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Geplante Spange sorgt bald für weniger Lärm

Brieselang Geplante Spange sorgt bald für weniger Lärm

Die geplante Spange der L 202, mit der Brieselang Süd und vor allem Zeestow in Zukunft vom Verkehr entlastet werden sollen, sorgt tatsächlich für weniger Lärm. Das geht aus einer Untersuchung hervor, die die Gemeinde in Auftrag gegeben hatte. Die Spange soll von der Landesstraße nach Süden abzweigen und an der Rostocker Straße in einen Kreisverkehr münden.

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Viele Lkws nutzen derzeit die Landesstraße 202, kommen häufig von der Autobahn oder vom Güterverkehrszentrum.
 

Quelle: Tanja M. Marotzke

Brieselang.  Gemeinsam mit der Gemeinde Wustermark will Brieselang in den nächsten Jahren die Verkehrssituation im Bereich der Autobahnanschlussstelle Brieselang und am Güterverkehrszentrum (GVZ) umkrempeln. Davon verspricht man sich eine Entlastung von Brieselang Süd einschließlich der Streusiedlung Zeestow Luch, aber vor allem auch des Dorfes Zeestow, dessen Einwohner seit vielen Jahren von durchfahrenden Lkws aus dem GVZ geplagt sind. Doch wie die Lärmsituation künftig genau aussehen wird, ist bisher noch unklar. Die Gemeinde hat deshalb eine Untersuchung in Auftrag gegeben. Und das Ergebnis stimmt die Verwaltung hoffnungsvoll: „Wir wissen jetzt, dass die Richtung, in die wir planen, die richtige ist“, sagte Bauamtsleiter Uwe Gramsch kürzlich.

So würden die Grenzwerte eingehalten und es wird darüber hinaus sogar von einer Entlastung für Brieselang Süd und Zeestow um bis zu 13 Dezibel gesprochen. Gab es doch in der Vergangenheit immer wieder Bedenken, wonach insbesondere die Häuser in Zeestow-Luch – direkt an der Landesstraße 202 gelegen – künftig auf der anderen Grundstücksseite vom Verkehrslärm beeinträchtigt werden könnten. Denn dort soll die von der L 202 abzweigende Spange entlangführen in Richtung Rostocker Straße. Zwar steht der genaue Trassenverlauf dieser Umgehung derzeit noch nicht fest, jedoch solle der Abstand so groß sein, dass die Anwohner nicht belastet werden, heißt es. Von etwa 400 Meter ist die Rede. Und so hält es die Planerin angesichts dieser großen Entfernung auch nicht unbedingt für sinnvoll, im Interesse des Lärmschutzes zusätzlich noch einen Wall aufzuschütten mit dem Aushub, der ohnehin beim Straßenbau anfällt. Für sie ist es fraglich, ob diese Barriere noch eine weitere Wirkung erzielen kann. Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU) wies darauf hin, dass für einen Wall auch noch mehr Grundstücksankäufe nötig wären, was wohl zu höheren Kosten führen könnte. Allerdings müsse man vorher die Kosten für die teure Abfuhr des Erdaushubs gegenrechnen.

Bei der Untersuchung legte man drei verschiedene Planfälle zugrunde. Zum einen wurde geprüft, wie es aussieht, wenn nach dem Bau der Spange die Verkehrsverbindung über die Brieselanger Straße, die jetzige L 202, in Richtung Zeestow bestehen bleibt – nur mit deutlich weniger Verkehr. Zum anderen haben die Planer untersucht, wie sich die Lärmemissionen entwickeln, wenn aus der Brieselanger Straße eine Sackgasse wird. Und schließlich ging man dann noch von einer Verdopplung des Verkehrs aus, um zu sehen, wie das Straßensystem darauf reagiert. „Aber selbst wenn 10 000 Fahrzeuge zusätzlich angenommen werden, ist das Konzept tragfähig“, sagt Bauamtsleiter Gramsch. Und in diesen Fall wäre auch schon eingerechnet, dass möglicherweise an der Ecke Rostocker/Brieselanger Straße die geplante Tankstelle entsteht. So hatte Ralf Heimann (IBB) nämlich darauf hingewiesen, dass diese sehr viel Verkehr aus dem Ort Brieselang anziehen werde – sowohl über die L 202 als auch über die Pappelallee. Hinzu komme, dass mehr als 1000 Wohnungen auf dem benachbarten Seifert-Gelände entstehen sollen – womit in Zukunft ebenfalls viel Verkehr verbunden ist.

Offen ist noch, wie die Anbindung der Spange an die L 202 erfolgen soll, damit es an der Stelle nicht zur einer übermäßigen Lärmbelastung kommt. Das wird Teil der anstehenden Planungen sein. Im Moment geht man davon aus, dass die Straße im Bereich des Grabens 506 anbindet. Wie Gramsch sagt, laufen derzeit die Voruntersuchungen zum Bau der geplanten Spange. „Wir erwarten jetzt die Ergebnisse aus dem Bereich Naturschutz.“ In den nächsten Wochen sollen zudem mit den Grundstückseigentümern Gespräche aufgenommen werden.

Von Andreas Kaatz

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