Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Geplanter Solarpark ist umstritten

Nauen Geplanter Solarpark ist umstritten

Ein Großteil der Einwohner der Nauener Ortsteils Waldsiedlung hat sich gegen den geplanten Solarpark auf dem Gelände des Funkamtes ausgesprochen. Die Ablehnung richtet sich allerdings erst einmal nur gegen den geplanten Standort am Dechtower Damm. Sie schlagen stattdessen einen Alternativstandort im nördlichen Bereich des Funkamtes vor.

Voriger Artikel
Ein Dorf will sich vergrößern
Nächster Artikel
Kurskorrekturen bei der Volksbank

Auf rund 30 Hektar soll der neue Solarpark in Nauen errichtet werden.

Quelle: Helge Treichel

Nauen. Der auf dem Gelände des Funkamtes in der Waldsiedlung geplante Solarpark bleibt bei den Bewohnern und den Kommunalpolitiker weiter umstritten. Der Bauausschuss hat jetzt eine Beschlussempfehlung für das Vorhaben beziehungsweise für die Aufstellung eines Bebauungsplanes versagt. Einstimmig stimmte er dagegen, dass am Dechtower Damm auf rund 30 Hektar Photovoltaikmodule errichtet werden.

Beifall gab es dafür von den anwesenden Bewohnern der Siedlung. Zuvor hatte Andreas Priber, Vorsitzender der „Bürgerinitiative Pro Weinberg“ eine Liste mit 136 Unterschriften an den Ausschussvorsitzenden Manuel Meger (LWN) übergeben. „Nur zwei Familien am Dechtower Damm haben nicht teilgenommen, alle anderen sind gegen die Planung des Solarparks“, sagte Priber. Allerdings stellte er gleichzeitig klar: „Das richtet sich nur gegen den momentan geplanten Standort, das haben auch die Gespräche mit den Anwohnern ergeben.“ Denn die Bürgerinitiative ist der Ansicht, dass der Solarpark stattdessen im nördlichen Bereich des Geländes, nördlich des Muthesiusbaus und westlich der B 273, besser stehen würde.

Dieser Ansicht ist auch der stellvertretende Ortsvorsteher Jörg Pelzer (LWN). Wie er sagt, habe der Ortsbeirat unter den jetzigen Voraussetzungen ebenfalls komplett dagegen gestimmt. „Wir sind uns als Ortsbeirat schon bewusst, wie wichtig regenerative Energien sind“, sagte er. Doch erst müssten die Hauptkritikpunkte geklärt werden. Dazu gehöre die Frage des Standortes, der derzeit zu nah am Dechtower Damm sei, ebenso wie die mögliche Blendwirkung für die Anwohner. „Das kann derzeit nämlich nicht ausgeschlossen werden und würde uns direkt betreffen“, so Pelzer. Zwar soll die Vegetation dies abmildern. Wenn allerdings die Laubbäume in der kalten Jahreszeit keine Blätter haben, wäre der Effekt nicht mehr vorhanden. Hinsichtlich des Alternativstandortes fragte Pelzer: „Warum wird nicht auf den Vorschlag eingegangen?“ Andere Einwohner haben die Befürchtung, dass die Photovoltaikzellen in Resonanz zu den starken Funkwellen gehen könnten, so dass für die Anwohner eine Gefahr bestehen würde.

Auf das Thema Naturschutz wies Uwe Nitz von der Bürgerinitiative hin. „Dort befindet sich auch die Einflugschneise des Kranichs“, meinte er. Der Rastplatz der Vögel liegt unweit von dem geplanten Standort, aber auch die Salzwiesen befänden sich in der Nähe, sagte er – somit zwei geschützte Gebiete.

Vom Investor WV Energie AG war an dem Abend niemand anwesend. Laut Stadtverwaltung hatte dieser darum gebeten, den Tagesordnungspunkt Solarpark noch einmal zu verschieben auf den nächsten Bauausschuss im September. Denn derzeit befindet sich der Investor in Gesprächen zur Standortfrage mit der Media Broadcast GmbH, dem Eigentümer des Funkamt-Areals. „Es gibt dazu bisher noch keine Einigkeit“, sagte Gunther App vom Bauamt.

Wie Roland Damm von der WV Energie AG unlängst sagte, soll die geplante Anlage vorwiegend der Eigenversorgung der Sendeanlage mit Strom dienen. Insgesamt soll der B-Plan eine Fläche von rund 117 Hektar einschließen.

Von Andreas Kaatz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Havelland
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg