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Havelland Glücksspiel aus vorchristlicher Zeit
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07:40 20.08.2016
In jeder Schublade und hinter jeder Schranktür in Matthias Hoscheks Wohnzimmer – Würfel. Quelle: Laura Sander
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Spandau

Behutsam holt Matthias Hoschek seinen Lieblingswürfel aus dem Regal. „Den hat ein deutscher Adliger etwa im 16. Jahrhundert anfertigen lassen. Er hat eine Silberlegierung und macht, dank einer kleinen Metallkugel in seinem Inneren, sogar Musik“, sagt der Spandauer. Seine Augen strahlen. Seit knapp 10 Jahren ist Matthias Hoschek im Sammelfieber und besitzt mittlerweile rund 7000 Würfel.

Jahrtausende alte Exponate

Einige davon sind Jahrtausende alt. „Der Würfel ist wohl das älteste Spielinstrument überhaupt. Die ersten soll es bereits vor 5000 Jahren gegeben haben“, so Hoschek. Sein ältestes Exponat ist etwa 3000 Jahre alt, besteht aus Sandstein und kommt aus dem ägyptischen Raum. „Ich biete in 15 Auktionshäusern in den USA und Großbritannien mit, bin viel in Internetauktionshäusern unterwegs und treibe mich jedes Wochenende auf Flohmärkten rum.“ Hier kennen ihn die Händler, halten seltene Stücke sogar extra für den Spandauer zurück.

Matthias Hoschek besitzt Würfel in allen Formen und Farben. Quelle: Sander

Angefangen hat Hoscheks Sammelleidenschaft schon früh. „Mit 12 Jahren habe ich von meinem Opa einen Würfelbecher mit Werbeaufdruck bekommen. Ich interessierte mich sofort für die verschiedenen Serien“, so Hoschek, der im Vertrieb einer gesetzlichen Krankenkasse arbeitet. „Ich besitze 1000 Würfelbecher aus Leder – davon 800 verschiedene. Die meisten lagere ich im Keller, in der Wohnung ist dafür einfach kein Platz“, sagt der leidenschaftliche Pokerspieler. Und wie sollte es auch anders sein – neben der wohl größten Sammlung Pokerwürfelsätze, insgesamt 230 Sätze mit jeweils fünf Würfeln, besitzt Hoschek außerdem 800 Spielkartendecks. „Beim Zoll bin ich regelmäßig – mindestens einmal im Monat. Die kennen mich da schon“, lacht der Spandauer.

„Long-Lawrence“ aus Großbritannien

Neben chinesischen, indischen und indonesischen Stabwürfeln, verschiedenen Kreiseln und modernen Würfeln für Fantasy-Rollenspiele hat Matthias Hoschek Würfel aus Elfenbein, Nashorn, Walbein oder Holz in seiner Sammlung. 300 seltene Würfel aus der südamerikanischen Tanga-Nuss und unzählige Bakelit-Würfel in allen Farben und Größen befinden sich ebenfalls in Hoscheks Besitz. „Mein seltenstes Stück ist aber ein sogenannter ,Long-Lawrence’ aus Kupfer aus dem 10. bis 13. Jahrhundert. Er stammt aus England oder Schottland und ist der einzige seiner Art, der jemals gefunden wurde“, so der Spandauer stolz. „Wir sind etwa 1200 ausgewiesene Würfelsammler weltweit, die sich organisieren. Wir stehen in Kontakt und tauschen untereinander was das Zeug hält.“

Unikate

Unikate, wie Familien Würfelspiele mit eigener Prägung oder besondere Becher und Würfel aus bekannten Bars und Restaurants der 20er, 30er und 40er Jahre haben es Matthias Hoschek ganz besonders angetan. „Ich habe einige Würfel aus dem Stork Club in New York. Mit denen könnten schon Stars, wie Frank Sinatra und Marilyn Monroe, oder Mafiagrößen gespielt haben.“

Doch Sammelleidenschaft hat auch seine Grenzen. „Ich gehe zwar oft auf Flohmärkte, kaufe aber nicht jedes Mal etwas. Eben nur, wenn ich ein wirklich gutes Schnäppchen machen kann.“ Hoscheks teuerster Kauf war übrigens sein Lieblingswürfel, für den er bei einem englischen Auktionshaus rund 400 Euro bezahlte.

Von Laura Sander

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