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Havelland Gemeinschaftswerk eröffnet ambulant geführte WG
Lokales Havelland Gemeinschaftswerk eröffnet ambulant geführte WG
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12:17 26.02.2018
Marco Huth, Angelika Steffin und Martina Bringmann (v.l.) vom Gemeinschaftswerk vor dem sanierten Gebäude. Quelle: Wolfgang Balzer
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Ketzin/Havel

Voraussichtlich am 25. April werden in der Rathausstraße in Ketzin/Havel Räume für eine Wohngemeinschaft mit Begleitung und ambulante Pflege übergeben. „Das ist eine Alternative zu Pflege- und Seniorenheimen“, betont Marco Huth, Niederlassungsleiter der Gemeinschaftswerk Wohnen und Pflege GmbH.

Nach Nauen, Groß Behnitz und Wustermark gibt es dann auch in Ketzin/Havel die Möglichkeit, dass Menschen mit Hilfebedarf in einer ambulant geführten Wohngemeinschaft leben können. Dazu stehen im Gebäude der ehemaligen Sparkasse sieben Zimmer für die Mieter zur Verfügung, dazu drei Bäder und ein großer Gemeinschaftsraum mit einer voll ausgestatteten Küche.

Die künftigen Mieter können zudem eine Terrasse und eine Grünfläche für den Aufenthalt im Freien nutzen, sagt Angelika Steffin, die beim Gemeinschaftswerk für Ketzin/Havel zuständig ist.

Eigene Möbel und Bilder sind erwünscht

Das Wohnumfeld wolle man möglichst mit Vertrautem gestalten, damit die Bewohner Geborgenheit und Sicherheit erleben“, ergänzt sie. Das heißt, dass die Mieter und ihre Angehörigen die Zimmer in der Wohngemeinschaft mit eigenen Möbeln, Bildern und persönlichen Gegenständen ausstatten können und auch müssen. Die Pflegeverträge können mit dem Gemeinschaftswerk abgeschlossen werden. „Der Vorteil ist, dass rund um die Uhr Mitarbeiter vor Ort sind und dass sich die hilfebedürftigen Mieter in ihr Zimmer zurückziehen aber auch gemeinsam den Alltag gestalten können“, so Steffin. Somit sei trotz des Pflegebedarfes ein gemeinschaftliches Leben möglich.

Es gibt bei dieser Wohn- und Betreuungsform der selbstverwalteten Wohngemeinschaft eine dreigeteilte Verantwortung, erklärt Marco Huth und zählt auf: der Betreuungs- und Pflegedienst, der Vermieter und die Angehörigen. Letztere bilden eine Auftraggeber-Gemeinschaft und einigen sich zu allen Fragen des gemeinsamen Wohnens, auch über Anschaffungen“, weiß Angelika Steffin. Schließlich würden die Bewohner, anders als in einem Pflegeheim, in einer selbstverwalteten Wohngemeinschaft leben. Es schließe ein, dass die Angehörigen eine ganze Reihe von Leistungen individuell vereinbaren können, beispielsweise Körperpflege, Wohnungsreinigung oder das Waschen der Wäsche. Je nachdem, was die Pflegekasse übernimmt.

Ehrenamtliche Helfer können unterstützen

Wie Martina Bringmann von der Pflegedienstleitung in Wustermark berichtet, sei für die Bewohner in solch einer Wohngemeinschaft die Unterstützung von ehrenamtlichen Helfern sehr nützlich, sei es bei begleitenden Spaziergängen, beim gemeinsamen Spielen oder auch nur, um einfach mal zu reden, um der Einsamkeit vorzubeugen.

Laut Marco Huth ist in Ketzin/Havel bereits eine zweite derartige Einrichtung geplant. In der „Residenz am Stadtpark“ wird es neben den 23 Wohnungen und der Tagespflege auch eine Wohngemeinschaft für an Demenz Erkrankte geben. Allerdings nannte er auch ein Problem: Es werden dringend Pflegekräfte gesucht, auch als Quereinsteiger und in Teilzeit.

Ursprünglich sollte bereits im vergangenen Jahr im benachbarten Gebäude, auch bekannt als „Blaue Kachel“, eine Tagespflege mit zwölf Plätzen zur Verfügung stehen. Wie Marco Huth sagt, scheiterte das an den erst später notwendig gewordenen zusätzlichen Bauleistungen und den zu erwartenden höheren Kosten.

Von Wolfgang Balzer

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