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Gemeindepflegehaus eingeweiht

Freude in Brieselang Gemeindepflegehaus eingeweiht

Fünfeinhalb Jahre sind von der ersten Idee bis zur Umsetzung vergangen. Jetzt hat das Evangelische Johannesstift Berlin im Fortsweg in Brieselang eine Pflegeeinrichtung eröffnet. Von den 48 Plätzen sind noch 18 frei.

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Das neue Gebäude im Forstweg. Der Rasen muss noch anwachsen.

Brieselang. Eine Fahne und einen Kaffeepott mit dem Gemeindewappen hatte Brieselangs Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU) am Mittwochmittag zur Einweihung des neuen Gemeindepflegehauses des Evangelischen Johannes-stiftes mitgebracht. Er übergab die Präsente an Pflegedienstleiterin Daniela Hahlweg mit den Worten: „Es macht mich als Bürgermeister stolz, solch ein Haus mit einweihen zu dürfen. Brieselang freut sich auf diese Einrichtung, in der ältere Menschen betreut werden.“

Im Forstweg können ab sofort maximal 48 Senioren mit unterschiedlichen Pflegestufen ihren Lebensabend verbringen. Es gibt vier ambulant betreute Wohn-Pflege-Gemeinschaften für je zwölf Bewohner. Der Zugang ist barrierefrei. Das Johannesstift hat rund 4,2 Millionen Euro in den Neubau investiert.

Direkt im Haus befindet sich der ambulante Pflegedienst (Sozialstation), der eine individuelle Pflege rund um die Uhr ermöglicht. „Wir haben unser Konzept für das Haus vor drei Monaten gekippt, auf die geänderte Gesetzgebung zur Pflegeversicherung reagiert und uns jetzt auf die ambulante Pflege mit einer 24-Stunden-Betreuungsmöglichkeit konzentriert“, erklärte Wilfried Wesemann, Geschäftsführer Altenpflege des Johannesstifts. Ziel sei es, Senioren die Selbstbestimmung, soziale Teilhabe und das Wohnen im eigenen Zuhause so lange wie möglich zu erhalten. Das werde im Gemeindepflegehaus der Fall sein. „Die Mitbestimmung des Alltags der älteren Menschen darf nicht beim Speiseplan enden“, so Wesemann.

Ambulant betreute Wohn-Pflege-Gemeinschaften sind eine relativ neue Wohnform für Menschen mit Pflegebedarf. Sie seien „eine qualitativ hochwertige Alternative zum Pflegeheim“. Die Bewohner würden zusätzlich zur Pflege von Alltagsbegleitern mit pflegerischer Grundausbildung betreut. „Gemeinsam organisieren sie den Haushalt vom Kochen bis zum Unterhaltungsprogramm. Jeder Mitbewohner kann entsprechend der persönlichen Ressourcen daran mitwirken, so Wilfried Wesemann.

Von den 48 Plätzen sind bisher 30 vergeben. Wobei die meisten neuen Bewohner, die ab der nächsten Woche einziehen werden, aus Brieselang und der unmittelbaren Umgebung kommen, versicherte Daniela Hahlweg. Zehn ältere Menschen wechseln aus einer Einrichtung des Gemeinschaftswerkes Soziale Dienste aus Nauen nach Brieselang, in zwei Fällen haben Brieselanger ihre Eltern aus Premnitz und Ostfriesland geholt. „Wer sich für einen der freien Plätze interessiert, kann einen Termin machen oder einfach vorbeikommen“, sagte die Pflegedienstleiterin.

Besonders erfreut zeigte sich Bürgermeister Wilhelm Garn darüber, dass viele der Mitarbeiter des Hauses aus Brieselang sind. Insgesamt werden etwa 35 Altenpflegerinnen und Pflegehilfskräfte beschäftigt, einige arbeiten allerdings in Teilzeit.

Von einer „Bedarfslücke, die geschlossen wurde“ sprach Landrat Burkhard Schröder (SPD) in Bezug auf das Gemeindepflegehaus in Brieselang. Er wünsche sich, dass es gelinge, eine Streuung solcher Einrichtungen im Havelland hinzubekommen. Das Johannesstift will ähnliche Häuser in Kladow und Schönwalde-Glien errichten.

Von Jens Wegener

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