, sagte Wolfgang Scholz. Die Wohneinheiten würden dem Stand der Technik entsprechen, sollen mit Rollläden an den Fenstern und einer Elektroheizung versehen werden. Die inne Ausstattung beschränke sich auf das Notwendigste: Doppelstockbett, Schrank, Tisch, Stühle. Es wurde inzwischen bereits ein Brandschutzkonzept für die Container erstellt und geprüft.

Sichergestellt werde außerdem, dass bei Nichtbelegung der Container diese von Wasser und Strom getrennt werden können, damit in dem Zeitraum keine Kosten anfallen. Für andere Zwecke außer für Obdachlose sollen die Container nicht zur Verfügung stehen, so schlägt es die Verwaltung vor. Der Bauantrag für die Container liege derzeit bei der Unteren Bauaufsichtsbehörde in Nauen, man warte auf die Baugenehmigung, so die Wustermarker Verwaltung. Eine Information zur Obdachlosenunterkunft wird es in der nächsten Gemeindevertretersitzung am 21. Februar (18.30 Uhr in der Aula der Oberschule Elstal) geben.

Von Jens Wegener

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