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Gesucht: Seniorenbeauftragte für Schönwalde

Marianne Fiebig geht Gesucht: Seniorenbeauftragte für Schönwalde

Seit neun Jahren bekleidet Marianne Fiebig das Amt der Seniorenbeauftragten von Schönwalde-Glien. Aus gesundheitlichen Gründen will sich die 72-Jährige nun eigentlich zurückziehen, muss aber vorerst weitermachen, weil sich kein Nachfolger findet. Zwar wollten viele im Seniorenrat mitarbeiten, doch niemand sei bereit den Vorsitz zu übernehmen, beklagt Fiebig.

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Marianne Fiebig zieht sich als Seniorenbeauftragte von Schönwalde-Glien zurück.

Quelle: Philip Häfner

Schönwalde-Glien. Nach Schönwalde zu ziehen, das kam für Marianne Fiebig anfangs nicht in Frage. „Ich habe immer gesagt: Das kann ich nicht, ich habe gar kein passendes Schuhwerk“, erinnert sie sich an die Zeit zurück, in der sie noch in einem Hochhaus in der Berliner Innenstadt wohnte.

Doch Ende der Siebzigerjahre kauften sie und ihr Mann sich zunächst ein Wochenendhaus in der Siedlung, 1997 zog das Paar ganz dorthin.

Seit 2007 ist Marianne Fiebig Seniorenbeauftragte in Schönwalde-Glien. „Ich hatte mich ursprünglich nur für eine ehrenamtliche Tätigkeit gemeldet, weil ich nach dem Tod meines Mannes unter Menschen wollte“, erzählt sie. Doch es dauerte nicht lange, ehe sie in ihrem neuen Amt aufblühte. Sie betreute die polnischen Senioren der Partnergemeinde Wagrowiec, wenn diese in Schönwalde zu Besuch waren, organisierte Ausflüge zum Potsdamer Landtag oder ins Bundeskanzleramt nach Berlin und zusammen mit der Volkssolidarität auch Infoveranstaltungen zu Themen wie Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht.

Als zuletzt ein Experte aus dem Finanzamt über Steuern und Rente informierte, war der Gemeindesaal so voll, dass einige Gäste wieder unverrichteter Dinge nach Hause gehen mussten, weil sie keinen Platz mehr bekamen. Marianne Fiebig wirkte außerdem aktiv im Kreisseniorenrat mit.

Mit all dem soll nun Schluss sein. Nach einem zweiwöchigen Krankenhausaufenthalt im April will die 72-Jährige in Zukunft kürzer treten. Das Problem ist bloß, dass sie keinen Nachfolger findet. Und das, obwohl der örtliche Seniorenrat mit je zwei Vertretern aus jedem Ortsteil (aus der Siedlung sind es sogar vier) an sich breit aufgestellt ist. „Doch es wollen zwar viele mitmachen, aber niemand ist bereit den Vorsitz zu übernehmen“, sagt Marianne Fiebig. Auch Bürgermeister Bodo Oehme (CDU) hat derzeit noch keine Idee für einen Nachfolger.

Fiebig hat sich deshalb bereit erklärt, noch für ein paar Wochen weiterzumachen. „Was ich angerührt habe, löffele ich noch aus“, sagt sie. Danach aber, das sagt sie deutlich, ist Schluss. Sie hoffe nun, dass sich noch jemand findet, der das Amt des Schönwalder Seniorenbeauftragten übernimmt. „Es würde mir leid tun, wenn alles den Bach runtergeht.“

Von Philip Häfner

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