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Gewaltstraftaten im Havelland nehmen zu

Kriminalitätsentwicklung Gewaltstraftaten im Havelland nehmen zu

Die Zahl der Gewaltstraftaten im Havelland hat im vergangenen Jahr zugenommen. Schwere und gefährliche Körperverletzungen wurden 212 Mal angezeigt und damit deutlich häufiger als 2104, als die Zahl bei 173 lag. Auch politisch rechts motivierte Taten haben im Havelland zugenommen, teilte die Polizei mit.

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Gewalttaten haben im Havelland zugenommen.

Quelle: dpa

Havelland. Die Kriminalität ist im Havelland im Jahr 2015 leicht zurückgegangen. Erfasst wurden 10.866 Fälle, im Jahr 2014 waren es 11.122 Fälle. Die Zahlen zum Kriminalitätsgeschehen in der Polizeidirektion West wurden am Donnerstag bekanntgegeben. Demnach konnten im Bereich der Polizeiinspektion Havelland 3818 Tatverdächtige ermittelt werden (2014: 3737). Die Zahl der aufgeklärten Fälle lag bei 5414, das entspricht einer Aufklärungsquote von 49,8 Prozent. Im Jahr zuvor war diese mit 50,2 Prozent etwas höher ausgefallen. Damals konnten 5585 Taten aufgeklärt werden.

Bei den Gewaltstraftaten sind gefährliche und schwere Körperverletzungen deutlich häufiger angezeigt worden: Hier registrierte die Polizei im vergangenen Jahr fürs Havelland 212 Straftaten, 2014 waren es 173 gewesen. 87,3 Prozent dieser Fälle konnten 2015 aufgeklärt werden. Die Körperverletzungen haben im Havelland somit an den erfassten Gewaltstraftaten den größten Anteil. Insgesamt wurden 296 Gewalttaten gezählt (2014: 261), wozu auch Raub und Totschlag gehören.

Angestiegen ist die Zahl der politisch rechts motivierten Straftaten. Wurden im Jahr 2014 noch 60 gezählt, waren es im vergangenen Jahr 100 im Havelland. Darunter sind sechs politisch motivierte Gewaltdelikte. Besonders Fälle in Nauen wie der Brandanschlag auf die Turnhalle des Oberstufenzentrums im August 2015, die als Notunterkunft für Flüchtlinge vorgesehen war, hielten die Polizei in Atem. Dazu Peter Meyritz, Leiter der Polizeidirektion West: „Dass wir bei der Bekämpfung politisch motivierter Straftaten nicht nachlassen dürfen, zeigen die aktuell bekannt gewordenen Hintergründe zu herausragenden Taten des vergangen Jahres in Nauen. Die Beamten des Staatsschutzdezernates haben, unterstützt von Kriminalisten aus der Region und vom Landeskriminalamt Brandenburg, deutlich gemacht, dass auch eine Mauer des Schweigens und der Konspiration letztendlich nicht davor schützt, unentdeckt mit derartigen Taten davonzukommen.“ Ermittlungen der Gruppe „Sporthalle“ seien zwar sehr zeit- und personalintensiv, aber enorm wichtig als ein deutliches Zeichen, dass politisch motivierte Straftaten nicht toleriert würden, so Meyritz. Im Fall des Turnhallenbrandes sitzen derzeit drei Verdächtige in Untersuchungshaft, darunter der NPD-Funktionär Maik Schneider.

Auch die Zahl der Wohnungseinbrüche hat sich im Havelland erhöht. 2015 wurden 517 gezählt, im Jahr 2014 waren es 416. Nur 7,9 Prozent dieser Einbrüche konnten aufgeklärt werden.

Von Anke Fiebranz

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