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Havelland Gesundes Leben in Milower Land
Lokales Havelland Gesundes Leben in Milower Land
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22:06 11.06.2017
Brigitte Seeger aus Bützer, 2. Vorsitzende des Seniorenbeirats Milower Land, mit der Wünschebox. Quelle: Uwe Hoffmann
Milow

. Pflegeprävalenz – ein Wortungetüm. Ines Neidt kann erklären: „Die Pflegeprävalenz drückt das Verhältnis pflegebedürftiger Menschen im Verhältnis zur gesamten Einwohnerzahl aus“, sagt Neidt, seit Dezember 2015 Koordinatorin des Modellprojektes „Senkung der Pflegeprävalenz“ im Milower Land und Nauen. „Diese Pflegeprävalenz ist im Havelland höher, als in anderen Regionen Brandenburgs. Ziel des Modellprojekts in Trägerschaft der Qualitätsgemeinschaft Pflege, einem Zusammenschluss der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege des Landes Brandenburg, ist die Senkung der Zahl der pflegebedürftigen Menschen.“

Arbeit über viele Wochen

Über mehrere Wochen hat Ines Neidt, mit Unterstützung des am 1. März gegründeten Seniorenbeirates im Milower Land, die erste Messe „Gesund leben im Milower Land“ von Dienstleistern der Region für ältere Menschen, im Rahmen der 24. Seniorenwoche im Land Brandenburg, vorbereitet.

Annette Göschel beim Fitnesstest. Quelle: Uwe Hoffmann

Am Samstag stellten 35 unterschiedliche Anbieter in der Turnhalle und auf dem Gelände „Inge Sielmann“-Grundschule ihr Angebot vor. Dazu gehörten Pflegeanbieter wie die Diakoniestation Premnitz, das Rathenower Büro der Verbraucherzentrale Brandenburg, der Pflegestützpunkt des Landkreises Havelland mit der im Februar im Friedrich-Ebert-Ring 92 in Rathenow eröffneten technikunterstützten und barrierearmen Musterwohnung „SelmA“ und private Dienstleister, wie die Senioren-Gesellschafterin Astrid Neumann aus Rathenow.

Test zur Alltagsfitness

Das Gemeinschaftswerk Wohnen und Pflege Nauen, das seit 1. Juni auch im Milower Land aktiv ist, möchte gemeinsam mit der Volkssolidarität Rathenow einen Einkaufsservice für die Bevölkerung der ländlichen Gemeinde anbieten. Bei einem kurzem Test über sechs Stationen konnten die Besucher ihre Alltagsfitness testen.

Mitglieder des Seniorenbeirates Milower Land. Quelle: Uwe Hoffmann

Auf dem Gelände der Grundschule konnten Besucher auf dem „Rollstuhl-Parcours“ nachvollziehen, wie schwierig der Alltag für Menschen im Rollstuhl ist oder die lieben Hunde des Therapiehunde Brandenburg e.V. kennenlernen. „Zu unseren Schwerpunkten für das Jahr 2017 gehören die Vereinbarung einer Partnerschaft mit der Grundschule in Milow und die Teilnahme am 7. Havelländischen Seniorensportfest am 20. September in Dallgow-Döberitz“, erklärt Gabriele Linke aus Milow, 1. Vorsitzende des am 1. März neu gegründeten Seniorenbeirats der Gemeinde Milower Land. „Mit unserer Aktion ‚Wünschebox’ wollen wir erfahren, was die in unserer Gemeinde lebenden älteren Menschen bewegt.“ Der Seniorenbeirat sucht noch Ehrenamtler, die sich in den Ortsteilen der Gemeinde engagieren, und zum Beispiel nach dem Vorbild Milow einen Mittagstisch oder ein Männerfrühstück organisieren.

Gäste aus Brandenburg an der Havel

Neben Bürgermeister Felix Menzel (SPD), der die Messe, mit seiner Familie besuchte, informierte sich auch die Brandenburger Oberbürgermeisterin und CDU-Bundestagskandidatin Dietlind Tiemann unter anderem über die Arbeit des Seniorenbeirats. „Älteres Menschen brauchen Kontakt. In eher anonymen größeren Städten bald noch mehr als im ländlichen Raum“, sagte Walter Paaschen, seit 2014 Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung in Brandenburg an der Havel. „Der Angebote ‚Mittagstisch’ und ‚Männerfrühstück’ nehme ich mit nach Brandenburg.“

Interesse an Wiederholung

„Die erste Messe war gut besucht, auch wenn man sich immer mehr Besucher wünscht“, zog Ines Neidt ihr Fazit. „Die verschiedenen Anbieter haben sich gut präsentiert und auch untereinander besser vernetzt. Sie fragten schon nach, ob es im nächsten Jahr eine weitere Dienstleistermesse geben wird.“ Die Bewohner des Milower Landes, die diese erste Messe nutzen, fühlten sich über das Dienstleitungsangebot für ältere Menschen gut informiert. „Ich war überrascht, wie viele Dienstleistungsanbieter es hier in der Region gibt“, meinte Burghild Preul aus Großwudicke, die mit ihrem Mann Kurt den eingerichteten Shuttle nach und von Milow nutzte. „In Großwudicke kann man sich noch ganz gut, wie mit der Fleischerei im Ort und dem Bäcker aus Rathenow und dem Lebensmittelhändler aus Bützer, die wöchentlich den Ort anfahren, versorgen.“

Dieter Wollenberg und Ines Neidt vom Projekt „Senkung der Pflegeprävalenz“ Quelle: Uwe Hoffmann

Die Projektkoordinatorin Ines Neidt erreicht man unter Telefon 03386/210053 und 0152/54058027 sowie per E-Mail ines.neidt@qgp-brandenburg.de. Zur Sprechstunde erreicht man Ines Neidt in ihrem Büro in der Stremmestraße 11 in Milow, donnerstags 14 bis 18 Uhr. Der nächste Mittagstisch im „Nitzahner Eck“ findet am 6. Juli statt. Zum nächsten Milower Männerfrühstück im Gemeinderaum Milow trifft man sich 26. Juli. Um Anmeldungen bei Renate Schatte unter Telefon 03386/285906 wird gebeten.

Von Uwe Hoffmann

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