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Havelland Gesundheitszentrum wird ab Montag beheizt
Lokales Havelland Gesundheitszentrum wird ab Montag beheizt
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18:40 24.11.2016
Als wesentlicher Bestandteil der Arbeiten im Inneren des Gebäudes wird derzeit auf den Böden der Estrich gegossen. Quelle: Bernd Geske
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Premnitz

Beim Bau des neuen Gesundheits- und Familienzentrums an der Gerhart-Hauptmann-Straße in Premnitz beginnt die letzte Etappe. Ziemlich genau vor einem Jahr hatten dort die ersten bauvorbereitenden Arbeiten begonnen und am 1. Juli 2017 soll die Einrichtung den Betrieb aufnehmen. Das Gebäude steht schon seit längerer Zeit und die Fassade ist zu 90 Prozent fertig. Naturgemäß wird nun der Innenausbau der Schwerpunkt sein. Damit die Arbeiten im Hause richtig losgehen können, berichtet der Investor Josef Rampf, werde es ab Montag beheizt. „Das Wichtigste ist“, erklärt er, „dass bis zum Jahresende ein großer Teil der Feuchtigkeit heraus ist.“ Gegenwärtig werde der Estrich für die Fußböden gegossen, das bringe viel Feuchtigkeit in den Bau hinein.

Grundsätzlich waren die Bauleute auch darauf eingestellt, dass das Wetter frühzeitig frostig werden könnte. Es hatte aber einen guten Sommer gegeben und bis Ende Oktober konnten die Arbeiten an der Fassade weitgehend abgeschlossen werden. Für die Außenansicht markant ist das oberste Geschoss, das als Staffelgeschoss angelegt, also gegenüber den darunter liegenden drei Etagen etwas verkleinert worden ist. Das Erdgeschoss ist außerdem nach außen hin aus Schönheitsgründen verklinkert worden. Die Erschließung des gesamten Gebäudes mit Strom, Wasser/Abwasser, Kommunikationsleitungen und so weiter ist fertig. Die Außenanlagen soll erst nach dem Winter ab Februar/März des nächsten Jahres fertiggestellt werden.

Die Fassade außen ist zu 90 Prozent fertig. Quelle: Bernd Geske

Das ganze Gebäude wird mit Erdwärme beheizt. Insgesamt 18 Leitungen sind dazu 100 Meter tief in den Boden des Premnitzer Stadtzentrums eingesenkt worden. Ab Montag verbinden die Monteure das Rohrsystem in der Erde mit der Heizungsanlage des Hauses. Am Montag beginnt auch der Einbau der Innentüren und eine Woche später fangen die Fliesenleger an. Ab 20. Dezember wird in der letzten Etage, dem dritten Obergeschoss, der Estrich aufgebracht. Am 2. Januar des neuen Jahres rücken die Maler an.

Baufachleute bestätigten, dass bei Objekten wie diesen gerade der Innenausbau mit Problemen behaftet sein kann. Probleme gebe es auf Baustellen immer, bestätigt Josef Rampf. Aber da bei diesem Bau relativ langfristig festgestanden habe, welcher Nutzer wo einziehe, sei das für die Bauausführung eine Erleichterung gewesen. „Es wird genug Zeit sein“, sagt er, „damit die Mieter in Ruhe einziehen können.“

Nutzfläche 2 350 Quadratmeter

Das neue Gesundheits- und Familienzentrum wird eine Nutzfläche von 2 350 Quadratmetern haben.

Ins Erdgeschoss des Hauses ziehen eine Apotheke, ein Augenoptiker, ein Sanitätshaus, ein Friseur mit Kosmetik und ein Bistro.

In das 1. Obergeschoss (OG) gehen eine Physiotherapie, ein HNO-Arzt, ein Hörgeräteakustiker, ein ambulanter Pflegedienst und eine Kosmetikerin.

Ins 2. OG ziehen ein Allgemeinmediziner, eine Gynäkologie, Ärztin für Inneres, ein Dermatologe und eine Fußpflege.

Ins 3. OG gehen ein Allgemeinmediziner, eine Psychotherapie und eine Tagespflege.

Bereits jetzt ist für den 1. Juli 2017 die Einweihungsfeier fest eingeplant. Das wird wunderbarerweise ein Sonnabend sein. Der traditionelle Turmlauf, der sonst immer im Juni im Industriepark stattfand, wird deshalb ins Premnitzer Stadtzentrum verlegt. Am 1. Juli wird außerdem allen Interessierten mit einem Tag der offenen Tür erstmals die Gelegenheit gegeben, sich den imposanten Neubau im Zentrum von innen anzusehen. Zum Abend hin beginnt dort eine Party und am Montag, dem 3. Juli, nimmt das Gesundheits- und Familienzentrum die Arbeit auf.

Das jetzige, alte Gesundheitszentrum an der Friedrich-Engels-Straße wird dann leer gezogen sein. Die Stadt plant schon jetzt finanzielle Mittel von rund 500 000 Euro für 2018 ein, um die Gebäude dort abzureißen und die Fläche für Eigenheimbebauung neu zu erschließen.

Von Bernd Geske

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