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Havelland Gezerre um Penny-Markt bald beendet
Lokales Havelland Gezerre um Penny-Markt bald beendet
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00:21 08.09.2017
Die Verkehrssituation am Bahnhof Finkenkrug ist unübersichtlich. Quelle: Oliver Fischer
Falkensee

2012 waren die Pläne erstmals in Falkenseer Bauausschuss vorgestellt worden, jahrelang gab es ein Gezerre um den künftigen Penny-Einkaufsmarkt in Finkenkrug. Nun scheint ein Kompromiss gefunden zu sein.

Am Montagabend stellten Michael Wodtke, Gebietsleiter der Penny GmbH, und Architekt Herbert Herget die überarbeiteten Pläne im Stadtentwicklungsausschuss vor. Penny hatte vor Jahren das Gelände südlich der Karl-Marx-Straße gekauft, hier ist derzeit ein Parkplatz und das Containerhaus der Bank vorhanden. Der Markt will sich vergrößern, kann das an dem bisherigen Standort – wo er Mieter ist – im Süden des Bahnhofs Finkenkrug aber nicht.

Zwei Gebäude, gegliederte Fassade und Pergolen zur Straße – so das Ergebnis des jahrelangen Ringens. Quelle: privat

Die ursprünglichen Pläne hatten bei den Abgeordneten keine Zustimmung gefunden. Auch der Bürgerverein Finkenkrug hatte sich aktiv in die Debatte eingebracht. „Von unseren Vorschlägen ist vieles, wenn auch nicht alles eingeflossen“, sagte Vereinsvorsitzender Peter Ellmann. So sei es nicht zu einem gewünschten Wettbewerb für die Gestaltung des zentralen Finkenkruger Areals gekommen. „Wir wollten keine Blechhalle an der prominenten Stelle“, sagte Ellmann, deshalb freue er sich über die jetzt gefundene Lösung.

Die sieht zwei Gebäude vor. Im hinteren Teil die Markthalle, die mit Glasfront und Holzverkleidung eine ansprechende Optik verspricht. An der Stelle des jetzigen Bankcontainers soll ein zweites Gebäude entstehen, in dem ein Bäcker Platz finden soll. Mit 7500 Quadratmetern handelt es sich insgesamt um ein großes Grundstück. „Mit Besonderheiten“, wie Architekt Herbert Herget es nannte: Dazu zählen ein Biotop, ein fast zugewachsener Teich, das viele Grün und der „anspruchsvolle Straßenverlauf“, wie er die unübersichtliche Verkehrssituation umschrieb. Pergolen sollen den Platz optisch von der Straße abgrenzen.

Ausschussvorsitzender Hans-Peter Pohl (CDU) dankte den Pennyvertretern „für die Offenheit und den langen Diskussionsprozess“. Eine Position, der sich auch die Vertreter der anderen Fraktionen anschlossen. Alle lobten die gefundene Lösung, um in Finkenkrug den Nahversorger zu halten, mahnten aber auch eine verkehrliche Lösung an. Die soll jetzt erarbeitet werden. Die Abgeordneten des Ausschusses sprachen sich mehrheitlich dafür aus, den Bebauungsplan F 71 „Zentrum Finkenkrug“ mit diesem Projekt weiter zu verfolgen.

Mehrheitlich befürworteten sie auch ein Weitergehen im Bebauungsplan F 21 „Nahversorgungszentrum Wachtelfeld“. Hier hat der zweite Finkenkruger Nahversorger, der Edeka-Markt, seinen Sitz, auch er will erweitern. Danach soll ein Gebäude, in dem sich heute ein Restaurant befindet, abgerissen werden und Platz für ein neues Marktgebäude machen, für das bestehende Markt-Haus wird ein Nachmieter gesucht. Die Pläne fanden die Abgeordneten gut, allerdings mussten sie eine Kröte schlucken: Um dieses Vorhaben auf der Fläche zwischen Meisenstraße und Wachtelfeld umsetzen zu können, muss die bestehende Waldfläche mehr als halbiert werden.

Von Marlies Schnaibel

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