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Gisela Stiba hat eine Lösung für ihre Chirurgie

Premnitz Gisela Stiba hat eine Lösung für ihre Chirurgie

Lange Zeit sah es für die Premnitzer Ärztin Gisela Stiba so aus, als würde es für ihre Chirurgie-Praxis keine Zukunft mehr geben, weil sie dafür keine Räume im Neubau des Gesundheitszentrums bekam. Jetzt gibt es endlich eine Lösung. Um den Übergang vorzubereiten, teilt sie sich seit Anfang Juli ihre Praxis mit dem Chirurgen Eckhard Trägenapp.

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Ein Jahr lang teilt sich jetzt Gisela Stiba mit Eckhard Trägenapp ihre Premnitzer Praxis, dann geht sie in den Ruhestand.

Quelle: Foto: Bernd Geske

Premnitz. Nach vielen Monaten voller Unsicherheiten kann die Premnitzer Ärztin Gisela Stiba wieder lächeln. Es ist eine Lösung gefunden worden, mit der ihrer Chirurgie-Praxis der Weg in die Zukunft geebnet wird. Läuft alles wie geplant, tritt sie am 1. Juli des nächsten Jahres entspannt ihren Ruhestand an. Nach nunmehr 35 Jahren als frei niedergelassene Chirurgin mit Räumen im jetzigen, alten Gesundheitszentrum an der Friedrich-Engels-Straße hatte sie keinen Vertrag für das neue Gesundheits- und Familienzentrum an der Gerhart-Hauptmann-Straße bekommen, das am 1. Juli 2017 den Betrieb aufnehmen soll. Seit wenigen Tagen ist nun klar, dass es für ihre Praxis die entsprechenden Räume geben soll, wenn der geplante Umbau der alten Kita Kinderstadt an der Friedrich-Engels-Straße abgeschlossen ist.

„Ich bin sehr froh, dass es nun eine Lösung gibt“, sagt Gisela Stiba, „ich danke all meinen Patienten, die mir so lange die Treue gehalten haben.“ Es habe ihr sehr am Herzen gelegen, erklärt sie, dass die Praxis im Sinne ihrer Patienten weitergeführt werden kann. Und lange Zeit habe es ja so ausgesehen, als würde es keine Zukunft mehr geben. Mit dem nahenden Ruhestand vor Augen hatte sie zum 1. Oktober 2015 ihre Praxis an das Städtische Klinikum in Brandenburg/H. verkauft. Dessen Tochterfirma, das Gesundheitszentrum Brandenburg, war dazu auserkoren, mit einem seiner Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) die Premnitzer Praxis weiter zu betreiben. Doch dann fehlten plötzlich die Räumlichkeiten.

Mietverträge im alten Gesundheitszentrum zum 30. Juni 2017 gekündigt

Das alles ist jetzt Schnee von gestern. Um den Übergang vorzubereiten, teilt sich Gisela Stiba seit dem 1. Juli nun die Praxis mit dem Chirurgen Eckhard Trägenapp, der wie sie beim Brandenburger MVZ angestellt ist. Die Sprechzeiten bleiben alle erhalten, wie sie waren. Eckhard Trägenapp arbeitet in der Praxis fortan am Montag, Dienstag und Mittwoch. Gisela Stiba ist an jedem Donnerstag und Freitag dort. Eckhard Trägenapp sagt, er freue sich auf die neue Herausforderung. Bislang sei er immer nur klinisch tätig gewesen. Er wohne auch in der Region und sei seiner Heimat sehr verbunden.

Für alle Nutzer des jetzigen Gesundheitszentrums an der Friedrich-Engels-Straße waren die Mietverträge zum 30. Juni 2017 gekündigt worden, nachdem klar war, dass der Neubau im Stadtzentrum am 1. Juli jenes Jahres den Betrieb aufnehmen soll. Die Stadt Premnitz hat den Plan, danach alle zum alten Gesundheitszentrum gehören Gebäude abreißen zu lassen, um die Fläche dort in ein Wohngebiet umzuwandeln.

Vertragspaket vom März 2014

Der Neubau des Gesundheits- und Familienzentrums Premnitz geht zurück auf ein Vertragspaket, das die Stadt Premnitz, die Havelland-Kliniken und der Landkreis Havelland im März 2014 unterzeichnet haben.

Klar war von Anfang an, dass keiner der drei Vertragspartner, sondern ein privater Investor den Neubau des Gesundheitszentrums errichten soll.

Der Investor, der das neue Gesundheitszentrum errichtet, ist der Premnitzer Bauunternehmer Josef Rampf. Gleich nach dem Beschluss der Stadtverordneten im August 2014, ihm die Aufgabe zu übertragen, sagte er, hätten sich sofort alle Interessenten bei ihm gemeldet, die in den Neubau einziehen wollten. Als Frau Stiba im März 2015 angefragt habe, seien alle Flächen längst vergeben gewesen.

Es war sogar die Situation entstanden, dass die Stadt Premnitz festlegte, dass keine städtischen Räume für die Praxis von Gisela Stiba vermietet werden sollen. „Wir können nicht einen neuen Standort ausschreiben und einen privaten Investor ins Risiko gehen lassen“, hat Bürgermeister Roy Wallenta erklärt, „und dann als Stadt einen zweiten Ärzte-Standort unterhalten, der in Konkurrenz zum neuen Standort tritt.“

Die seit Jahren ungenutzte Immobilie der einstigen Premnitzer Kita Kinderstadt gehört dem Diakonischen Werk Havelland.

Von Bernd Geske

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