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Havelland Gemeinsam kochen mit den Flüchtlingen
Lokales Havelland Gemeinsam kochen mit den Flüchtlingen
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00:25 09.12.2015
Viele helfende Hände packten in der Küche mit an: besonders beliebt ist der Tabouleh Salat. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Schönwalde-Glien

Besorgt lugte die Nachbarin über den Zaun des Schönwalder Schullandheims. Ob alles in Ordnung sei, wollte sie wissen – sie habe Rauch gesehen und Feuer gerochen. Erst vor drei Wochen hatte auf dem Gelände ein Schuppen gebrannt, möglicherweise mit einem rechtsextremen Hintergrund. Doch dieses Mal waren es nur die Lammspieße, die auf dem Grill vor sich hin brutzelten.

Rund 100 Gäste waren am Freitagabend zum ersten Nachbarschaftstreff in der Schönwalder Notunterkunft im Schullandheim erschienen. Jeder bekam ein Schild mit seinem Namen, um das Kennenlernen zu erleichtern – auf dem von Gemeindevertreterin Uta Krieg-Oehme (CDU) etwa, Gattin von Bürgermeister Bodo Oehme (CDU), stand „Dr. Uta“. „Ich freue mich, dass wir heute zusammengekommen sind, um die Idee eines Nachbarschaftstreffs in die Tat umzusetzen“, sagte Bodo Oehme.

Die Gemeinde hatte die Veranstaltung zusammen mit der Willkommensinitiative „Neue Nachbarn in Schönwalde“ auf die Beine gestellt. „Freundschaft geht durch den Magen“, meinte Wilfried Seiring (SPD), einer der Gründer der Initiative. Mitstreiter Michael Mildenberger sagte, man habe ganz bewusst auch kein straffes Programm organisiert: „Es ging einfach darum sich in lockerer Atmosphäre besser kennenzulernen.“

Die Arbeitsgruppe „Kochlöffel“ der Willkommensinitiative und die Bewohner des Heims hatten gemeinsam landestypische Gerichte aus Syrien und Afghanistan zubereitet: Humus, also Kichererbsen-Mus, Taboulésalat mit Minze und Petersilie, orientalischer Reis mit Mandeln und Nelken, verschiedene Fleischspieße. Seit dem frühen Morgen hatte vor allem Rima Kheja aus Syrien in der Küche gestanden und gekocht. „Ich lebe gerne in Schönwalde“, sagte sie, „die Menschen hier sind sehr nett.“ Ein anderer Bewohner rief in die Runde, in einer Mischung aus Dankbarkeit und Optimismus: „Wenn wir wieder zurück in unserer Heimat sind, dann laden wir euch alle gerne zu uns nach Syrien ein.“

Die Kochlöffel-AG trifft sich mindestens zweimal pro Woche im Schullandheim, um gemeinsam zu kochen, manchmal auch noch zusätzlich am Wochenende, erzählte Elvira Breuer-Solbach aus Perwenitz, die Leiterin der Gruppe. Verständigungsprobleme gibt es dabei keine: Einige der Flüchtlinge können sehr gut Englisch, die meisten wenigstens ein bisschen. Und die Sprache der Menschlichkeit versteht ohnehin jeder.

Neben der Kochgruppe hat die Willkommensinitiative viele weitere Arbeitsgruppen, die sich beispielsweise der Vermittlung der deutschen Sprache oder dem Thema Sport und Freizeit widmen. In dieser Gruppe arbeitet auch Klemens Albroscheit mit; er organisiert Schachangebote für die Flüchtlingskinder und vermittelt Kontakte zu den örtlichen Sportvereinen. „Sport ist ein Integrationsmotor“, sagte er. Zusammen mit seiner Frau Silvia, Leiterin der Grundschule „Menschenskinder“, hat er für nächstes Wochenende eine afghanische Familie mit fünf Kindern zu sich nach Hause zum Weihnachtsessen eingeladen. „Unsere eigenen Kinder und Enkelkinder wissen noch gar nichts davon“, verriet er. „Aber ich bin mir sicher, sie haben absolut nichts dagegen.“

Von Philip Häfner

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