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Gemeinde will Jugendklubs selbst betreiben

Schönwalde-Glien Gemeinde will Jugendklubs selbst betreiben

Wie geht es weiter mit der Jugendarbeit in Wansdorf, Perwenitz, Paaren im Glien und Schönwalde-Siedlung? Darüber hat diese Woche der Ausschuss für Bildung, Kultur, Jugend, Soziales, Sport und Tourismus der Gemeinde beraten. Dem bisherigen Träger, dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), war gekündigt worden – nun will die Gemeinde die Sache selbst in die Hand nehmen.

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Willkommen im Jugendklub, hier in der Siedlung: Wie lange noch, und unter welchen Voraussetzungen?

Quelle: Philip Häfner

Schönwalde-Glien. Wie geht es weiter mit der Jugendarbeit in Wansdorf, Perwenitz, Paaren im Glien und Schönwalde-Siedlung? Darüber hat diese Woche der Ausschuss für Bildung, Kultur, Jugend, Soziales, Sport und Tourismus der Gemeinde beraten. Dem bisherigen Träger, dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), war gekündigt worden, nun sucht die Gemeinde händeringend einen neuen. Dabei ist Eile geboten: Ohne neuen Träger müssten die Klubs im nächsten Jahr schließen.

Ausschussvorsitzender Wilfried Seiring (SPD) würde gerne den ASB wieder ins Boot holen, in der Hoffnung, dass sich unter der neuen Leiterin Jutta Kleber die Zusammenarbeit verbessern würde. Dieser Vorschlag stieß in der Runde jedoch auf wenig Begeisterung. „Der ASB hat es bis heute nicht geschafft, uns ein Konzept vorzulegen. Warum sollte man auf etwas setzen, was seit Jahren nicht funktioniert“, so Hans-Joachim Mund (CDU).

Der Ausschuss hat sich stattdessen dafür ausgesprochen, dass die Gemeinde ein eigenes Konzept erarbeitet, um die Jugendlichen in den Klubs künftig selbst zu betreuen. „Wenn wir nicht in unsere Jugend investieren, in wen denn dann?“, meinte Mund. Die Jugendlichen müssten das Angebot in Zukunft allerdings auch stärker wahrnehmen. Schönwaldes Kämmerin Katrin Liesegang hatte da Zweifel: „Vielleicht haben unsere Jugendlichen gar nicht den Bedarf. Wenn sie das wirklich wollen, dann soll es am Geld nicht scheitern.“ Nun sollen die Jugendlichen befragt werden, was sie eigentlich wollen.

Ann-Kathrin Mund, berufene Bürgerin, plädierte dafür, auch ältere Jugendliche einzubeziehen und nicht wie bisher nur solche zwischen 12 und 17 Jahren. Sie könnten sich in einem Jugendrat organisieren, hätten mehr Verantwortung und könnten auch mal die Aufsicht der Jüngeren übernehmen, regte sie an. Trotzdem müsste nach den neuen Richtlinien mindestens eine pädagogische Fachkraft gefunden werden. „Wer soll das machen?“ fragte Uta Krieg-Oehme (CDU). „Wir haben das Problem geeignete Sozialarbeiter zu finden.“ Einig war man sich, dass die Öffnungszeiten angepasst werden müssen. Ein Jugendklub dürfe nicht schon um 17 Uhr schließen, damit auch ältere Jugendliche die Einrichtung nach der Schule besuchen können.

Trotz des Alleingangs will die Gemeinde noch ein Gespräch mit der neuen Geschäftsführerin des ASB führen. Karl-Heinz Kordt (Grüne) sagte: „Wenn der Verband ein Konzept vorschlägt und seine Herangehensweise verändert, dann können wir unsere Meinung auch noch ändern.“

Von Vanessa Mehwitz

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