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Giftspinne wird in Brandenburg heimisch

Neue Tierarten im Westhavelland Giftspinne wird in Brandenburg heimisch

Außergewöhnliche Tierarten wie Nilgans, Dornfinger und Gottesanbeterin sind immer häufiger im Westhavelland zu beobachten. Viele von ihnen sind aus der Mittelmeer-Region nach Brandenburg gezogen. Im Naturpark rund um Parey fühlen sie sich wohl. Darunter auch bedrohte Tiere, die auf der Roten Liste stehen.

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Ein Dornfinger ist eine kleine Giftspinne.

Quelle: foto: dpa

Parey. Außergewöhnliche Tierarten wie Nilgans, Dornfinger und Gottesanbeterin sind immer häufiger im Westhavelland zu beobachten. Die Natur unterliegt ständig Veränderungen, die Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt haben. Gewohntes kann weniger werden, Neues kann hinzukommen und in der Natur heimisch werden. Auch im 1315 Hektar großen Naturpark Westhavelland ist das so.

Die Naturparkleiterin Ilona Langgemach und der Geschäftsführer des Nabu-Regionalverbandes Westhavelland René Riep nennen Beispiele: So ist aus der Familie der Schreitvögel neben dem Graureiher seit 2009 auch der Silberreiher im Westhavelland. Kraniche kommen zwar schon seit langer Zeit in das Havelland. Doch es werden mehr und auch die Zahl der Kraniche, die in der Region überwintern, nimmt zu.

Dornfinger mögen warmes Wetter. Deshalb fühlt sich die kleine Giftspinne, die ursprünglich aus den Gebieten rund um das Mittelmeer stammt, jetzt auch in Deutschland wohl. In den letzten zehn Jahren hat sie es von Bayern kommend bis nach Nordrhein-Westfalen geschafft und nun auch in das westliche Havelland.

Ein Gottesanbeterin

Ein Gottesanbeterin.

Quelle: EPA

Ebenfalls zu den Neuankömmlingen zählt die Gottesanbeterin. Sie gehört zur Gattung der Fangschnecken und ist ebenfalls aus warmen Mittelmeergebieten in das Westhavelland gekommen. Die Gottesanbeterin steht als eine vom Aussterben bedrohten Art auf der Roten Liste. Bekannt ist die Gottesanbeterin für die besondere Möglichkeit, dass die Weibchen während oder nach der Paarung die Männchen auffressen.

In zunehmender Zahl anzutreffen ist im Havelland auch die im Afrika beheimatete Nilgans. Gesonderte Aufmerksamkeit schenken die Naturparkverwaltung und die Naturwacht den seltenen und zumeist nur vereinzelt vorkommenden Neuankömmlingen nicht. „Sie werden bei der Arbeit in der Natur festgestellt“, erklärt Ilona Langgemach. Auch können man daraus keine Rückschlüsse auf einen Klimawandel ziehen. Dafür bedürfe es genauerer wissenschaftlicher Untersuchungen und Beobachtungen. Weder die Naturparkverwaltung noch die Naturwacht können das mit ihren jeweils fünf Mitarbeitern leisten.

Von Norbert Stein

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