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Gemeinschaftswerk gibt Geld für Senioren

Schmetzdorf Gemeinschaftswerk gibt Geld für Senioren

Gesellschaftsspiele sollen den Zusammenhalt stärken und die Seniorennachmittage auf dem Land künftig bereichern. Dass das funktionieren kann, daran glaubt Beate Kämmerling vom Gemeinschaftswerk Wohnen und Pflege. Sie besucht derzeit Dörfer im Milower Land – und kommt nicht mit leeren Händen.

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Beate Kämmerling überreicht Christa Stimming ein ganzes Paket mit Gesellschaftsspielen für die Schmetzdorfer Senioren..

Quelle: Christin Schmidt

Schmetzdorf. Ein Nachmittag mitten in der Woche in Schmetzdorf. Im Gemeindehaus duftet es nach Kaffee, auf dem Tisch im großen Raum des Hauses locken Schneewittchen- und Eierlikörkuchen, natürlich selbst gebacken. 13 Männer und Frauen sind dieses Mal zum gemütlichen Kaffeekränzchen gekommen. Die Frauen sind in der Überzahl, was daran liegt, dass es hier wie andernorts zahlreiche Witwen gibt.

„Einmal im Monat treffen wir uns, erzählt Christa Stimming und betont dabei, dass sie keineswegs die Vorsitzende der Gruppe sei. „So etwas gibt es bei uns nicht, wir sind kein Verein oder ähnliches. Wir sind einfach eine lockere Gruppe, die sich regelmäßig trifft, gemütliche Nachmittage gemeinsam verbringt und hin und wieder unternehmen wir sogar Ausflüge.“

Eine hervorragende Idee, findet Beate Kämmerling vom Gemeinschaftswerk Wohnen und Pflege. Sie leitet den Standort Rathenow und ist gerade dabei, das Engagement im Milower Land auszubauen. „Im vergangenen Jahr haben wir uns um Fördermittel bei der Fachstelle ,Altern und Pflege im Quartier im Land Brandenburg’ beworben, die im Rahmen des Programms ,Gut älter werden im vertrauten Wohnumfeld’ ausgelobt wurden. Eigentlich wollten wir damit einzelne Orte der Gemeinde mit Kaffeemaschinen und Geschirr ausstatten, so dass sich die Senioren regelmäßig zum gemeinsamen Kaffeetrinken treffen können“, erklärt Beate Kämmerling.

2000 Euro für die Senioren im Milower Land

Wie sich herausstellte, war das gar nicht nötig. Alle Dörfer sind bereits gut versorgt, in vielen treffen sich Seniorengruppen so wie in Schmetzdorf bereits regelmäßig. „Deshalb haben wir uns überlegt, was gebraucht wird, um die Gemeinschaft ins besondere im ländlichen Raum zu stärken und haben uns entschlossen, verschiedene Gesellschaftsspiele anzuschaffen.“ Insgesamt 2000 Euro fließen nun in Form von altersgerechten Spielen in die Region. Neben Schmetzdorf haben auch die Senioren in Jerchel und Milow ein Spielepaket, Bützer und ein weiteres Dorf sollen noch folgen.

Zum Besuch in dem 224-Seelen-Dorf brachte Beate Kämmerling Pflegedienstleiterin Doreen Golz mit, die Fragen zum neuen Pflegestärkungsgesetz beantwortete. Nebenbei erzählte Christa Stimming, dass hier nicht nur Senioren willkommen sind, alle Generationen können dabei sein. Es sind aber meist die Älteren, die sich nach Geselligkeit sehnen. Regeln gibt es hier keine, außer eine: Wer Geburtstag hat, bringt Kuchen mit – und Geburtstag hat immer einer. Die nächste Busreise ist auch schon gebucht, im Juni soll es nach Schwerin gehen.

Von Christin Schmidt

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