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Havelland Glücksmomente im Apfelbaum
Lokales Havelland Glücksmomente im Apfelbaum
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06:25 10.09.2016
Linda Köhler-Sandring im Garten der Falkenseer Galerie Schneeweiß. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Falkensee

Bis auf Frau Merkel haben alle schnell geantwortet und zugesagt. Linda Köhler-Sandring hat Menschen fotografiert und sie gefragt, was für sie Glück ist. Sie hat Bekannte, Fremde, Freunde, Familienmitglieder, Prominente gefragt. Glück hat viele Gesichter.

„Den Anstoß für das Projekt hat Joachim Sprenger aus Falkensee gegeben“, erzählt die aus dem Vogtland stammende Frau. Der inzwischen 95-jährige Mann hatte sie für einen Geburtstag zum Fotografieren gebucht. „Er strahlte so viel aus, solche Lebensfreude“, erinnert sich Linda Köhler-Sandring an die Begegnung, „welch Gegensatz zu den vielen Menschen, die man trifft, und die nur von Kummer und Problemen erzählen.“ Und da hat sie gewusst, was ihr eigenstes Projekt ist: Sie befragt Menschen nach dem, was für sie Glück ist.

Depressiv-melancholische Hinterhoffotografie sei sowieso nie ihr Ding gewesen. Die Fotografin, die auch für Tageszeitungen gearbeitet hat, wohnt seit 2008 mit ihrer Familie in Falkensee. In Finkenkrug entstanden ein Haus und ein Atelier für die Frau, die vor allem durch stilvolle, inspirierte Porträtaufnahmen, Hochzeitsfotos, Bilder von Kindern und Paaren bekannt wurde. Der eigene Garten, die Finkenkruger Umgebung, der Bredower Forst – die Natur liefert hier die beste Kulisse für die Bilder.

Für ihr Glücksprojekt verzichtet die 38-Jährige jedoch auf jede Kulisse oder Inszenierung. Ganz zurückgenommen werden die Menschen ins Bild gesetzt, mit einem weichen hellen Licht vor weißem Hintergrund, der Blick ist auf das Gesicht und den Text daneben gerichtet.

„Das sind ganz verschiedene Menschen, aber es ist kein Querschnitt der Gesellschaft“, erklärt Linda Köhler-Sandring. Es sind Menschen, die sie angesprochen hat. Manchmal vermittelte ihr eine Freundin ein Modell, so den Vater, der sein Baby auf den kräftigen und tätowierten Armen hält. Andere wurden von der Fotografin einfach angeschrieben. Und so ist Gregor Gysi neben einem Piloten zu sehen, ein Arzt neben einem Filmregisseur, ein Kind neben einer alten Frau, ein Clown neben einer Köchin.

Am meisten freut sich Linda Köhler-Sandring dabei über Sigmund Jähn, den weltbekannten Kosmonauten aus dem vogtländischen Morgenröthe-Rautenkranz. Linda Köhler-Sandring ist im Nachbarort aufgewachsen. „Sigmund Jähn war für mich ein Held, der Star meiner Kindheit“, erzählt sie. Um so mehr hat sie sich gefreut, den berühmen, so freundlichen und bescheidenen Mann persönlich kennenzulernen.

Manchmal war es nicht leicht, die gewünschte Person vor die Kamera zu bekommen, so bei Gina Schöler, Ministerin für Glück und Wohlbefinden. Das ist ein interaktives Kunstprojekt, in dem Gina Schöler Fragen stellt wie „Wie sieht die Gesellschaft von heute aus? Und in welcher möchten wir morgen leben?“

Die Arbeit an der Glückssammlung brachte für Linda Köhler-Sandring selbst viele Glücksmomente. „Fotografieren ist Freue für mich“, sagt sie. Die Arbeit an ihrem Thema war auch für sie immer wieder Anlass darüber nachzudenken, was ihr wichtig ist und was sie glücklich macht. Dazu will sie auch die Betrachter ihre Bilder anregen.

Am Freitagabend wurde die Ausstellung im Garten der Galerie Schneeweiß von Falkensee eröffnen. „Auch so ein Glücksmoment“, strahlt Linda Köhler-Sandring. Wie ihre Bilder, gefasst in alte Fensterrahmen, in den Obstbäumen hängen. So ließ sich bei der Eröffnung von Glück zu Glück wandeln, einige der Porträtierten waren selbst gekommen. Hier sind die Bilder nun bis zum 25. September zu den Öffnungszeiten der Galerie sehen. „Aber nur bei schönem Wetter“, sagt die Fotografin, mit der unter Telefon (03322) 21 33 96 Führungen vereinbart werden können.

Kontakt Die Galerie Schneeweiß, Poststraße 35 in Falkensee, ist geöffnet Sonnabend von 11 bis 16 Uhr. Dann wird hier am 10. September außerdem ein Porzellantrödelmarkt abgehalten.

Von Marlies Schnaibel

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