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Mittendrin im Mittelalter

Jahn-Grundschüler beschäftigen sich mit Stadtgeschichte Mittendrin im Mittelalter

Geschichte kann im Schulunterricht eine trockene Angelegenheit sein. Ausgesprochen lebhaft geht es in der Jahn-Grundschule zu. Dort tauchen die Schüler regelrecht ins Mittelalter ein – sogar das Schießen mit Pfeil und Bogen ist Bestandteil des Unterrichts.

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Die Schüler durten sogar Bogenschießen üben

Rathenow. Welche Funktion hatte die Ritterrüstung im Mittelalter und was erzählt das Wappen auf dem Schild über dessen Träger? Kürzlich beschäftigten sich die Schüler der 4b von Ines Czeszack in der Rathenower Jahn-Grundschule während eines Projektes aus Anlass der 800-Jahr-Feier Rathenows mit der mittelalterlichen Geschichte. Dazu kamen König Lothar und Königin Sieglinde, die Rathenower Lutz und Sigrid Feuerherdt, in ihren mittelalterlichen Gewändern in die Klasse und erklärten die Bedeutung ihrer Ausrüstungsgegenstände. Mittels eines Spieles um die von einem Drachen gefangene Prinzessin Marie erkundeten die Schüler das Leben der Menschen in dieser Zeit. „Wie haben unsere Vorfahren gelebt? Die Grundschüler der 3./4. Klassen haben jeweils drei Wochenstunden Sachkundeunterricht“, sagt Schulleiter Frank Gens, der seinen Schülern ihre Heimatstadt und deren Geschichte zum ‚Anfassen’ und nach erlebbar näher bringen möchte. „Aber die lokale Geschichte kommt im Unterricht zu kurz.“ Erst in Klasse 6 ist die mittelalterliche Stadt Thema im Geschichtsunterricht.

Sigrid und Lutz Feuerherdt aus Rathenow als König Lothar und Königin Sieglinde in der Klasse 4b der Jahn-Grundschule

Sigrid und Lutz Feuerherdt aus Rathenow als König Lothar und Königin Sieglinde in der Klasse 4b der Jahn-Grundschule

Quelle: Uwe Hoffmann

Danach ging es in zwei Gruppen auf den Sportplatz gegenüber der Schule. Hier erwartete schon Heinz-Günther Menzel die Kinder. Er wollte den Schülern das Schießen mit der wichtigen Jagd- und Kampfwaffe des Mittelalters, dem Bogen, näher bringen. „Seit einiger Zeit haben auch wir eine Abteilung Bogenschießen“, so der Vorsitzende der Rathenower Schützengilde von 1830 e.V. „Es ist ein großer Trend. In allen Schützenverein liegt die Zukunft im Bogenschießen.“ Nach kurzer Einführung und mit Unterstützung durch Heinz-Günther Menzel klappte, das für die meisten Schüler erste Schießen mit Pfeil und Bogen, ganz gut. „Ich habe schon einmal mit meinem Vater geschossen“, erzählt Lola Mertin. Auch Schulleiter Frank Gens versuchte sich erfolgreich. Geschossen wurde auf eine fünf Meter entfernte Scheibe.

Von Uwe Hoffmann

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