Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Gemeinsame Kita- und Schulküche soll kommen
Lokales Havelland Gemeinsame Kita- und Schulküche soll kommen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:16 01.05.2017
In der Kita „Kleine Strolche“ am Weinberg wird jeden Tag gekocht: Annette Pfarr und Thomas Main sind zuständig für die Versorgung von 80 Kindern.  Quelle: Markus Kniebeler
Anzeige
Rathenow

 Das Essen für die Kitas und Schulen der Stadt Rathenow könnte künftig an einem zentralen Ort in der Stadt zubereitet werden. Jedenfalls haben die Rathenower Stadtverordneten der Verwaltung den Auftrag erteilt, bis Ende November eine vergleichende Analyse zur Essensversorgung in den Bildungs- und Kindereinrichtungen vorzulegen. Dem einstimmig verabschiedeten Beschluss zufolge soll ermittelt werden, was es kosten würde, das Essen für alle Einrichtungen an einem zentralen Ort zuzubereiten. Und wie sich diese Kosten im Vergleich zur jetzigen Praxis verhalten.

Lediglich in drei Rathenower Kitas wird noch selbst gekocht – in den Kitas „Jenny Marx“, „Die kleinen Philosophen“ und „Die kleinen Strolche“. Die anderen städtischen Kitas und alle Rathenower Schulen beziehen ihr Essen von auswärtigen Caterern. In deren Küchen wird das Essen vormittags zubereitet, in Warmhalteboxen verpackt und an die jeweilige Einrichtung geliefert.

Daniel Golze, Fraktionschef der Linken, kritisierte diese Praxis, als er vor den Stadtverordneten den Beschlussantrag begründete. „Wir wollen ein regionales, ausgewogenes schmackhaftes Essen für alle Kinder der Stadt“, sagte Golze. Wenn das Essen in einer auswärtigen Großküche zubereitet und dann in Warmhalteboxen durch die Gegend gekarrt werde, dann könne das, was Frische und Regionalität angeht, nicht die beste Lösung sein. Golze hob den Fall eines Magdeburger Caterers als Negativbeispiel hervor. Nicht nur, weil die Entfernung nach Rathenow die größte ist, sondern auch, weil wichtige Arbeitsplätze nicht nur außerhalb der Region, sondern sogar außerhalb des Landes lägen. Eine Großküche in Rathenow werde auch für den hiesigen Arbeitsmarkt einen wichtigen Impuls setzen.

Daniel Golze erklärte, in dem jetzt eingeleiteten ersten Schritt solle ermittelt werden, wie teuer die Einrichtung und der Betrieb einer Großküche in Rathenow werde. Und wie sich die Kosten im Vergleich zu den jetzt anfallenden Aufwendungen darstellen.

Hintergrund

Rund 1200 Kinder besuchen Kitas in der Stadt Rathenow. Rund zwei Drittel sind in den sieben städtischen Kitas angemeldet, der Rest besucht die sechs Kitas, die von freien Trägern betrieben werden wie der Awo oder den Kirchen.

Rund 2500 Kinder besuchen die Rathenower Schulen. Etwa 1000 Schüler sind an den vier Grundschulen angemeldet (Jahn, Weinberg, Scholl und Otto Seger), der Rest verteilt sich auf die drei weiterführenden Schulen (Bürgelschule, Dunckerschule, Jahngymnasium).

Nach Auskunft von Rathenows Hauptamtsleiter Jörg Zietemann zahlen Eltern von Kitakindern derzeit 31,50 Euro pro Monat für das Mittagessen. Frühstück und Vesper würden mit den Kita-Gebühren verrechnet. In den Schulen seien die Preise etwas höher. Je nach Anbieter gebe es von Schule zu Schule geringfügige Preisunterschiede.

Als „wichtig und sinnvoll“ bezeichnete Hartmut Rubach (SPD) die Initiative. Und er regte an, dass die Stadt in Betracht ziehen solle, die Essenversorgung in Eigenregie zu betreiben. Es sei wichtig, in einem so wichtigen Geschäft die Kontrolle und die Übersicht zu behalten. Um zu begreifen, dass es sich bei der Zentralisierung der Essensversorgung um ein Vorhaben mit beachtlichem logistischen Aufwand handelt, genügt ein Blick auf die Zahlen. Rechnet man alle Kinder zusammen, die Rathenower Kitas und Schulen besuchen, kommt man auf eine Zahl weit über 3500.

Die Kita Kleine Strolche ist eine von drei Kindertagesstätten in Rathenow, in denen noch selbst gekocht wird. Für 80 Kinder wird hier Frühstück, Mittagessen und Vesper zubereitet. Kita-Leiterin Birgit Hubert ist von diesem Konzept absolut überzeugt – und die Eltern sind es auch. „Frischer geht es nicht“, sagt Hubert. Viele Zutaten stammten aus der Region und das Essen komme gleich von den Töpfen auf die Teller – ohne Warmhaltung, Transport und andere Umwege. Und weil Kita und Küche eng verzahnt seien, könne sehr flexibel reagiert werden.

Kursiere etwa eine Magen-Darm-Grippe, dann werde der Essensplan kurzerhand auf verträgliche Speisen umgestellt. Und wenn die Kinder unbedingt mal wieder Eierkuchen essen wollen, dann wird auch dieser Wunsch erfüllt. All das werde ein Großküche kaum leisten können.

Von Markus Kniebeler

Nach historischem Vorbild wird der Gutspark in Buchow-Karpzow (Havelland) wieder hergerichtet. Der Startschuss für die Arbeit fällt Mitte Mai. Langfristig soll auch das Gutshaus so umgebaut werden, wie es 1730 aussah.

01.05.2017
Polizei Unfallfahrer flüchtete - Kind (8) angefahren und beschimpft

Ein Autofahrer hat in Falkensee vor einigen Monaten ein kleines Mädchen angefahren, als er sie beim Abbiegen übersehen hatte. Doch statt zu helfen, beschimpfte er die 8-Jährige und fuhr davon. Nun sucht die Polizei nach Hinweisen. Dazu wurde auch ein Phantombild erstellt.

28.04.2017

Die Schwestern Annemarie und Pauline wachsen im beschaulichen Göttlin auf, einem Ortsteil der havelländischen Kreisstadt. Mit ihren Freunden in Rathenow wollen sie auf keinen Fall tauschen, denn ihr Dorf bietet alles, was sie brauchen. Nun ja, fast alles. Eine Sache gibt es, die die beiden Schwestern vermissen.

01.05.2017
Anzeige