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44-mal gab’s Waidmanns Dank

Gesellschaftsjagd im Rhinower Wald 44-mal gab’s Waidmanns Dank

Am Sonnabend fand die Gesellschaftsjagd der Hegegemeinschaft Rhinower Ländchen statt. 85 Jäger und 45 Jagdhelfer waren auf einer 1500 Hektar großen Fläche zwischen Rhinow, Prietzen, Wolsier und Spaatz im Einsatz. Am Ende wurden 44 erlegte Wildtiere zusammen gelegt – für jedes sprachen die Jäger ihren Waidmanns Dank.

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Zum Abschluss der Jagd haben die Teilnehmer traditionell das zur Strecke gebrachte Wild ausgelegt.

Quelle: Norbert Stein

Rhinow. Sein halbes Leben lang ist Paul Beutler Jäger. Unzählige Stunden hat er schon im Wald verbracht. Bei der Gesellschaftsjagd der Hegegemeinschaft Rhinower Ländchen am Samstag mit ins Revier zu gehen war dem 85-jährigen Jäger dann aber doch zu anstrengend. Als sich am späten Nachmittag die Jäger und Jagdhelfer beim öffentlichen „Strecke legen“ zum Abschluss der Jagd auf einem Hof an der Werner-Seelenbinder-Straße versammelten, war auch Paul Beutler dabei. Er wollte bekannte Jäger treffen, mit ihnen über Wald und Wild diskutieren und jagdliche Erinnerungen auffrischen beim „Schüsseltreiben“ mit Kesselgulasch und Glühwein. Sehen wollte er natürlich auch das Jagdergebnis, und er war zufrieden.

Tannengrün auf jedes Stück Wild, wie es der Brauch verlangt

„Wir haben eine ordentliche Strecke“, sagte der Vorsitzende der Hegegemeinschaft Rhinower Ländchen, Hartmut Badtke, als die Hörner das Ende der Jagd verkündeten. Helfer hatten zuvor das erlegte Wild auf Tannengrün „zur Strecke gelegt“, wie es der jagdliche Brauch verlangt. Insgesamt sieben Stück Rotwild, neun Wildschweine, 24 Rehe und vier Füchse hatten die Jäger erlegt. Auf jedem Tier lag ein Tannenzweig, den Badtke an den jeweiligen Schützen übergab. Das ist die Art der Jäger, „Waidmanns Dank“ zu sagen und dem erlegten Wild ihre Ehrerbietung zu zeigen. Das Ergebnis der Jagd sei für die Jäger der Lohn für geleistete Arbeit in Wald und Flur, betonte Badtke. Jäger würden viele Nächte im Wald zubringen, für einen gesunden Wildbestand sorgen, Müll im Wald sammeln und Wildschäden auf den Feldern der Landwirte verhindern, nannte der Vorsitzende der Hegegemeinschaft als Beispiele der jagdlichen Ehrenamtsarbeit. Badtke dankte im Beisein von Amtsdirektor Jens Aasmann den Bewohnern für ihr Verständnis, dass der Wirtschaftsweg von Rhinow nach Spaatz aus Gründen der Sicherheit während der Jagd für den Verkehr gesperrt worden war.

Teilgenommen haben an der Gesellschaftsjagd 85 Jäger aus dem Havelland sowie aus den Ländern Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Dänemark. 45 Jagdhelfer, zu denen auch der Rhinower Bürgermeister Stefan Schneider gehörte, beunruhigten als Treiber das Wild auf einer rund 1500 Hektar großen Fläche zwischen Rhinow, Prietzen, Wolsier und Spaatz. „Sie haben das Wild rausbekommen“, lobte Badtke die Treiber für ihr Durchstreifen der Wälder. Bei der Jagd habe es keine Ordnungsverstöße gegeben.

Von Norbert Stein

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