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Gemütliches Gedränge in Richtung Advent

Havelland Gemütliches Gedränge in Richtung Advent

Die Weihnachtsmärkte der Region waren liebevoll vorbereitet und wurden gut besucht. Besinnliches traf auf Deftiges. Und ein kleiner Mann stahl dem Weihnachtsmann in Falkensee die Show.

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Die 18. Angerweihnacht in Falkensee lockte hunderte Besucher an.

Quelle: Max Gottschalk

Havelland. Viel Rot, viel Licht, viele Posaunenklänge – die Adventsmärkte der Region stimmten am Wochenende so richtig auf die Weihnachtszeit ein.

Gemütliches Stöbern in Schönwalde

Gemütliches Stöbern in Schönwalde.

Quelle: Ulrike Gawande

Ein hölzerner Tannenbaum, geschmückt mit getöpferten Kleinigkeiten vor dem Haus des Kreativ-Vereins in Schönwalde-Dorf – er begrüßte die Besucher des Weihnachtsmarktes. „Mit gefällt die familiäre Atmosphäre. Es ist handwerklich und nicht so kommerziell“, begeisterte sich Helga Laser aus Berlin. „Langsam spricht sich der Markt herum, es kommen immer mehr Besucher, die die private Atmosphäre zu schätzen wissen“, verriet Vereinsvorsitzende Karla Ehl, die in der Heimatstube des Hauses eine Ausstellung mit Lichterbögen und Nussknackern aufgebaut hat. 15 Aussteller, Vereine und Privatpersonen, präsentierten ihre Ware auf dem Markt. Das Angebot reichte von Büchern aus der Bibliothek, Getöpfertem, über Handarbeiten, Kerzen und Karten bis hin zu selbstgemachten Marmeladen und Honig. Erstmals war die Handarbeitsgruppe aus Pausin dabei. Für das leibliche Wohl sorgten verschiedene Vereine: Bei den Damen der Kirche gab es frische Waffeln und Kaffee, beim Kreativ-Verein Würstchen vom Grill und bei der Initiative „Neue Nachbarn in Schönwalde“ bereitete frischgebackener Flammkuchen kulinarisches Vergnügen. Und so versetzte Duft von Glühwein und Gebackenem die Besucher in adventliche Stimmung. Gemütlich stand man um die Feuerschale im Hof und genoss die Geselligkeit. „Das Fest ist ein wichtiger Bestandteil der Dorfgemeinschaft“, brachte es Karla Ehl auf den Punkt. „Dieser Weihnachtsmarkt ist liebevoll gemacht und nicht mit den herkömmlichen zu vergleichen“, stimmte ihr Anette Laser aus Schönwalde-Siedlung zu. „Nur ein bisschen Schnee hat gefehlt.“

Vereins-Vielfalt in Falkensee

Das mit dem „Liebevollen“ haben die Schönwalder natürlich nicht alleine gepachtet. Auch an anderen Orten sorgten die Märkte für Wohlgefühl. „Es ist ein unglaublich schönes Miteinander. Auf so ein authentisches Fest kann Falkensee wirklich stolz sein“, sagte Angelika Kolberg nach ihre ersten Runde über den nicht-kommerziellen Weihnachtsmarkt am Falkenhagener Anger. Falkenseer Schulen, Kitas, Vereine und Kirchengemeinden hatten am Sonnabend zur 18. Angerweihnacht eingeladen.

Hunderte Weihnachtshungrige hatten sich zwischen Falkenhagener Anger und Kirche eingefunden. „Die Kulisse hier ist einfach toll. Und überall duftet es so herrlich“, sagte Anika Kolberg. Neben gebackenen Äpfeln, Plätzchen und etlichen Bechern Glühwein, die von Schülern, Müttern und Ehrenämtlern für kleines Geld verkauft wurden, setzten internationale Spezialitäten einen zusätzlichen Farb- und Dufttupfer. Die von syrischen Flüchtlingen betreute „Refugees Kitchen“ hatte ein Gericht mit Bulgur auf der Speisekarte, während die Kant-Gesamtschule an ihrem Stand eine asiatische Reispfanne anbot.

Doch nicht nur für den Magen, auch für die Ohren wurde gesorgt. In und um die Kirche Falkenhagen wurde ein buntes Programm aus Adventsmusik des Bläserchors Falkenhagen, einem Singspiel und weiteren Darbietungen auf die Beine gestellt. Pfarrer Olaf Schmidt las Geschichten vor. Im Haus am Anger wurden Geschenke aus Holz und Papier gebastelt und im Theater das Puppenspiel „Weihnachten für Kobolde“ gezeigt. Wer wollte, der konnte sich einmal um den ehemaligen Falkenhagener Dorfkern kutschieren lassen oder einen Mistelzweig vom Förderverein der Feuerwehr mitnehmen. Der Weihnachtsmann drehte auf dem Markt seine Runden, aber eine frech-fröhliche Marionette stahl ihm doch etwas die Show.

Strahlkraft in Elstal

Geruch von Gegrilltem und Glühwein lag am Sonnabend über dem Platz vor der Elstaler Kirche. Der Verein Historia Elstal und die Kirchengemeinde luden ein. Geboten wurde vieles. „Der Markt ist in diesem Jahr wirklich gut besucht, wir sind sehr zufrieden“, sagte Christa Wede vom Gemeindekirchenrat. Das große Interesse wurde vielleicht auch durch den Infostand der Reg Terana Immobilien GmbH geweckt. Hier konnten sich Interessierte Informationen über das Projekt der Heidesiedlung holen. 106 Grundstücke sollen dort entstehen.

Die Elstaler Kirche sah wohl noch nie so schön aus

Die Elstaler Kirche sah wohl noch nie so schön aus.

Quelle: Vanessa Mehwitz

Die Kinder der Kita „Sonnenschein“ sangen fröhlich Weihnachtslieder in der Kirche und anschließend wurde vom Ehepaar Eidner das Musical „Stern über Bethlehem“ gezeigt. Den krönenden Abschluss des musikalischen Programms gaben zwei Orgelkonzerte. Für die Kleinen las Ingrid Schönefeld aus Elstal im Märchenzelt den Kindern Geschichten vor, am Bastelstand konnte sich kreativ ausgetobt werden und der Weihnachtsmann verteilte Süßigkeiten.

Am Abend wurde der Markt zu einem gemütlichen Festplatz, mit angestrahlter Kirche, mit Feuerkörben und Holzbänken, so dass die letzten Besucher am Abend nur ungern wieder nach Hause gingen. „Ich bin jedes Jahr auf dem Weihnachtsmarkt“, lobte der Elstaler André Schlüter, „und finde es immer wieder schön.“

Von Ulrike Gawande, Max Gottschalk und Vanessa Mehwitz

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