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Erschossene Frau war im Ort kaum bekannt

Mögelin (Havelland) Erschossene Frau war im Ort kaum bekannt

Über die 57-Jährige, die bei Mögelin durch eine Schussverletzung getötet wurde, ist bei den Einwohnern kaum etwas bekannt. Das liegt daran, dass die Frau etwas außerhalb von Mögelin wohnte und erst vor wenigen Monaten hingezogen ist. Sie hatte in Sachsen-Anhalt eine Gaststätte, die zwangsversteigert wurde, und wollte sich nun eine neue Existenz aufbauen.

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Bei Mögelin wurde am Sonnabend in einem Pkw eine tote Frau gefunden.

Quelle: Kay Harzmann

Mögelin. Die 57 Jahre alte Frau, die am Samstag bei einem Gewaltverbrechen in Mögelin getötet wurde, war wohl auf dem Weg zu ihrem neuen Zuhause. Erst vor wenigen Monaten war sie von Biederitz bei Magdeburg (Sachsen-Anhalt) in den Premnitzer Ortsteil umgezogen. Zeugen waren am Samstag auf einen Pkw Ford aufmerksam geworden, der mehrere Stunden lang am Heiningsweg stand. Im Fahrzeug befand sich die leblose Frau mit einer Schussverletzung.

Die Staatsanwaltschaft Potsdam geht von einem Gewaltverbrechen aus und hat eine zwölfköpfige Ermittlungsgruppe gebildet. Die Untersuchung wird von der Polizeidirektion West geführt. Zu aktuellen Ergebnissen ist von Staatsanwalt Christoph Lange nur zu erfahren, dass er der Pressemitteilung vom Sonntag nichts hinzuzufügen hat. Darin heißt es, Spuren würden ausgewertet und Zeugen vernommen. Ein konkreter Tatverdacht habe sich nicht ergeben.

In Biederitz (Sachsen-Anhalt) war die in Mögelin getötete Frau über 30 Jahre lang Inhaberin der Gaststätte „Gänsekrug“, die dann aber zw

In Biederitz (Sachsen-Anhalt) war die in Mögelin getötete Frau über 30 Jahre lang Inhaberin der Gaststätte „Gänsekrug“, die dann aber zwangsversteigert wurde.

Quelle: Bernd Kaufholz

Die Frau war Jägerin, eine Tatwaffe wurde bisher nicht gefunden. Man kann davon ausgehen, dass sie mit dem Pkw auf dem Weg zu ihrem neuen Wohnsitz war, der sich etwas außerhalb von Mögelin befindet. Zu DDR-Zeiten war dort ein Übungsgelände der Gesellschaft für Sport und Technik (GST). In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich nur ein Einfamilienhaus.

Das Grundstück, auf dem die Frau gewohnt hat, ist in ordentlichem Zustand. Ihr Name steht noch neben dem Hoftor. Über das Gelände laufen zwei langhaarige Ziegen und ein weißer Hund. Das Wohnhaus ist ein Flachbau. Mehrere Menschen – keine Polizei – sind auf das Grundstück gefahren. Dort stehen drei Pkw. Ein junger Mann am Hoftor sagt: „Hier werden Sie nichts erfahren.“ Ein anderer, etwas älterer Mann soll mit einem Knüppel in der Hand einen Reporter zum Verschwinden aufgefordert haben.

Gewalttat in Mögelin

Am Sonnabend um 20 Uhr werden Einsatzkräfte der Polizei nach Mögelin gerufen. Zeugen sind auf einen Pkw aufmerksam geworden, der seit Stunden am Heiningsweg steht.

Im Fahrzeug wird eine leblose Frau mit einer Schussverletzung gefunden.

Alarmierte Rettungskräfte versuchen, die Frau wiederzubeleben. Der herbeigerufene Notarzt stellt dann aber ihren Tod fest.

Wohl auch, weil die Frau etwas außerhalb wohnte, ist bei den Mögelinern wenig über sie bekannt. Sie war geschieden, lebte allein und befand sich wohl in einer Beziehung mit einem Mann aus dem Land Brandenburg. Nach Mögelin soll sie gekommen sein, um sich eine neue Existenz aufzubauen. Es heißt, sie habe einen Pferdehof aufbauen wollen. Andere Stimmen sagen, sie habe ein Rotwildgatter geplant.

In Biederitz hatte sie über 30 Jahre lang die Gaststätte „Gänsekrug“ betrieben. Die Immobilie ist zwangsversteigert worden. Ihr Wohnhaus in der Nähe hat sie verkauft. Eine Baufirma, die sie auch noch hatte, ging pleite. Es heißt, sie habe viele Jahre lang immer Geldsorgen gehabt und sich mit dem Verkauf von Wild etwas Geld beschafft. In Biederitz war sie in der CDU aktiv, bei der CDU in Premnitz/Mögelin hatte sie sich noch nicht vorgestellt.

Feuerwehr von Mögelin wird in der Jahreshauptversammlung alarmiert

Die Freiwillige Feuerwehr von Mögelin war am Samstag mitten aus ihrer Jahreshauptversammlung von der Polizei zur technischen Hilfeleistung angefordert worden. Sie baute eine großes Zelt für die Spurensicherung auf und versorgte alle Einsatzkräfte mit Essen und warmen Getränken. Schließlich dauerte der Einsatz bis drei Uhr nachts.

Von Bernd Geske

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