Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Gemüse für die Mitglieder
Lokales Havelland Gemüse für die Mitglieder
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:10 25.08.2016
Johanna Naatz, Michael Kolorz und Jochen Götz (v. l.) auf dem Gemüsefeld ihres Auenhofes in Parey. Quelle: Norbert Stein
Anzeige
Parey

Bittersalat, Chili, Roten Spitzkohl,Sellerie, Möhren, Rote Beete Kohlrabi, Tomaten und anderes Gemüse ernten Johanna Naatz, Nico Gartmann, Jochen Götz und Michael Kolorz derzeit auf dem Auenhof in Parey. Jede Woche kommt ein Auto in das havelländischen Dorf und holt das Geerntete nach Berlin, wo das Gemüse an die Mitglieder einer solidarisch geführten Landwirtschaft verteilt wird. Jedes Mitglied bekommt derzeit wöchentlich etwa sechs Kilogramm Gemüse und gelegentlich auch Blumen, die in Parey die Feldkultur bereichern. Rezepte für die Zubereitung von Gemüse oder zum Gurken einwecken zum Beispiel legt Johanna Naatz auch des Öfteren in die Lieferkisten.

Im Frühjahr sind die vier jungen Leute – alle haben eine freie Ausbildung zum biologisch dynamischen Gemüsegärtner – mit dem Auenhof gestartet. Auf einem nahe dem Hof gelegenen Feld haben sie seither 60 verschiedene Gemüsearten mit insgesamt 200 Sorten angebaut. Die Ernte ist gut, insbesondere bei den Tomaten. Die Kartoffeln könnten allerdings etwas besser sein.

„Insgesamt sind wir zufrieden“, zieht Jochen Götz nach einem halben Jahr eine erste Zwischenbilanz für den Auenhof. Wirtschaftlich liege man bei einer „schwarzen Null“, erklärt er weiter unter Zustimmung seiner Mitstreiter.

Ein Sommer mit wenig Regen und langen Trockenperoiden als Folge war für sie jedoch schon eine echte Herausforderung für den Gemüseanbau in den letzten Monaten. Gelöst haben sie das Problem mit Hilfe eines Nachbarn dessen Brunnen sie nutzen können und einer den Pflanzen gut tuenden Tröpfchenbewässerung ermöglicht. Damit wächst aber auch das Unkraut und bereitet den jungen Gemüsebauern zusätzliche Arbeit auf dem Feld. So kommt ihnen ein Hilfe auf vier Beinen recht. Es ist Pferd „Onyx“, das ihnen den Pflug und andere Gerätschaften über den Acker zieht.

Die Kooperation der jungen Landwirte mit den Abnehmern des Gemüses ist die wirtschaftliche Basis für den Auenhof. Die Abnehmer werden Mitglied der solidarisch geführten Landwirtschaft und zahlen dafür einen Jahresbeitrag, für 2016 waren es 75,83 Euro monatlich. Die Mitglieder können auch bei der Feldarbeit helfen. Das Gemüse erhalten sie kostenlos. Gestartet ist der Auenhof im Frühjahr mit 40 Mitgliedern. Heute sind es bereits 58 Mitglieder, die aus einem der Berliner Depots ihr Gemüse abholen. Derzeit werden nach Voranmeldung auch Probeanteile für 25 Euro vergeben, die am Hof einmalig abzuholen wären. Voraussichtlich bis Mitte Oktober gibt es zudem einen Hofverkauf, Samstags von 9 bis 11 Uhr.

2017 möchte der Auenhof auch in Rathenow ein Depot einrichten und damit Gemüseabnehmer aus der Region gewinnen. Bisher hat der Hof nur ein Mitglied in der Region, in einem Nachbarort, liefert derzeit saisonal aber auch an einen Bio-Laden in der havelländischen Kreisstadt.

Von Norbert Stein

Der Senzker Horst Weikert erinnert in einer Ausstellung an die Wiener Schauspielerin, Regisseurin und Sängerin Ilse Scheer. Als Brecht-Interpretin war sie weltweit gefragt. Geliebt wurde sie für ihre Küchenlieder.

25.08.2016

Andrea und Heiko Grün, die Initiatoren des Bürgerbegehrens über den Rathausstandort, holen jetzt neuen Atem, um sich auf den Bürgerentscheid am 9. Oktober vorzubereiten. Sie wollen möglichst viele Rathenower zur Teilnahme motivieren, weil mindestens 5246 Stimmen gebraucht werden, damit das Rathaus in der Berliner Straße 15 bleiben kann.

25.08.2016

Am Bahnhof Seegefeld hat sich ein 26-jähriger Berliner offenbar das Leben nehmen wollen. Als die Polizei eintraf, zog der Mann plötzlich eine Waffe. Einer der Polizisten schoss ihm ins Bein. Die Behörde sagt: Der Beamte hat richtig gehandelt. Anwohnern ist mulmig zumute.

25.08.2016
Anzeige