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Havelland Optikpark: Görke fordert neues Konzept
Lokales Havelland Optikpark: Görke fordert neues Konzept
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10:40 04.04.2018
Von links: Daniel Golze (Aufsichtsrat Optikpark), Elfie Balzer (Geschäftsführerin), Christian Görke, Joachim Muus (Geschäftsführer). Quelle: Joachim Wilisch
Rathenow

 Die Idee ist nicht neu. Erstmals im Programm hatte sie Hans-Jürgen Lemle, Beigeordneter der Stadt Rathenow, als er im Jahr 2010 für das Bürgermeisteramt kandidierte. Die Kulturzentrum GmbH und die Optikpark GmbH sollten als gemeinsame Gesellschaft beide Einrichtungen betreiben – und Nutzen für Optikpark und Kulturzentrum daraus ziehen. Erneut war diese Idee Thema, kurz nachdem Roger Lewandowski (CDU) zum Landrat gewählt worden war. Damals gab es einen Gesprächstermin zu Optikpark, Kulturzentrum und den möglichen gemeinsamen Weg. Allerdings nahmen die Protagonisten davon Abstand, nachdem über den Zusammenschluss öffentlich diskutiert wurde – offenbar früher, als es dem Landrat lieb war.

Görke nimmt neuen Anlauf

Nun also hat Finanzminister Christian Görke (Die Linke) einen Zusammenschluss oder zumindest ein Zusammengehen der beiden Gesellschaften unter einem Dach erneut ins Gespräch gebracht. Davon gesprochen hatte bereits Görkes Parteigenosse Daniel Golze, der im vergangenen Monat zur Stichwahl um das Bürgermeisteramt angetreten war.

Als touristisches Juwel erhalten

Bei einem Besuch im Optikpark erläuterte Görke seine Idee mit den Geschäftsführern des Parks, Elfie Balzer und Joachim Muus. „Wir müssen alles daran setzen, dass diese Einrichtung erhalten bleibt“, sagte Görke zum Optikpark. „Touristisch ist das hier ein Juwel.“ Gleichzeitig müsse man bedenken, wie viel Geld die Stadt in die Einrichtung gibt. „Darum sollte man noch einmal darüber reden, wie man Optikpark und Kulturzentrum verbinden kann“, so der Finanzminister.

Saisonfinale Optikpark Rathenow 2017: Die Floßfahrten sind beliebt. Quelle: Kniebeler, Markus

Bei dem Besuch wurden noch einmal die Verdienste der Optikpark-Geschäftsführung hervorgehoben. „Der Optikpark ist nicht nur touristisch interessant, sondern er ist in erster Linie auch ein sozialer Arbeitgeber“, sagten Golze und Görke. Das unterstrich Elfie Balzer und nutzte die Gelegenheit, mit einem Irrtum aufzuräumen: „Natürlich sind das zum Teil geförderte Arbeitsplätze. Aber die Leute, die hier ihr Geld verdienen, die geben es ja auch in der Stadt Rathenow wieder aus für Dinge des täglichen Bedarfes.“ Der Wirtschaftskreislauf werde auf diese Weise gestärkt. Daher könne niemand behaupten, hier werde sinnlos Geld in Arbeitsfördermaßnahmen gepumpt.

Der Finanzminister riet deshalb sowohl der Geschäftsführung, als auch Daniel Golze, noch einmal den Versuch zu unternehmen, Kulturzentrum und Optikpark zusammenzubringen. Und dabei soll auch noch einmal darüber nachgedacht werden, wie man die Weinbergbrücke und den Weinberg wieder als echten Bestandteil des Parks – also ohne Zaum – anbinden kann.

Serenade unterm Sternenhimmel im Optikpark in Rathenow. Quelle: Uwe Hoffmann wort+bild

 

Die Gespräche sind mit dem Landkreis zu führen. „Einfach ist das nicht, weil man ein gemeinsames Konstrukt braucht“, sagt Görke. „Den Versuch ist es aber allemal wert.“ Es gehe um Effizienz und es gehe darum, den Tourismus in der Stadt zu festigen.

Noch Luft nach oben

Denn gerade bei der Entwicklung der Tourismuswirtschaft sei, so der Finanzminister, in Rathenow noch Luft nach oben. Voraussetzung sei allerdings, dass die Stadtspitze zusammen mit den Tourismuseinrichtungen des Kreises – nicht nur dem Kulturzentrum – eine gemeinsame Strategie schmiede, an deren Ende ein Konzept aus einem Guss steht. Für Elfie Balzer und Joachim Muus steht allerdings zunächst die neue Saison bevor. Es ist die letzte. Denn zum Ende des Jahres geht Muus in den Ruhestand. Elfie Balzer steht dem Park ebenfalls noch bis zum Ende des Jahres zur Verfügung.

Nachfolger können sich bereits im Rathaus bewerben, die Stelle des Geschäftsführers ist ausgeschrieben.

Von Joachim Wilisch

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