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Glockenchor spielt in Marien-Andreas-Kirche

Rathenow Glockenchor spielt in Marien-Andreas-Kirche

Der „Peace Bell Choir“ aus Caputh gibt am Sonntag, dem 10. Juli, in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche von Rathenow ein Konzert, das es in dieser Art im Westhavelland noch nicht gegeben hat. Es handelt sich um einen Handglockenchor, der durch sein Zusammenspiel zauberhafte Melodien zu Gehör bringen will.

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Der Handglockenchor Caputh beim Musizieren.

Quelle: Foto: privat

Rathenow. In der Sankt-Marien-Andreas-Kirche werden bald Glocken erklingen, die nicht im Turm des Gotteshauses hängen und ein paar Nummern kleiner sind als die ganz Großen. Der Peace Bell Choir (deutsch: Friedensglockenchor) aus Caputh gibt dort am Sonntag, dem 10. Juli, ab 17 Uhr ein Konzert, das es in dieser Art im Westhavelland noch nicht gegeben hat. Das Ensemble aus Caputh macht mit Handglocken Musik.

Die Glocken, die extra für diesen Zweck hergestellt werden, müssen in einer stabilen Schlaufe gehalten werden. Sie trillern auch nicht wie eine altbackene Türklingel daher, sondern erzeugen in der Regel jedes Exemplar nur ein einzelnes, sauberes „Bing“ – oder tiefer vielleicht auch „Dong“. Jede Glocke hat selbstverständlich nur einen Ton. Was bedeutet, dass jedes der 15 Chormitglieder nur zwei, manchmal auch drei Glocken-Töne spielen kann. „Das funktioniert nur mit Schwarmdenken“, erklärt Andra Sauerborn, die Chorleiterin. Das gemeinsame Musizieren verlaufe hier ganz anders als bei einem Gesangschor oder einem Orchester. Keiner könne allein eine Melodie spielen...

Der Caputher Handglockenchor verspricht aber doch, dass er mit seinen gegenwärtig 61 Glocken, die über fünf Oktaven reichen, wunderschöne Melodien zaubern kann. Sein Programm „Glocken klingen durch die Welt“ enthalte Originalkompositionen, Arrangements der Klassik und Moderne, Musik aus Film und Folk. Zu hören seien bekannte und unbekannte Melodien, fröhliche Klänge und welche zum Träumen.

Die Gründung des Caputher Ensembles war im Jahr 1989 und geht auf einen Besuch eines amerikanischen Handglockenchores zurück. „In Amerika und Großbritannien ist diese Form des Musizierens sehr verbreitet“, sagt Andra Sauerborn, „während es hierzulande bislang kaum Glockenchöre gibt.“ Die Freude am außergewöhnlichen Instrumentarium sei den Musikern von Anfang an bis heute erhalten geblieben. Um das Konzert etwas abwechslungsreicher zu gestalten, haben die Gäste aus Caputh Schülerinnen und Schüler der Musik- und Kunstschule Rathenow um Mitwirkung gebeten. Sie werden im Wechselspiel mit dem Glockenchor eigene Stücke zu Gehör bringen – ohne Glocken.

„Viele Arrangements für Glockenchöre sind eher neuer“, erklärt Andra Sauerborn angesichts der Frage, ob in einer Kirche nicht auch geistliche Musik vorgesehen ist. Was bedeutet: geistlich eher nicht. „Wir blicken über alle Tellerränder“, verkündet die Leiterin, „ein Handglockenchor erfordert viel Übung, seine Musik eröffnet dem Publikum dann ganz andere Höreindrücke.“ Der Eintritt ist frei. Es wird aber um eine Kollekte zur Bestreitung der Unkosten gebeten.

Von Bernd Geske

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