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Havelland Künstler zieht „Brückenschlag“ zurück
Lokales Havelland Künstler zieht „Brückenschlag“ zurück
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18:45 03.11.2014
Gerhard Göschel zeigt seinen „Brückenschlag“, den man in Premnitz nicht haben will. Quelle: B. Geske
Premnitz

Er habe erfahren, hat Gerhard Göschel an den Bürgermeister geschrieben, dass es Bestrebungen gebe, „die bereits durch Sie getroffene Entscheidung zur Installation ... wieder in Frage zu stellen“. Auf der nächsten Stadtverordnetenversammlung im Dezember solle über das Kunstwerk erneut diskutiert und entschieden werden. In Anbetracht der damit verbundenen zeitlichen Verschiebung sehe er sich nicht in der Lage, die terminliche Zielstellung zu realisieren und weitere Risiken für unter Umständen verlorene Aufwendungen zu tragen.

In einer ersten Reaktion hat Roy Wallenta gesagt, dass er die Entscheidung von Gerhard Göschel sehr bedauert, aber auch nachvollziehen kann. „Ich habe hier die Chance für einen künstlerischen Ausdruck im Stadtzentrum gesehen“, sagte Roy Wallenta. Er finde, dass die Installation dort hingepasst hätte und sei der Überzeugung, „dass Premnitz die Diskussion ausgehalten“ hätte. Er habe dem Künstler bereits mitgeteilt, dass er den Wunsch nach Vertragsauflösung annimmt.

Gerhard Göschel hat gestern dazu nur mitgeteilt: „Diese Posse ist für mich beendet.“ Mehr habe er nicht zu sagen. Seine Meinung habe er in seinem Brief an den Bürgermeister dargelegt. Dieser habe das Schreiben an die Stadtverordneten weitergeleitet und jemand habe es auch schon in einem großen sozialen Netzwerk veröffentlicht. Er habe nur noch den Wunsch, dass sein Brief an den Bürgermeister unverändert in der MAZ abgedruckt wird.

Zwei Fraktionen hatten den Antrag gestellt, das Kunstwerk erneut auf die Tagesordnung zu setzen und auf der Stadtverordnetenversammlung am 4.Dezember darüber abzustimmen. Bereits auf der nächsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Soziales am 11. November hätte die Debatte wieder begonnen. Die Anträge kamen von der Freien Wählergemeinschaft Döberitz-Mögelin-Premnitz (DMP) und der CDU. Weil der Vertrag nun ja aufgelöst werden soll, haben beide Fraktionen mittlerweile ihre Anträge wieder zurückgezogen.

„Die überwiegende Mehrheit unserer Fraktion ist der Meinung, dass das Kunstwerk an dieser Stelle vollkommen unpassend wäre“, hat der DMP-Fraktionsvorsitzende Jürgen Mulsow gesagt. Es sei eine vernünftige Entscheidung, dass der Künstler sein Werk zurückgezogen habe. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Christian Peter sagte: „Wir waren geschlossen gegen das Kunstwerk.“ Die Premnitzer Brücke sei „Kunst und Historie genug“. Dort passe das angebotene Werk einfach nicht hin. Da der Künstler nun zurückgezogen habe, sei es so gekommen, wie die CDU-Fraktion es haben wollte.

Von Bernd Geske

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