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Havelland Gewerbeflächen werden immer knapper
Lokales Havelland Gewerbeflächen werden immer knapper
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18:31 08.03.2018
Achim Georg und Marco Gaffrey (Projektleitung), Kathrin Fredrich und Mario Tobias von der IHK (v.l.) mit der Wirtschaftsstudie Havelland. Quelle: Jens Wegener
Elstal/Havelland

Es gibt zwar noch 176 Hektar Restflächen in den Gewerbegebieten im Landkreis Havelland. Aber die sind nicht dort, wo sie gebraucht werden, um die Nachfrage bis zum Jahr 2025 zu befriedigen. Deshalb sollte die Flächenmobilisierung in den Kommunen vor allem des Osthavellandes vorangetrieben werden. Das ist eine der Erkenntnisse und Empfehlungen der ersten Studie „Wirtschaftsprofil und GewerbeflächengutachtenHavelland 2025“, die die Industrie- und Handelskammer Potsdam am Donnerstag bei Karls in Elstal vorgestellt hat.

Dass es zwischen dem Ost- und dem Westhavelland (bei der Studie zählt das Amt Friesack zum Westhavelland) ein starkes Gefälle in der Bevölkerungsentwicklung, auf dem Arbeitsmarkt und bei den gewerblichen Ansiedlungen gibt, ist nicht neu. Jetzt liegen auch konkrete Vergleichszahlen vor. „Insgesamt weist der Landkreis Havelland positive Trends auf. Dennoch haben wir strukturelle Schwächen ausgemacht“, erklärte Achim Georg, Geschäftsführer der Hamburger Firma Georg Consulting, die die Studie im Auftrag der IHK erstellt hat.

Einwohnerzuwachs von 4,4 Prozent

Gewachsen ist der Landkreis von 2011 bis 2016 um 4,4 Prozent auf knapp 160000 Einwohner. Zum Jahresende 2016 zählte das Osthavelland 106 940 Einwohner und das Westhavelland 52745.

Im Zeitraum 2008 bis 2016 entstanden insgesamt 6925 zusätzliche Arbeitsplätze (allein 2080 im Bereich Logistik). Im Osthavelland nahm die Zahl der Beschäftigen um 32,1 Prozent zu, im Westhavelland um 0,6 Prozent ab.

Zu den Gewinnern gehörte der Bereich Handel. Seit 2008 sind rund 1660 neue Arbeitsplätze (inklusive Online-Versandhandel) im Landkreis entstanden. Im Gesundheits- und Sozialwesen kamen knapp 1100 neue Beschäftigungsverhältnisse hinzu. Profitiert vom Wachstum haben vor allem die Kommunen Wustermark und Brieselang durch die Güterverkehrszentren mit insgesamt 3130 zusätzlichen Beschäftigten. In Nauen gab es ein Plus von 2000 Beschäftigten und in Falkensee 1230.

Mehr Industriearbeitsplätze im Westhavelland

Bei den zusätzlichen Arbeitsplätzen in der Industrie liegt das Westhavelland vorn. In Premnitz und Rathenow kamen 380 Beschäftigte hinzu, im Osthavelland nur 80. Aber: „Die ansässige Industrie ist vergleichsweise wenig international aktiv. So liegt die Exportquote im verarbeitenden Gewerbe mit 20,6 Prozent deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 47,6 Prozent“, sagt Achim Georg. Unter anderem daraus folgt ein vergleichsweise geringes Produktivitätsniveau im verarbeitenden Gewerbe. Das liegt im Landkreis mit 44 399 Euro je Erwerbstätigem deutlich unter Landes- (66 166 Euro) und Bundesdurchschnitt (82 882 Euro).

Handlungsorientierung für Wirtschaftsförderung

Laut IHK-Hauptgeschäftsführer Mario Tobias habe man solch eine Studie bereits für mehrere andere Landkreise erstellen lassen, um ein zusammenfassendes Papier in der Hand zu haben, das aufzeige, wo die Entwicklung in der Wirtschaft, auf dem Arbeitsmarkt und bei den Gewerbebedarfsflächen hingehe. „Wir geben den Kommunen, der kreislichen Wirtschaftsförderung, aber auch den Unternehmen sowie den Kreistags- und Landtagsabgeordneten damit eine Handlungsorientierung“, so Tobias.

Von Jens Wegener

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