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Gemeinsames Gedenken

54. Jahrestag des Mauerbaus in Schönwalde-Glien Gemeinsames Gedenken

Politiker und Einwohner aus Schönwalde-Glien und Spandau gedachten gemeinsam der Opfer, die an der Mauer zwischen beiden Orten gestorben sind.

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In Schönwalde wurde der Maueropfer gedacht.

Quelle: Jens Wegener

Schönwalde-Glien. Panzersperren, Zäune mit Stacheldraht, Hundelaufleinen und Selbstschussanlagen gab es zwischen Spandau und Schönwalde-Gien von 1961 bis 1989. Zwei Menschen sind an dieser Grenze damals zu Tode gekommen. Der eine, Dietmar Schwietzer, wurde 1977 von 91 Kugeln getroffen. „Man kann das heute kaum glauben. Aber es war leider real“, sagte Schönwaldes Bürgermeister Bodo Oehme (CDU) bei der Veranstaltung, die am Donnerstagabend an der Steinernen Brücke an den 54. Jahrestag des Mauerbaus erinnerte.

Neben dem Mauerdenkmal lassen Fotos als stumme Zeitzeugen erkennen, wie es vor 26 Jahren in dem Todesstreifen aussah. Umso trauriger mache es ihn, so Oehme weiter, wenn heute laut einer deutschlandweiten Umfrage nur noch 32 Prozent der unter 30-Jährigen wissen, was am 13. August 1961 geschah.

Neben vielen Schönwaldern und örtlichen Kommunalpolitikern waren auch Dallgows Bürgermeister Jürgen Hemberger (Freie Wähler) und Vertreter aus dem Spandauer Rathaus gekommen. Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD) beschrieb, wie er als Wessi des Jahrgangs 1964 die Mauer erlebte. „Wir sind als Kinder oft mit dem Rad in Richtung Schönwalde gefahren. Bis wir an die Grenze unserer Welt gekommen sind.“

Seit wenigen Tagen stehe fest, dass an der Mauer, die Spandau umgab, von Hennigsdorf bis Schönwalde, nicht acht, sondern neun Menschen getötet wurden. Aus seiner Sicht seien solche gemeinsamen Gedenkveranstaltungen auch deshalb wichtig, „weil sich Leute mit unterschiedlichen Perspektiven auf die Geschichte begegnen.“ Am Mittwochabend wurde in Spandau der Maueropfer gedacht.

Von Jens Wegener

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