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Gemüse für die Mitglieder

Solidarische Landwirtschaft in Parey Gemüse für die Mitglieder

Die jungen Landwirte vom Auenhof in Parey sind mit ihrem Start zufrieden. Sie bauen Gemüse an, das an die Mitglieder einer solidarisch geführten Landwirtschaft verteilt wird. Jede Woche kommt ein Auto und bringt das Geerntete nach Berlin zu den Mitgliedern der Kooperative.

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Johanna Naatz, Michael Kolorz und Jochen Götz (v. l.) auf dem Gemüsefeld ihres Auenhofes in Parey.

Quelle: Norbert Stein

Parey. Bittersalat, Chili, Roten Spitzkohl,Sellerie, Möhren, Rote Beete Kohlrabi, Tomaten und anderes Gemüse ernten Johanna Naatz, Nico Gartmann, Jochen Götz und Michael Kolorz derzeit auf dem Auenhof in Parey. Jede Woche kommt ein Auto in das havelländischen Dorf und holt das Geerntete nach Berlin, wo das Gemüse an die Mitglieder einer solidarisch geführten Landwirtschaft verteilt wird. Jedes Mitglied bekommt derzeit wöchentlich etwa sechs Kilogramm Gemüse und gelegentlich auch Blumen, die in Parey die Feldkultur bereichern. Rezepte für die Zubereitung von Gemüse oder zum Gurken einwecken zum Beispiel legt Johanna Naatz auch des Öfteren in die Lieferkisten.

Im Frühjahr sind die vier jungen Leute – alle haben eine freie Ausbildung zum biologisch dynamischen Gemüsegärtner – mit dem Auenhof gestartet. Auf einem nahe dem Hof gelegenen Feld haben sie seither 60 verschiedene Gemüsearten mit insgesamt 200 Sorten angebaut. Die Ernte ist gut, insbesondere bei den Tomaten. Die Kartoffeln könnten allerdings etwas besser sein.

„Insgesamt sind wir zufrieden“, zieht Jochen Götz nach einem halben Jahr eine erste Zwischenbilanz für den Auenhof. Wirtschaftlich liege man bei einer „schwarzen Null“, erklärt er weiter unter Zustimmung seiner Mitstreiter.

Ein Sommer mit wenig Regen und langen Trockenperoiden als Folge war für sie jedoch schon eine echte Herausforderung für den Gemüseanbau in den letzten Monaten. Gelöst haben sie das Problem mit Hilfe eines Nachbarn dessen Brunnen sie nutzen können und einer den Pflanzen gut tuenden Tröpfchenbewässerung ermöglicht. Damit wächst aber auch das Unkraut und bereitet den jungen Gemüsebauern zusätzliche Arbeit auf dem Feld. So kommt ihnen ein Hilfe auf vier Beinen recht. Es ist Pferd „Onyx“, das ihnen den Pflug und andere Gerätschaften über den Acker zieht.

Die Kooperation der jungen Landwirte mit den Abnehmern des Gemüses ist die wirtschaftliche Basis für den Auenhof. Die Abnehmer werden Mitglied der solidarisch geführten Landwirtschaft und zahlen dafür einen Jahresbeitrag, für 2016 waren es 75,83 Euro monatlich. Die Mitglieder können auch bei der Feldarbeit helfen. Das Gemüse erhalten sie kostenlos. Gestartet ist der Auenhof im Frühjahr mit 40 Mitgliedern. Heute sind es bereits 58 Mitglieder, die aus einem der Berliner Depots ihr Gemüse abholen. Derzeit werden nach Voranmeldung auch Probeanteile für 25 Euro vergeben, die am Hof einmalig abzuholen wären. Voraussichtlich bis Mitte Oktober gibt es zudem einen Hofverkauf, Samstags von 9 bis 11 Uhr.

2017 möchte der Auenhof auch in Rathenow ein Depot einrichten und damit Gemüseabnehmer aus der Region gewinnen. Bisher hat der Hof nur ein Mitglied in der Region, in einem Nachbarort, liefert derzeit saisonal aber auch an einen Bio-Laden in der havelländischen Kreisstadt.

Von Norbert Stein

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