Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Gerichtsdirektorin orientiert sich neu
Lokales Havelland Gerichtsdirektorin orientiert sich neu
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:33 24.07.2014
Ursula Fladée Quelle: R. Stork
Rathenow

Es ist gut möglich, dass Ursula Fladée (48 Jahre), die Direktorin des Amtsgerichts Rathenow, in diesem Jahr noch die Leitung des Amtsgerichts in Zossen übernimmt. Wie sie am Mittwoch auf Nachfrage dieser Zeitung bestätigte, hatte sie sich um die Position in Zossen beworben, die derzeit nicht besetzt ist. Sie sei durch den Richterwahlausschuss gewählt worden, hat Ursula Fladée sich noch entlocken lassen. Mehr Auskünfte wollte sie zu dieser Angelegenheit zum jetzigen Zeitpunkt nicht geben und begründete: Es seien noch weitere Schritte erforderlich, bevor ihr Wechsel nach Zossen sicher sei. Es könne noch scheitern.

2012 das Rathenower Amtsgericht übernommen

Am 1. Juni 2012 hatte Ursula Fladée als Nachfolgerin von Frank Jüttner die Leitung des Amtsgerichts Rathenow übernommen. Sie stammt aus Köln, wo sie auch Jura studiert hat. Seit 1996 ist sie im Land Brandenburg tätig. Zuerst arbeitete sie am Landgericht Cottbus, danach am Amtsgericht Senftenberg. Von 1999 bis 2010 war sie am Oberlandesgericht in Brandenburg tätig. Bevor sie nach Rathenow kam, hatte sie zuletzt als amtierende Direktorin das Amtsgericht in Bad Freienwalde geleitet.
Kurz bevor Ursula Fladée als Direktorin in Rathenow begann, war der Zuständigkeitsbereich des hiesigen Amtsgerichts zum 1.April 2012 um das Amt Friesack erweitert worden. 112 Meter Akten wurden nach Rathenow umverlagert. Dementsprechend bekam das Gericht einige Stellen mehr. Gegenwärtig sind im Rathenower Gericht 30Mitarbeiter beschäftigt, darunter fünf Richter und drei Gerichtsvollzieher.

Begeistert vom Gerichtsgebäude

Vom Rathenower Gerichtsgebäude hatte sich die Direktorin von Anfang an begeistert gezeigt. Es sei zu spüren, dass es als Gericht geplant worden sei, stellte sie fest. Es gebe reichlich Fläche für das Archiv und sogar ein zweites Treppenhaus, über das man Angeklagte am wartenden Publikum vorbei führen könne. Auch die repräsentativen Sitzungssäle hatten es ihr angetan. „Es ist schön, wenn die Räume so würdevoll gestaltet sind“, hat sie einmal gesagt, „dass sie tatsächlich etwas von der Justiz als der dritten Staatsgewalt verkörpern.“ Auch das ihr anvertraute Personal hat sie stets gelobt. Alle Mitarbeiter seien hoch motiviert, hat Ursula Fladée hervorgehoben, sie wollten den Gerichtsstandort in einem möglichst guten Licht dastehen lassen. Sollte ihr Wechsel nach Zossen dann demnächst feststehen, so hat sie versprochen, werde sie der Presse ausführlicher über ihre Erfahrungen und Eindrücke in Rathenow berichten.

Rechtsangelegenheiten von etwa 60000 Bürgern

Das Rathenower Amtsgericht ist das Eingangsgericht für die Angelegenheiten der ordentlichen Gerichtsbarkeit der Gemeinden des westlichen Bereiches des Landkreises Havelland. Es behandelt Rechtsangelegenheiten von etwa 60000 Bürgern. Insbesondere werden dort Zivilsachen, Strafsachen, Bußgeldsachen, Familiensachen, Grundbuchsachen, Betreuungssachen, Nachlasssachen, Hinterlegungssachen, Zwangsvollstreckungen und Landwirtschaftssachen bearbeitet. Zentral beim Amtsgericht Potsdam werden Insolvenzverfahren, Handelsregistersachen und Vereinssachen bearbeitet. Für Mahnsachen ist seit 2006 das Amtsgericht Berlin-Wedding zuständig.

Sitzungstage für Strafsachen sind am Rathenower Amtsgericht Dienstag, Mittwoch und Donnerstag. An jedem Tag werden dort durchschnittlich sechs bis acht Strafsachen verhandelt.

Von Bernd Geske

Polizei Havelland: Polizeibericht vom 23. Juli - Mit 2 Promille hinterm Steuer

+++ Falkensee/Wustermark: Betrunken hinterm Steuer +++ Rathenow: Radlerin bricht sich bei Zusammenstoß mit Auto das Handgelenk +++ Dallgow-Döberitz: Mit gestohlenem Kennzeichen unterwegs +++ Friesack: Ausländerfeindliche Parolen vor Asylbewerberheim +++ Nauen: Leicht verletzt nach Auffahrunfall +++

23.07.2014
Oberhavel Vom Recycling-Trend profitieren auch Unternehmen in Oranienburg - Zweite Chance für alten Kram

Heute muss alle up to date sein - da ist kein Platz mehr für veraltete Produkte und Nostalgie - oder? Nein! Vor allem unter jungen Leuten ist es angesagt dem Schrank vom Sperrmüll mit frischer Farbe eine zweite Chance zu geben oder auf dem Flohmarkt nach kultigen Klamotten zu stöbern. Von diesem Trend profitieren auch Gebrauchtwarenhändler in Oranienburg.

23.07.2014
Havelland Erschließung des Olympischen Dorfes liegt in öffentlicher Hand - Elstal: Wohnprojekt mit Fragezeichen

1200 bis 1500 Menschen könnten in absehbarer Zeit im Olympischen Dorf in Elstal wohnen. Theoretisch. Laut des potentiellen Investors für das Wohnprojekt - der Firma Terraplan aus Nürnberg - kann das Vorhaben jedoch nur funktionieren, wenn die öffentliche Hand etwa drei Millionen für die Erschließung des Areals beisteuert.

23.07.2014