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Gewaltige Schäden in den Wäldern Rathenows

Nach dem Sturm Gewaltige Schäden in den Wäldern Rathenows

Der Sturm vor einer guten Woche hat in den Wäldern der Region gewaltige Schäden hinterlassen. Besonders groß sind die Verluste im Revier Göttlin des Bundesforstbetriebes, der für den Truppenübungsplatz Klietz zuständig ist. Man rechnet dort damit, dass der Sturm über 10 000 Festmeter Holz umgeworfen hat.

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Im Wald zwischen Göttlin und Grütz hat es die größten Schäden gegeben. Revierleiter Peter Möhring vor einem Bereich, in dem so gut wie kein Baum zu retten ist.

Quelle: Bernd Geske

Klietz. An einigen Stellen sieht es richtig unheimlich aus. In den Wäldern zwischen Göttlin und Grütz hat der Sturm vor gut einer Woche gewaltige Schäden hinterlassen. Von manchen Bäumen hat der Starkwind die Krone abgerissen, manchmal sind die Stämme irgendwo im mittleren Bereich durchgebrochen, einige Bäume wurden samt Wurzel aus der Erde gerissen und was vor allem Fachleuten auffällt: Nicht wenige Bäume sind vom Winddruck zu einer Seite gebogen worden. Sie wirken ein bisschen wie Laternen und werden wohl nicht zu retten sein.

Waldschäden auf rund 400 Hektar

In den Wäldern, die zum Truppenübungsplatz Klietz gehören, hat der Sturm gewütet wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Zuständig für diese Flächen ist der Bundesforstbetrieb Nördliches Sachsen-Anhalt. Wie dessen Bereichsleiter Ost, Kurt-Werner Balke, sagt, ist von den insgesamt fünf Forstrevieren, die zum Truppenübungsplatz gehören, fast ausschließlich nur das Revier Göttlin betroffen. Die erste Bestandsaufnahme habe dort Waldschäden auf rund 400 Hektar Fläche ergeben. Man gehe gegenwärtig davon aus, dass der Sturm rund 10 000 Festmeter Holz umgeworfen hat. Am schlimmsten habe dieser hier zwischen Göttlin und Grütz gewütet.

10 000 Festmeter Holz umgeworfen

Von den fünf Forstrevieren, die zum Truppenübungsplatz Klietz gehören, ist das Revier Göttlin fast ausschließlich betroffen.

Im Forstrevier Göttlin gibt es durch den Sturm Waldschäden auf einer Fläche von rund 400 Hektar.

Die erste Bestandsaufnahme ergab, dass rund 10 000 Festmeter Holz umgeworfen worden sind.

Von einem Tornado, von dem im Zusammenhang mit dem Unwetter vom 15. August woanders bislang meist die Rede war, will Kurt-Werner Balke aber nicht sprechen. Die Bäume seien im Forstrevier Göttlin alle in eine Richtung gebrochen, geworfen oder gebogen worden. Das deute auf eine Art Sturmwalze vor dem Gewitter hin. Ein Tornado, den es in jenem Bereich vor vier Jahren gab, habe die Stämme kreuz und quer übereinander geworfen.

Zuerst das Wegesystem wieder begeh- und befahrbar gemacht

Als erste Maßnahme seien im Zusammenwirken von Bundeswehr Klietz, deren Dienstleistern, der Feuerwehr des Übungsplatzes, den Soldaten der Pioniereinheit aus Havelberg und eigenen Forstleuten das Wegesystem freigeschnitten sowie begeh- und befahrbar gemacht worden. Das erlaube es nun, eine genaue Bestandsaufnahme der Schäden vorzunehmen. Als nächster Schritt, so Kurt-Werner Balke, komme jetzt eine extra abgeschlossene Vereinbarung mit dem Zellstoffwerk Stendal zum Tragen. Das Unternehmen bringe ab nächster oder übernächster Woche mehrere Erntemaschinen namens Harvester zum Einsatz, um das betroffene Holz einzubringen.

Entwurzelte Bäume im Wald

Entwurzelte Bäume im Wald.

Quelle: B. Geske

„Es ist sehr gefährlich, das Bruch- und Wurfholz aufzuarbeiten“, erklärt Kurt-Werner Balke. Das meiste davon werde sicher industriell verwertbar sein. Es werde aber auch noch sehr viel Restholz anfallen, das die Industrie nicht gebrauchen kann. Hier solle eine Firma beauftragt werden, die das Restholz zu Energie-Hackschnitzeln verarbeitet. Die Forstplanung, die vor zwei Jahren gerade erst neu aufgestellt worden sei, sagt Forstoberrat Balke, sei zumindest für das Revier Göttlin völlig über den Haufen geworfen. Durch den Sturm seien einige Flächen entstanden, die man vollkommen neu aufforsten müsse. Positiv zu vermerken sei bei all diesen negativen Feststellungen, erklärt Kurt-Werner Balke, dass durch Schädlinge zum jetzt relativ späten Zeitpunkt im Jahreslauf nichts mehr passieren könne. Man habe nun Spielraum bis Februar 2016, um alles Holz aus dem Wald zu bringen. Gut sei auch, das will der Forstverantwortliche für den Truppenübungsplatz nicht unterschlagen: Durch die Sturmschäden sei die militärische Nutzbarkeit des Platzes im Wesentlichen nicht beeinträchtigt.

Von Bernd Geske

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