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Gesamtschulen im Schülerranking weit vorn

Havelland Gesamtschulen im Schülerranking weit vorn

Gymnasium, Gesamt- oder Oberschule – Sechstklässler aus dem Havelland haben sich entschieden, auf welcher weiterführenden Schule sie ihre schulische Laufbahn fortsetzen möchten. Die Erstwünsche sind eingegangen, endgültig sind die Ergebnisse damit jedoch nicht. Ein Trend ist jedoch bereits erkennbar.

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Nach dem Probeunterricht an den Gymnasien könnten auch in der Nauener Arco-Schule noch einige Anmeldungen hinzu kommen.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Havelland. Gymnasium, Gesamt- oder Oberschule – Sechstklässler aus dem Havelland haben sich entschieden, auf welcher weiterführenden Schule sie ihre schulische Laufbahn fortsetzen möchten. Die Erstwünsche sind eingegangen, endgültig sind die Ergebnisse damit jedoch nicht. Nach Probeunterrichtsstunden an den Gymnasien kann die Zahl der Anmeldungen an den Oberschulen erfahrungsgemäß nochmals variieren, weiß Jürgen Beyer, Schulleiter der Nauener Arco-Oberschule.

„64 Anmeldungen sind bei uns eingegangen, viel mehr sollten es auch nicht werden“, so Beyer. Denn neben einer Regelklasse soll es auf der Arco-Oberschule wie in den vergangenen Jahren wieder zwei Integrationsklassen geben, die nicht mehr als 23 Schüler umfassen sollten. „Wir sind für 76 Plätze ausgelegt, werden diese jedoch erfahrungsgemäß nicht erreichen. Auch nach dem Probeunterricht an den Gymnasien und der Berücksichtigung des Zweitwunsches sind wir in den vergangenen Jahren unter dem Maximum geblieben“, sagt der Schulleiter.

Auch die Kooperationsschule in Friesack nimmt im kommenden Schuljahr voraussichtlich wieder fünf Schüler mit speziellem Förderbedarf auf, die wenn möglich nicht in einer Klasse untergebracht werden sollen. Zwei Förderklassen sind demnach am Schulstandort geplant für den sich bislang 40 Sechstklässler im Erstwunsch beworben haben.

Gesamtschulen bleiben beliebteste Schulform

Mit einigen Nachzüglern rechnet Ulrike Witschas, Schulleiterin der Ketziner Theodor-Fontane-Oberschule. „In den vergangenen Jahren kamen nach dem Auswahlverfahren noch einige Schüler hinzu, die sich an einer Potsdamer Gesamtschule beworben und uns als Zweitwunsch angegeben hatten. Die Entfernung ist meistens der ausschlaggebende Ablehnungsgrund an den beliebten Gesamtschulen“, so Witschas, die bislang 46 Anmeldungen im Erstwunsch entgegengenommen hat.

Ungebrochen ist demnach auch die Bewerbungsflut an der einzigen Gesamtschule im Osthavelland. 236 Schüler hatten sich im vergangenen Jahr im Erstwunsch an der Falkenseer Kant-Gesamtschule beworben. In diesem Jahr dürfte die Zahl gleich geblieben oder sogar noch gestiegen sein, denn die Gesamtschule ist bei Schülern und Eltern im Osthavelland gleichermaßen beliebt. Vorläufige Zahlen waren auf MAZ-Anfrage nicht zu bekommen.

„Wir haben die ausdrückliche Bitte aus de Schulamt bekommen, keine vorläufigen Zahlen zu veröffentlichen. Was dahintersteckt, weiß ich allerdings nicht“, begründet Dezernentin Luise Herbst. Dass sich jährlich deutlich mehr Schüler an der Kant-Gesamtschule bewerben, als die Schule aufnehmen kann, steht jedoch fest und führt zum gefürchteten Auswahlverfahren, bei dem auch für das kommende Schuljahr etliche Interessenten leer ausgehen werden.

Zweite Gesamtschule soll Entlastung bringen

Eine zweite Gesamtschule im Osthavelland, die in Brieselang entstehen könnte, soll die Situation entlasten. Auch die Gemeinde Wustermark hatte ihr Interesse an der Eröffnung einer Gesamtschule bekundet – und das bereits vor rund zwei Jahren. Denn bereits heute ist die Elstaler Heinz-Sielmann-Oberschule bei Schülern und ihren Eltern beliebt, was nicht zuletzt an ihrer guten Erreichbarkeit für die umliegenden Gemeinden liegt.

Auch in Elstal könnte daher wieder ein Auswahlverfahren bevorstehen. 59 Erstwünsche sind bislang eingegangen, dabei wird es höchstwahrscheinlich nicht bleiben. 18 Schüler musste die Elstaler Oberschule im vergangenen Jahr ablehnen.

Zwischen 10 bis 30 Bewerbern lehnt auch das Nauener Goethe-Gymnasium zu Beginn eines jeden Schuljahres ab. Zu viele Bewerber für insgesamt 112 Plätze. „Es gab auch schon Jahre in denen wir eine ganze Klassenstärke ablehnen mussten. Damit rechne ich in diesem Jahr jedoch nicht, da es generell weniger Sechstklässler gibt“, sagt Schulleiter Wieland Breuer bei dem bislang 110 Bewerbungen im Erstwunsch eingegangen sind.

Vom Falkenseer Lise-Meitner-Gymnasium, der bisher zweitbeliebtesten Schule im Osthavelland mit über 120 Bewerbern im vergangenen Jahr, dem Vicco-von-Bülow-Gymnasium in Falkensee, der Oberschule Falkensee, dem Marie-Curie-Gymnasium in Dallgow und der Hans-Klakow-Oberschule in Brieselang liegen der MAZ keine vorläufigen Bewerberzahlen vor.

Von Laura Sander

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